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Thursday, 25 March 2021

Old Master Paintings

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Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Detailabbildung: Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Detailabbildung: Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Detailabbildung: Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Detailabbildung: Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Detailabbildung: Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Detailabbildung: Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647
Sebastian Vrancx, 1573 Antwerpen - 1647

650
Sebastian Vrancx,
1573 Antwerpen - 1647

CARNEVAL AUF DEM MARKUSPLATZ IN VENEDIG Öl auf Eichenholz.
50,5 x 73,5 cm.

Catalogue price€ 80.000 - 100.000 Catalogue price € 80.000 - 100.000  $ 96,000 - 120,000
£ 72,000 - 90,000
元 616,800 - 771,000
₽ 7,223,200 - 9,029,000

 

Entsprechend den Mittleilungen, die wir über die Aufenthalte des Malers außerhalb seiner Heimat sowie seiner Reisen haben, dürfte das Gemälde um 1597 entstanden sein. Damit ist die Bedeutung des Werkes in zweierlei Hinsicht zu sehen: einmal haben wir mit dem Bild eines der sehr frühen Venedig-Ansichten, weit vor der erst ein Jahrhundert später erfolgten breiten Hinwendung zu diesem Thema. Zum anderen handelt es sich hier um eines der ganz wenigen Gemälde, die der Maler in Italien gefertigt hat, etwa neben dem „Fest in einer italienischen Villa“ (Statens Museum for Kunst, Kopenhagen).
Der große Platz, ist aus leicht erhöhter Kavaliersperspektive gesehen, hinten abgeschlossen von der Kuppelbasilika di San Marco, dem danebenstehenden Campanile sowie der rechts nach hinten ziehenden Biblioteca, deren obere Loggien mit schaulustigem Publikum gefüllt sind. Links der berühmte Uhrturm. Auf dem weiten Platz wird ein Stierkampf abgehalten, mit rot gekleideten Speerträgern, dazwischen ein Jagdhund. Rechts, auf einem erhöhten Podium eine Commedia dell‘Arte-Aufführung, von Zuschauern umringt. Auch weiter hinten drängen sich mehrere Gruppen des Festpublikums. Von besonderem Interesse sind die Figuren im Vordergrund, überwiegend höfische Gesellschaft in festlichen Kostümen, dazwischen Harlekine, die ihre Akrobatik vorführen.
Mit dieser Darstellung besteht allergrößte Ähnlichkeit zu dem Gemälde „Plünderung einer Stadt“, das sich im schwedischen Gothenburg Museum of Art befindet. Auch dort lässt Vrancx zahllose Kämpfer mit Speeren auf weiter Fläche kämpfen, in ganz ähnlicher kompositioneller Auffassung.
Das Gemälde ist besprochen und z. T. abgebildet in der unten gelisteten Literatur. A.R.
 
Literatur:
M. A. Katritzky, Harlequin in Renaissance pictures, Renaissance Studies 11, 1997, Nr. 4, S. 406, 410 ff., Abb. 9 (als Sebastian Vrancx).
M. A. Katritzky, The Art of Commedia. A Study in the Commedia dell´Arte 1560-1620 with Special Reference to the Visual Record, Amsterdam & New York 2006, S. 129 ff. (als Sebastian Vrancx).
M. A. Katritzky, German Patrons of Venetian Carnival Art: Archduke Ferdinand II. of Tyrol´s Ambras Collections and the 1579 Travel Journal of Prince Ferdinand of Bavaria, in: B. U. Münch, A. Tacke et. al., „Von kurzer Dauer?“ Fallbeispiele zu temporären Kunstzentren der Vormoderne, Petersberg 2016, S. 127 f., Abb. 2.
Giancarlo Sestieri, Battle Painters. Italian and Foreign Masters of the XVII and XVIII centuries, Rom 1999. (1261281) (11)


Sebastian Vrancx,

1573 Antwerp - 1647
CARNEVAL ON SAINT MARK'S SQUARE IN VENICE
Oil on oak panel.
50.5 x 73.5 cm.

Literature:
M. A. Katritzky, Harlequin in Renaissance pictures, Renaissance Studies 11, 1997, no. 4, p. 406. 410f., ill. 9 (as Sebastian Vrancx).
M. A. Katritzky, The Art of Commedia. A Study in the Commedia dell´Arte 1560-1620 with Special Reference to the Visual Record, Amsterdam & N. Y. 2006, p. 129f. (as Sebastian Vrancx).
M. A. Katritzky, German Patrons of Venetian Carnival Art: Archduke Ferdinand II. of Tyrol´s Ambras Collections and the 1579 Travel Journal of Prince Ferdinand of Bavaria, in: B. U. Münch, A. Tacke et. al., “Von kurzer Dauer?” Fallbeispiele zu temporären Kunstzentren der Vormoderne, Petersberg 2016, p. 127f, ill. 2.
G. Sestieri, Battle Painters. Italian and Foreign Masters of the XVII and XVIII centuries, Rome 1999.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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