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Thursday, 27 June 2019

Antiquities

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Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf
Detailabbildung: Römischer Marmorkopf

372
Römischer Marmorkopf

Höhe: 22 cm.
Breite: 16 cm.

Catalogue price€ 150.000 - 200.000 Catalogue price € 150.000 - 200.000  $ 169,499 - 225,999
£ 127,500 - 170,000
元 1,137,000 - 1,516,000
₽ 10,881,000 - 14,508,000

 

Der äußerst fein in kristallinem Marmor gemeißelte Kopf entspricht stilistisch ganz der Zeit der Antoninischen Periode, des Zeitraumes zwischen 138 und 192, benannt nach den „Antoninischen“ Kaisern. Voran steht hier Antoninus Pius, der von 138 bis 161 regierte, gefolgt von Mark Aurel (161 – 180) und Lucius Verus (161 – 169). Gemeinsames Merkmal der männlichen Erscheinung ist der kurze Bart, der im Gegensatz zu den frühen Kaisern wie Augustus oder Cäsar eine gebildete Geistigkeit zum Ausdruck bringen sollte, nach dem Vorbild der Philosophen. Dies hat sowohl die Imperatorenbildnisse dieser Spätzeit sowie deren Münzbildnisse geprägt. Auch der uns vorliegende Marmorkopf zeigt dieses Erscheinungsbild. Zudem war der Bildhauer bemüht, auch die Milde eines Gesichtsausdrucks wiederzugeben, die für die „friedlichen Jahre“ dieser Kaiserzeit stehen soll. Ein „Philosoph auf dem Imperatorenthron“ wurde etwa Marc Aurel genannt, dessen philosophische Werke auch heute noch gelesen werden. Dieses Idealbild übertrug sich auch auf männliche Porträtbildnisse der Zeit generell, als das zeittypische Gesicht, das nun auch bei höhergestellten Personen außerhalb der Kaiserfamilien zu finden ist. Der Typus findet sich auch schon bei Kaiser Hadrian (76 – 138), wie eine Büste dieses Herrschers im Saint-Raymond Museum Toulouse zeigt, die große Ähnlichkeit mit dem vorliegenden Kopf aufweist.
So lässt sich hier kein bestimmtes Herrscherbildnis nennen. Viel eher handelt es sich wohl um ein Privatportrait, typisch für die Zeit um 130 bis 160. Hier ist das krauswellige Haar etwas lockerer gearbeitet, als die weitgehend geglätteten Partien des Gesichts oberhalb des Bartes, dessen Strähnen feiner ausgearbeitet, vielleicht auch etwas überarbeitet wurden. An der Rückseite ist eine Fehlstelle im Bereich des unteren Kopfhaares eingesetzt worden, womöglich schon im 18. oder 19. Jahrhundert. Ursprünglich war dem Kopf im 18. Jahrhundert ein inzwischen entfernter Büstenansatz angefügt worden. AR
 
Provenienz:
Französische Privatsammlung, Lyon. (1192152) (11)


Roman marble head
Height: 22 cm.
Width: 16 cm.

The head is caved in very fine crystalline marble and its style is typical for the Antonine Dynasty between 138 and 192, named after the Antonine Emperors. A missing area on the back of the head, beneath the hairline was possibly mended during the 18th or 19th century. During the 18th century the head was also mounted on a bust, which has been removed since.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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