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Old Master Paintings - Part I
Thursday, 9 December 2021

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Peter Paul Rubens und Werkstatt, 1577 Siegen – 1640 Antwerpen

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Peter Paul Rubens und Werkstatt,
1577 Siegen – 1640 Antwerpen

BILDNIS DES ERZHERZOGS ALBRECHT VII VON Ă–STERREICH (13. NOV. 1559 WIEN - 13. JULI 1621 BRĂśSSEL) Ă–l auf Leinwand.
126 x 99 cm.

Catalogue price€ 90.000 - 110.000 Catalogue price € 90.000 - 110.000  $ 108,000 - 132,000
ÂŁ 81,000 - 99,000
元 680,400 - 831,600
₽ 7,665,300 - 9,368,700

 

Dem Gemälde sind ein Gutachten von Prof. Justus Müller Hofstede, Bonn, vom 30. X. 2007, sowie dokumentierende Beschreibungen und Provenienz-Nennungen beigegeben, mit Bildvergleichen, etwa zu dem ebenfalls von Rubens geschaffenen Bildnis um 1609 (dort vor rotem Hintergrund, danach Kupferstich von 1615). Das Gutachten datiert das Werk um 1616.

Der österreichische Erzherzog, Sohn Kaiser Maximilians II. und der Infantin Maria, Tochter Kaiser Karls V., hier im Halbbildnis nach rechts wiedergegeben. Der Hofmode der Zeit gemäß in „habsburgisch“ schwarzer Kleidung, mit breiter, gefältelter Halskrause, in feiner Spitze gearbeitet. Der Kopf leicht schräg gehalten, der Blick dem Betrachter zugewandt, über der hohen Stirn braunes, kurzes Haar, mit kurzem spitzem Kinnbart und seitlich ausgedrehtem Lippenbart. Über das schwarze Wams die Goldkette mit dem Orden vom Goldenen Vlies gelegt, in gleicher Weise heben sich die Goldknöpfe sowie der fein gestickte schmale Gürtel ab. Der dunkle Hintergrund hebt – zusammen mit der schwarzen Kleidung – das Gesicht prominent hervor. Wie in der höfischen Porträtmalerei üblich, ist die Grundkomposition und die Ausführung des Porträts jeweils ein Werk des Meisters, der seine Werkstatt zur Fertigung der weniger anspruchsvollen Details, wie Kleidung, Accessoires oder Hintergrund heranzog.
Albrecht wurde als Sohn Kaiser Maximilians, am spanischen Hof Philipps II. erzogen und war als fünfter Sohn zunächst für den geistlichen Stand vorgesehen. 1577 durch Papst Gregor XIII. zum Kardinal erhoben, erhielt er 1580 die Würde des Kardinaldiakons der Hl. Kreuz-Kirche in Jerusalem. Die priesterlichen Weihen hat er jedoch nie erhalten, verließ den geistlichen Stand und verehelichte sich mit der Infantin Isabella Clara Eugenia, der Tochter Philipps II. und wurde damit Erbe der Niederlande und Herzog von Burgund. 1609 schloss er, nach einer Niederlage, mit Moritz von Oranien den 12-jährigen Waffenstillstand, und starb 1621 vor erneutem Kriegsbeginn. Albrecht war ein bedeutender Mäzen der Musik, der Literatur, in der Bildenden Kunst vor allem des Malers P. P. Rubens und der Niederländischen Kunst des Goldenen Zeitalters.
In diesem Sinne ist das vorliegende Gemälde ein bedeutendes Dokument der Begegnung zwischen dem Mäzen Albrecht VII. und dem Maler Rubens.

Provenienz:
Sammlung Baron Axel Wenner – Gren, Castle Haeringen, Stockholm.
Sammlung Frey-Naepflin, Stansstad/Nidwalden Schweiz.

Anmerkung:
Eine vergleichbare Darstellung im Dreiviertelbildnis nach rechts, an einem Tisch stehend (119 x 92 cm., Althorp House / Northhamptonshire, The Earl Spencer)- GegenstĂĽck zum Bildnis d. Erzherzogin Isabella Clara Eugenia.

Literatur:
Semblantes, ColcciĂłn Granados, dort zit.: Vlieghe, 1987, Diaz Padron, 1985, Vol. II. pp. 1076 f.
J. MĂĽller-Hofstede, A Chronology oft the Portraits of Albert and Isabella, o. J. (1290146) (10)


Peter Paul Rubens and workshop,
1577 Siegen – 1640 Antwerp
POTRAIT OF ALBRECHT VII ARCHDUKE OF AUSTRIA
(13 NOV. 1559 VIENNA - 13. JULY 1621 BRUSSELS)
Oil on canvas.
126 x 99 cm.

Provenance:
Baron Axel Wenner Collection – Gren, Castle Haeringen, Stockholm.
Frey-Naepflin Collection, Stansstad/ Nidwalden Switzerland.

Notes:
A comparable representation in three-quarter portrait to the right, standing at a table (119 x 92 cm., Althorp House/ Northhamptonshire, The Earl Spencer)- counterpart to the portrait of Archduchess Isabella Clara Eugenia.

Literature:
Semblantes, ColcciĂłn Granados, there cited: Vlieghe, 1987, Diaz Padron, 1985, vol. II. pp. 1076 f.
J. MĂĽller-Hofstede, A Chronology of the Portraits of Albert and Isabella, n.y.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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