Old Master Paintings – Part I
Thursday, 4 December 2025
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Paul Bril,
um 1553/54 Antwerpen – 1626 Rom
GemäldepaarHÜGELLANDSCHAFT MIT REITERN UND STÄDTCHEN IM TAL
sowieBAUMLANDSCHAFT IN GEWITTERSTIMMUNGÖl auf Leinwand.
Jeweils 55 x 65,5 cm.
Catalogue price
€ 180.000 - 250.000
Catalogue price € 180.000 - 250.000
(†)
$ 210,600 - 292,500
£ 156,600 - 217,500
元 1,481,400 - 2,057,500
₽ 16,158,600 - 22,442,500
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€
Beigegeben eine Expertise von Prof. Giancarlo Sestieri, Rom, 27. Mai 2002, in Kopie.
Die Gemälde von Bril führen in eine Welt, in der er das oft aufregend Landschaftliche mit erzählerischen Elementen kombiniert. Die auch hier fantasievollen Landschaften bieten im erstgenannten Bild abwechslungsreiche Partien, rechts ein Flusslauf mit Brücke einer Kleinstadt, zu der eine Reitergruppe hinabzieht, die Berge in der Ferne in blauer Luftperspektive.
Im zweiten Bild beweist der Maler sein Interesse an außergewöhnlichen Lichterscheinungen in der Natur. Wie in mehreren seiner Werke leuchtet ein Kirchbau hinter einem hohen Baum im Bildzentrum, wie vom Blitz erhellt auf.
Anmerkung:
Bril hatte schon zu Lebzeiten, vor allem in Rom, viele Maler beeinflusst. Mit seinen Landschaftsbildern hatte er großen Erfolg, nachdem er zunächst in Lyon, in Antwerpen und schließlich im Vatikanspalast oder in Santa Cecilia in Trastevere wirken konnte. So übte er Einfluss aus auf Maler wie Adam Elsheimer (1574/78 –1610/20), Cornelis Van Poelenburgh (1594/95 – 1667) oder Bartholomeus Breenbergh (1599 – 1657). Er unterrichtete Schüler, wie etwa Agostino BuonamiciTassi (1578 – 1644), der später wiederum Lehrer von Claude Le Lorrain (1600 – 1682) wurde.
Spätestens 1582, während des Pontifikates Gregor XIII (1572 – 1585), kam er mit seinem Bruder Matthias in Rom an. Die frühe Literatur hebt zwei seiner Schaffensphasen hervor. Die erste Phase schließt das Ende des 16. Jahrhunderts und die ersten Jahre des nächsten Jahrhunderts ein: Sie ist charakteristisch durch die Auseinandersetzung mit ausschließlich flämischen Motiven. Anschließend wendet er sich der italienischen Stilistik zu, nach dem Vorbild Tizians (1485 – 1576) und dessen Umkreis. Dies erklärt, warum Paul Bril in seiner ersten Schaffensperiode dermaßen viele Parallelen zu seinen in Flandern arbeitenden Zeitgenossen aufweist, oder denen, die am Hofe von Prag, Wien oder München wirkten.
Literatur:
Vgl. Luigi Salerno, Pittori di paesaggio del Seicento a Roma, Bozzi 1977/78.
Vgl. Hanno Hahn, Paul Bril in Caprarola, in: Miscellanea Bibliothecae Hertzianae, Rom 1961, S. 308–323.
Vgl. Francesca Capelletti, Paul Bril e la pittura di paessaggio a Roma 1580–1630, Rom 2006. (1462338) (11)
Paul Bril,
ca. 1553/54 Antwerp – 1626 Rome
A pair of paintings
HILLY LANDSCAPE WITH RIDERS AND A SMALL TOWN IN THE VALLEY
and
WOODED LANDSCAPE IN A THUNDERSTORM ATMOSPHERE
Oil on canvas.
55 x 65.5 cm each.
Accompanied by an expert’s report by Professor Giancarlo Sestieri, Rome, 2002, in copy.
Literature:
cf. Luigi Salerno, Pittori di paesaggio del Seicento a Roma, Bozzi 1977/78.
cf. Hanno Hahn, Paul Bril in Caprarola, in: Miscellanea Bibliothecae Hertzianae, Rome 1961, pp. 308–323.
cf. Francesca Cappelletti, Paul Bril e la pittura di paesaggio a Roma 1580 – 630, Rome 2006.
This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.
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