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Möbel & Einrichtung
Donnerstag, 30. Juni 2022

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Paar museale Bronzefiguren des ausgehenden 18. Jahrhunderts

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Paar museale Bronzefiguren
des ausgehenden 18. Jahrhunderts

KNABE UND MÄDCHEN IM NATURKOSTÜM INDIANISCHER UREINWOHNERHöhe: 31 cm.
Gesamthöhe mit Sockel: 48 cm.
Frankreich, um 1790/ Anfang 19. Jahrhundert.

Katalogpreis€ 7.000 - 10.000 Katalogpreis € 7.000 - 10.000  $ 7,280 - 10,400
£ 6,300 - 9,000
元 48,930 - 69,900
₽ 380,100 - 543,000

 

Bronzevollguss, in Kaltarbeit fein ziseliert, brüniert. Beide Figuren auf original, rundgedrehten hölzernen Sockeln mit Marmorierung. Der Knabe steht breitbeinig mit „Lederstrumpf-Schuhen“ auf dem Sockel, trägt als Lendenschutz ein Löwenfell, das über den Rücken zieht. Gürtel und Schärpe mit eingebundenem Messer, an den Ohren Kreolenringe, das Haar zum Hinterkopf mit Federeinsatz zurückgebunden. Das Mädchen in betonter Kontrapoststellung, mit einem Federröckchen bekleidet. Schwere Perlenkette über dem Oberkörper; im Haar feinere Perlenketten, Band und von der Stirne hochziehender Federschmuck.

Die beiden Figuren sind ihrer Entstehungszeit entsprechend als Beispiele des positiven Interesses Europas an den Kolonialvölkern zu sehen. Der „Edle Wilde“ galt als Idealvorstellung vom unverdorbenen Naturmenschen. Der Philosoph Rousseau war neben zahlreichen Literaten ein Hauptvertreter des idealen Gedankens der Gleichstellung der Völker, ganz im Sinne einer paradiesischen Völkergemeinschaft. Ähnlich thematisierende Bronzefiguren finden sich daher vor allem auch auf französischen Pendulen seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. A.R. (1320443) (1) (11)

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