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Old Master Paintings - Part I
Thursday, 9 December 2021

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Niccolò Guardi, 1715 Venedig – 1786, zug.

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Niccolò Guardi,
1715 Venedig – 1786, zug.

DIE RIALTO-BRÜCKE VON NORDEN AUS GESEHEN Öl auf Leinwand.
114,7 x 74,9 cm.

Catalogue price€ 60.000 - 80.000 Catalogue price € 60.000 - 80.000  $ 72,000 - 96,000
£ 54,000 - 72,000
元 453,600 - 604,800
₽ 5,110,200 - 6,813,600

 

Die kontrastreich wiedergegebene Ansicht stimmt mit der linken Hälfte des Gemäldes von Canaletto weitestgehend überein, das sich früher in der Sommerresidenz von Elwood B. Hosmer in Montreal befand und 1725 von dem Sammler Stefano Conti aus Lucca in Auftrag gegeben wurde. Links ist die Ecke des Palazzo Civran zu sehen, an dessen Fuß sich der Fondaco dei Germani entlang des Ufers schlängelt; in der Mitte die Rialto-Brücke, rechts flankiert vom Palazzo dei Camerlenghi.
Das Werk zeigt in seiner Substanz das typisch Guardische in dem bräunlichen Ton der Palette und den schnellen Pinselstrichen auf grobem Fond, in dem von kontrastierenden Wolken bewegten Himmel und in der präzisen Definition der architektonischen Details. Obwohl die grundlegenden biografischen Informationen über Nicolò bekannt sind, blieb seine malerische Persönlichkeit sehr lange im Dunkeln, bis Succi eine Gruppe stilistisch ähnlicher Ansichten unter seinem Namen zusammenstellte. Nicolò wird 1790 als „Landschaftsmaler mit Namen“ und 1853 als „exquisiter Kammermaler“ erwähnt. Außerdem wissen wir, dass er in den 1850er-Jahren bereits ein sehr erfolgreicher Künstler gewesen sein muss, der ebenso bekannt war wie seine berühmteren Brüder, denn er war Anfang 30 und finanziell so gut gestellt, dass er es sich leisten konnte, ein Haus zu einem ziemlich hohen Preis zu mieten.

Da es keine Zeichnungen, signierten oder dokumentierten Werke des Malers gibt, hat Succi die Figur des Nicolò vedutista geschaffen, indem er ihm einige Gemälde im Stil der Guardis zuschrieb, die nicht der Hand des berühmteren Francesco zugeschrieben werden können – wie es Morassi vorgeschlagen hatte, der sie auf die jugendliche Aktivität des letzteren verwies, als er in der Werkstatt von Antonio war. Wir nehmen also an, dass es sich bei dem Maler um einen Vedutisten handelte, der in den 1740er-Jahren in der Werkstatt Guardis tätig war und die Grafiken von Canaletto und Marieschi studierte. (†) (1291411) (13)


Niccolò Guardi,
1715 Venice – 1786, attributed
THE RIALTO BRIDGE FROM THE NORTH Oil on canvas.
114.7 x 74.9 cm.

The high-contrast view largely coincides with the left half of a painting by Canaletto, which was formerly held at the summer residence of Elwood B. Hosmer in Montreal and was commissioned by the collector Stefano Conti from Lucca in 1725.
The present work is essentially typical for Guardi with its brownish colour palette, swift brushstrokes on a coarse background, the sky moved by contrasting clouds and precisely rendered architectural details. It can therefore be assumed that the artist was a veduta painter who was active in Guardi's workshop in the 1740s and studied the graphics of Canaletto and Marieschi. (†)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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