» Close

Our telephonists will contact you approximately 10 lot numbers before the lot that you are interested in is called up for sale. Please follow the livestream of our auction from 10 am on our auction day.

Confirm telephone bidding

 

Department

 

Impressionists & Modern Art
Thursday, 23 September 2021

» reset

Marie Laurencin, 1883 Paris – 1956 ebenda

548
Marie Laurencin,
1883 Paris – 1956 ebenda

JEUNE SEIGNEUR DEVANT SON PALAIS, 1932 Öl auf Leinwand.
27,2 x 41,2 cm.
Rechts oben signiert und datiert „Marie Laurencin, 1932“.
In barockisierendem vergoldetem Rahmen.

Catalogue price€ 50.000 - 70.000 Catalogue price € 50.000 - 70.000  $ 60,000 - 84,000
£ 45,000 - 63,000
元 378,000 - 529,200
₽ 4,258,500 - 5,961,900

 

Vor dem Dunkelgrün des Hintergrunds heben sich der junge Herr und sein Hund hell ab. Allein durch das Hinzufügen von zwei Farben ab, welche einerseits die Oberbekleidung und andererseits durch das Braun, seine Kopfbedeckung ausmachen wird die Figur zusätzlich differenziert. Sie gehen in Richtung einer einbogigen Brücke auf der linken Seite, die einen Fluss überspannt. Hinter ihnen ein synthetisch geformtes Gebäude, das einer Burg ähnelt, flankiert von zwei quadratischen Türmen. Die hellgrauen Volumen ähneln, stark vereinfacht, einer Reihe von Würfeln, deren durchbrochene Seiten Öffnungen zeichnen, Fenster ohne Rahmen, manchmal durch eine Farbe belebt, einen Vorhang oder eine Tür. Im Hintergrund entfaltet die Natur ihr Grün auf einem hügeligen Relief. Wie üblich versucht Marie Laurencin nicht, eine Landschaft nachzubilden, sondern sie zu evozieren, in den für sie typischen kühlen Farbnuancen, durch die die kulissenhaften Hintergründe an Tiefe gewinnen.
Die in Paris geborene Künstlerin begann zunächst als Porzellanmalerin in der Manufaktur Sèvres im Jahr 1901. Anschließend ließ sie sich in Paris weiter unterrichten, um schließlich an der Humbert Academy zu studieren, wo sie den Maler Georges Braque (1882-1963) kennenlernte. In dessen Kreis machte sie Bekanntschaft mit Pablo Picasso (1881-1973) und dem bekannten Autor und Dichter Guillaume Apollinaire (1880-1918), der sie adoptierte und sie in seine Kunsttheorie einschloss, aus der sich später der Kubismus entwickeln sollte. Trotz aller Einflüsse bewahrte sie ihren eigenen Stil. Ihre oftmals sehr poetischen Motive, wie etwa traumverlorene Mädchen, aber auch ihre zarten eleganten Bildformen, stimmen zusammen mit ihrem fast pastelligen Kolorit. 1907 stellte sie im Salon des Indépendants, in der Folge aber auch in den Salons von u.a. Rosenberg aus. Während des Ersten Weltkrieges weilte sie in Spanien und wurde vom Dada beeinflusst. Zwischen den Weltkriegen feierte sie ihre großen Erfolge als Portraitistin, geschuldet vor allem ihrem einzigartigen Stil mit einem hohen Wiedererkennungswert und kühlen Farben. Für die Bühne produzierte sie Bühnenbilder, etwa für die Ballets Russes oder die Comédie Française. (†) (12813012) (13)


Marie Laurencin,
1883 Paris – 1956 ibid.
JEUNE SEIGNEUR DEVANT SON PALAIS, 1932
Oil on canvas.
27.2 x 41.2 cm.
Signed and dated “Marie Laurencin, 1932” on top right. (†)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

THIS MIGHT BE OF INTEREST TO YOU

HAMPEL FINE ART AUCTIONS — one of the leading auction houses in Europe