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Thursday, 2 April 2020

Old Master Paintings Part II

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Luca Carlevaris, 1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig
Detailabbildung: Luca Carlevaris, 1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig
Detailabbildung: Luca Carlevaris, 1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig
Detailabbildung: Luca Carlevaris, 1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig
Detailabbildung: Luca Carlevaris, 1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig
Detailabbildung: Luca Carlevaris, 1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig

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Luca Carlevaris,
1663/65 Udine – um 1729/31 Venedig

HAFENVEDUTE MIT SEGELSCHIFFEN, MAUERTURM UND PERSONENSTAFFAGE Öl auf Leinwand.
89,4 x 114 cm.
Monogrammiert auf einem Gepäckballen rechts unten im Bild „L.C.“.

Catalogue price€ 20.000 - 25.000 Catalogue price € 20.000 - 25.000  $ 22,200 - 27,750
£ 16,800 - 21,000
元 156,200 - 195,250
₽ 1,413,800 - 1,767,250

 

Dem Gemälde ist eine ausführlich dokumentierte Expertise von Prof. Giancarlo Sestieri vom 3. Februar 2020, Rom, in Kopie beigegeben. Dort werden Vergleichsbeispiele genannt, wie etwa das Gemälde „Paesaggio con Porto di Mare“, das sich in der Accademia Carrara in Bergamo befindet, oder „Porto di Mare“ in einer Privatsammlung in Padua, aber auch Calevaris Werk „Pasesaggio con Monumento et Arco Romano“, in Besitz der Credito Artigiano di Milano, ferner „Porto con Ponte et torre“ in der selben Sammlung. Schließlich wird im Gutachten zum Vergleich auch das Gemälde „Veduta con Porto Fortificato et Arsenale“ der Sammlung der Banca Del Friuli aufgeführt (1998 Katalog, S. 108-126). Im Gutachten wird die Entstehung des Bildes in den Anfang der 90er-Jahre des 17. Jahrhunderts gesetzt. Laut beiliegendem Gutachten ist das Gemälde unveröffentlicht, jedoch für den Katalog geplant.

Das großformatige Gemälde lässt sich in eine umfangreiche Serie von Landschaften und Hafenansichten einordnen, die der Meister Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts schuf. Ob seine Hafenansichten auch Resultat einer Romreise sind, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, da Giovanni A. Moschini 1806 eine solche zwar erwähnte, diese aber bis heute noch nicht dokumentiert werden konnte.
Das Gemälde gibt einen nahezu bühnenhaft beleuchteten Blick auf den Hafen im Vordergrund, die aus Steinen errichtete Mole vor einem hohen Mauerturm mit Zinnen im Mittelgrund und die ruhige Meeresoberfläche in leuchtendem Blau, in der sich die drei Schiffe mit Masten und Segeln spiegeln, vor dem Hintergrund eines Wolkenhimmels, von rechts im Spätlicht beleuchtet. Den Ausblick rahmende Elemente sind die Repoussoirbäume links, und etwas niedriger rechts im Bild. Auf der Bühnenebene, nahezu im Zentrum, eine Personengruppe mit einem Jüngling mit Federturban, rotem Umhang und Lanze neben seinem Diener, der vor ihm kniet. Für den Meister typisch ist die, im Gegensatz zu gleichen Bildthemen früherer Epochen, nur spärlich und gezielt eingesetzte Personenstaffage. So finden wir links ein weiteres Paar, ebenfalls orientalisch gekleidet, rechts dagegen, nahe am Bildrand ein Herr in grauer Allongeperücke, rotem Wams und dunkler Kleidung, der wie der jugendliche Orientale im Bildzentrum in auffälliger Weise Blickkontakt zum Betrachter aufnimmt. Es ließe sich darüber spekulieren, in wie weit die hier gezeigten Figuren mit der Auftragsvergabe in Verbindung standen. Weitere Hafenarbeiter sind damit beschäftigt, Bündel und Pakete zu tragen.

Der Meister hatte laut dem frühen Biografen Pellegrino Antonio Orlandi (1704) keinen besonderen Lehrer, sondern erwarb seine Kenntnisse bei verschiedenen Meistern, unter denen möglicherweise Johann Heintz (um 1580-1635) eine Rolle gespielt haben könnte, der sich um 1678 in Venedig aufhielt. Ein Aufenthalt in Rom könnte erklären, dass Calevaris Werke etwa auch von van Laer (1592/1599) und Cerquozzi (1602-1660) beeinflusst worden sein könnten. Ferner wird auch ein Einfluss des Holländers Gaspar van Wittel (1653-1736) angenommen. Seine früh erkannte Bedeutung hat auch zu der Ansicht geführt, er könnte ein Lehrer von Giovanni Antonio Canal (1697-1768) gewesen sein.

Literatur:
Ausstellungskatalog: Isabella Reale, Bernard Aikema, Luca Carlevarijs e la veduta veneziana del Settecento, Padua 1994.
Filippo Pedrocco, Canaletto und die venezianischen Vedutisten, Florenz 1995, S. 9-17.
Aldo Rizzi, Luca Carlevarijs, Venedig 1967. (1221691) (v3) (11)


Luca Carlevaris,
1663/65 Udine – 1729/31 Venice
HARBOUR SCENE WITH SAILING BOATS, TURRET AND FIGURE STAFFAGE Oil on canvas.
89.4 x 114 cm.
Monogrammed “L.C.” on luggage bale lower right.

A copy of the detailed expert´s report by Professor Giancarlo Sestieri dated 3 February 2020, Rome, is enclosed. The report lists examples of comparison such as the painting Paesaggio con Porto di Mare (Landscape with Harbour) held at the Accademia Carrara in Bergamo or Porto di Mare (Harbour Scene) held in a private collection in Padua or Carlevaris´ painting Pasesaggio con Monumento et Arco Romano (Landscape with Monument und Roman Arch) held at the Credito Artigiano di Milano and also Porto con Ponte et torre (Harbour with Bridge and Tower) held at the same collection. Finally the report also notes as an example of comparison the painting Veduta con Porto Fortificato et Arsenale (Vista with Harbour Fortifications and Armoury) held at the collection of the Banca Del Friuli (1998 catalogue, p. 108-126). It dates the painting's creation to the early 1690s. According to the enclosed report the painting has not yet been published but is planned to be included in the catalogue.

The large-format painting is in line with an extensive series of landscapes and harbour vistas, which the master created in the late 17th and early 18th century.

Literature:
I. Reale, Bernard Aikema, Luca Carlevarijs e la veduta veneziana del Settecento, exhibition catalogue, Padua 1994.
F. Pedrocco, Canaletto und die venezianischen Vedutisten, Florence 1995, pp. 9-17.
A. Rizzi, Luca Carlevarijs, Venice 1967.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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