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Old Master Paintings – Part I
Thursday, 4 December 2025

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Josef Heintz d. J., um 1600 Augsburg – um 1678 Venedig

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Josef Heintz d. J.,
um 1600 Augsburg – um 1678 Venedig

REGATTA AUF DEM CANAL GRANDEÖl auf Leinwand.
60,5 x 91 cm.
In marmoriertem Profilrahmen.

Catalogue price € 90.000 - 120.000 Catalogue price € 90.000 - 120.000  $ 105,300 - 140,400
£ 78,300 - 104,400
元 740,700 - 987,600
₽ 8,079,300 - 10,772,400

 

Joseph Heintz d.J., der auf vielfigurige Innen- und Außenszenen spezialisiert war, bei denen er auf die kontrastreiche Beleuchtung stets ein Hauptaugenmerk legte, muss es eine Freude gewesen sein, diese Komposition vor dem Markusplatz und dem Dogenpalast auszuführen, konnte er doch hier eine Komposition von perspektivisch angelegter Architektur und geschickter Figurenstaffage mit individuellen Szenen verbinden. Bereits 1625 arbeitete Heintz in Venedig und auch in Rom. 1632 arbeitete er in Venedig für die Kirche San Fantino, zwischen 1634 und 1639 schrieb er sich bei der Fraglia dei pittori ein. Zwischen 1648 und 1649 malte er „Ingresso del patriarca Federico Corner a San Pietro di Castello“, „Caccia ai tori in campo San Polo“ und „Il fresco in barca“ (Museo Correr, Venedig) und immer wieder finden wir Bezüge auf Stiche von Jacues Callot (1592 – 1635) und Pieter Brueghel d. Ä. (um 1525 – um 1569) und deren Figurenauffassung, was auf unserem Bild nur wenig augenfällig ist. Summarisch sind die Bewegungen der Gondoliere, die mit ihren Booten vorbeiziehen an den festlich geschmückten Palästen und die im Canal Grande einen Bogen zu beschreiben im Begriff sind.

Joseph Heintz d. J. war Sohn des Joseph Heintz d. Ä. (1564 – 1609) und war ab 1617 in der Werkstatt von dessen Schüler Matthäus Gundelach (um 1566-um 1653) tätig. 1621, bevor es Heintz nach Italien zog, besuchte er vermutlich auch die Werkstatt des bekannten Buchmalers Johann Matthias Kager (1575 – 1634), der bereits Schüler von Hans Rottenhammer in Venedig war. Bereits 1625 war Heintz nachweislich in Italien tätig, namentlich in Venedig und Rom, und führte sogenannte „capricciosissimi“ aus – also dramatische Gemälde, in denen Ungeheuer mit Heldendarstellungen kombiniert wurden. Im Jahr 1632 hielt er sich in Venedig auf, wovon das Votivaltarbild in der Kirche San Fantino zeugt. Von 1634 bis 1639 war er in der Zunft (Fraglia) der Maler eingeschrieben. Am 30. November 1655 wurde er gemeinsam mit Nicolas Régnier (1590 – 1667) beauftragt, die Sammlung von Giovanni Pietro Tiraboschi zu schätzen. Im Jahre 1663 gab Graf Czernin, Bevollmächtigter von Kaiser Leopold I, mehrere Werke bei ihm in Auftrag.

Literatur:
Vgl. Rodolfo Pallucchini, La pittura veneziana del Seicento, Bd. II, Alfieri Editore, 1981, S. 627.
Vgl. Daniele D'Anza. Appunti sulla produzione festiva di Joseph Heintz il Giovane. Opere autografe e di Bottega, 2006. (1462308) (13)




Josef Heintz the Younger,
ca. 1600 Augsburg – ca. 1678 Venedig

REGATTA ON THE GRAND CANAL

Oil on canvas.
60.5 x 91 cm.

Josef Heintz the Younger specialised in multi-figure interior and exterior scenes, in which he always placed a strong emphasis on contrasting effects of light. He must have taken pleasure in executing this composition, set before Saint Mark’s Square and the Doge’s Palace, as it allowed him to unite a perspectivally arranged architectural setting with a skilfully composed arrangement of figures in individual scenes.

Literature :
cf. Rodolfo Pallucchini, La pittura veneziana del Seicento, vol. II, Milan 1981, p. 627.
Cf. Daniele D’Anza, Appunti sulla produzione festiva di Joseph Heintz il Giovane. Opere autografe e di Bottega, 2006.

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