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Wednesday, 25 September 2019

Old Master Paintings Part I

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Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 
Detailabbildung: Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 
Detailabbildung: Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 
Detailabbildung: Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 
Detailabbildung: Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 
Detailabbildung: Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 
Detailabbildung: Joan de Burgunya, genannt „Meister von San Felix“, 1470 – 1535/40, zug. 

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Joan de Burgunya,
genannt „Meister von San Felix“,
1470 – 1535/40, zug. 

URTEIL DES SALOMON Öl auf Holz. 116 x 80 cm. In gefasstem gotisierendem Rahmen. 

Catalogue price€ 15.000 - 20.000 Catalogue price € 15.000 - 20.000  $ 17,100 - 22,799
£ 13,350 - 17,800
元 117,150 - 156,200
₽ 1,074,150 - 1,432,200

 

Anbei ein Gutachten von José M. Rodríguez Azcarate, o. J. Pamplona, welcher das vorliegende Werk auf ca. 1525-1560 einordnet und den katalanischen Stil hervorhebt. Er kommt zu dem Schluss, dass der Handel mit fremden Ländern, etwa mit Deutschland, sich in der Kunst, wie in dieser Bildtafel ebenfalls niederschlägt, etwa durch Holzschnitte, welche von Albrecht Dürer (1471-1528) überall in Europa kursierten und gesammelt wurden. Als Maler dieses Bildwerks schlägt Rodríguez Azcarate den hier genannten Meister von San Felix vor, dessen Werke etwa in Girona zu finden sind.

Ein perspektivisch korrekt dargestellter Fliesenboden, in polychromer Glasur mit ornamentaler Auffassung, dient dem Betrachter als einleitendes Mittel für die biblische Szenerie, die Salomon auf seinem Thron sitzend darstellt. Die Darstellung geht zurück auf das Erste Buch der Könige 3,16 „Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn und die eine Frau sprach ’Ach mein Herr, ich und diese Frau wohnten in einem Hause und ich gebar bei ihr im Hause und drei Tage nachdem ich geboren hatte, gebar auch sie und wir waren beide beieinander und kein Fremder war mit uns im Haus, nur wir beide, und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht, denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als meine Magd schlief, und legte ihn in ihren Arm und ihren toten Sohn legte sie in meinen Arm. Als ich des morgens aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot aber am Morgen sah ich ihn genau an und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte“. Als die andere dementierte, sprach der König „Holt mir ein Schwert, teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hälfte und jener die Hälfte“, der Frau jedoch, welche auf das Kind verzichten wollte, um es am Leben zu lassen, gab der König das Kind lebendig. Dargestellt wird jedoch nicht nur die finale Möglichkeit, in welcher die, hier in rot gewandete Mutter das lebendige Kind trägt, sondern auch die zweite Möglichkeit, welche durch das Salomonische Urteil abgewehrt wird, nämlich die, dass das Kind getötet wird und so am Boden zu den Füßen des Salomon liegt, während sich sein Blut über dem Fußboden ergießt. Alters- und Gebrauchssp., rest., minimal besch. Am Sockel des Throns in gotischen Minuskeln die Namensnennung des Herodes (vermutlich sekundär).   (12014245)  (13)


Joan de Burgunya,
also known as “Master of San Felix”,
1470 – 1535/40, attributed
THE JUDGEMENT OF SOLOMON Oil on panel.
116 x 80 cm.
In polychrome Gothic-style frame.

Accompanied by an expert’s report by José M. Rodríguez Azcarate, n.y. Pamplona, who dates the present painting to ca. 1525-1560 and notes its Catalan style. He concludes that trade with foreign countries such as Germany would have influenced local art as is also reflected in the present panel painting. Wood engravings by Albrecht Dürer (1471-1528), for instance, circulated all around Europe and were collected. As the creator for this painting Rodríguez Azcarate suggests the Master of San Felix, whose works can, for example, be found in Girona.

Signs of ageing and wear, restored, with minimal damage. Gothic minuscule on the base of the throne with name “Herodes” (probably of a later date). 

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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