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Old Master Paintings – Part I
Thursday, 4 December 2025

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Jan Brueghel d. J. (1601 – 1678) und Peeter van Avont (1600 – 1652)

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Jan Brueghel d. J. (1601 – 1678) und
Peeter van Avont (1600 – 1652)

DIE FÜNF SINNEÖl auf Holzplatte. Parkettiert.
66,5 x 106,5 cm.
In dekorativem Rahmen.

Catalogue price € 120.000 - 180.000 Catalogue price € 120.000 - 180.000  $ 140,400 - 210,600
£ 104,400 - 156,600
元 987,600 - 1,481,400
₽ 10,772,400 - 16,158,600

 

Beigegeben ein Gutachten von Dr. Klaus Ertz, Freren, 22. April 1987, in Kopie.

In einem großen, wertvoll ausgestatteten Innenraum sitzen an einem, mit weißem Tischtuch belegten, reich gedeckten Tisch vier Frauen, die jeweils ein Sinn personifizieren. Links sitzend der „Geschmackssinn“, zu erkennen an den Früchten zu ihren Füßen und an den drei Putti, von denen der Vorderste Wein einschenkt und der Mittlere eine Pastete auf seinen Armen herbeibringt. Daneben in einem schwarzen Kleid die Personifikation des „Geruchsinns“, über der ein Putto schwebt mit einem Blumenkranz, den er ihr entgegenhält und nach dem sie mit ihrer rechten Hand greift. Die dritte Frau, der „Gehörsinn“, wird verkörpert durch eine Laute spielende nackte Nymphe, vor ihr zwei Putti, die ein Notenbuch in ihren Händen halten. Die vierte Personifikation, die Verkörperung des „Gesichtssinnes“ wird in Rückenansicht auf einem Stuhl am Tisch dargestellt, während ihr Blick nach links oben auf zwei weitere schwebende Putti gerichtet ist, von denen einer einen Spiegel in den Händen hält. Abseits dieser Tischszene ist am unteren linken Bildrand die liegende nackte Venus dargestellt, als Personifikation des „Gefühlssinns“, während ihr rechter Arm auf einem großen weißen Kissen unter ihrem Kopf liegt, umarmt und liebkost sie den kleinen Amor in ihrem linken Arm. Zu Füßen der Venus liegen am Boden mehrere gefertigte Waffen und Rüstungsteile als Verweis auf ihren Gatten Vulkan. Am rechten Bildrand schließlich ein Globus, verschiedene am Boden liegende Musikinstrumente neben Notenbüchern, dahinter ein Buffet mit darauf abgestellten wertvollen goldenen und silbernen Prunkgefäßen. Über dem Buffet schließlich ein großes Gemälde mit der Darstellung des Sündenfalls im Paradies.

Laut Ertz stammt das Gemälde von Jan Brueghel d. J., während er die Figurenstaffage Peeter van Avont zuordnet. Ertz nennt zahlreiche Vergleichsbeispiele von einer Zusammenarbeit Jan Brueghels d. J. mit anderen Malern, darunter auch Peeter von Avont. Zeitlich ordnet er das Gemälde um 1630 – 1635 in Antwerpen ein. Teils rest.

Literatur:
Vgl. Klaus Ertz, Jan Brueghel d. J. Die Gemälde mit kritischem Oeuvrekatalog. Flämische Maler im Umkreis der Großen Meister, Band I, Freren 1984.

Ausstellungen:
Clemens Sels Museum Neuss, 1993 bis 2003, als Leihgabe aus Privatbesitz.
Das niederländische Kabinettbild des 17. Jahrhunderts. Flämische und holländische Meister aus Privatbesitz, Ausstellung des Kunstvereins Grevenbroich e.V. Haus Hartmann am Alten Schloß, 7. November – 28. November 1993, Kat. Nr. 5. (1462211) (18)



Jan Brueghel the Younger (1601 – 1678) and
Peeter van Avont (1600 –1652)

THE FIVE SENSES

Oil on panel. Parquetted.
66.5 x 106.5 cm.

Accompanied by an expert’s report by Dr Klaus Ertz, Freren, 22 April 1987, in copy.

According to Ertz, the painting is by Jan Brueghel the Younger, with the figural staffage attributed to Peeter van Avont. Dr Ertz cites numerous examples of comparison of collaborations between Jan Brueghel the Younger and other artists, including Peeter von Avont. He situates the painting in Antwerp, ca. 1630 – 1635.

Literature:
cf. Klaus Ertz, Jan Brueghel d. J. Die Gemälde mit kritischem Oeuvrekatalog. Flämische Maler im Umkreis der Großen Meister, vol. I, Freren 1984.

Exhibitions:
The painting was on public display for over ten years at the Clemens Sels Museum, Neuss.
Das niederländische Kabinettbild des 17. Jahrhunderts. Flämische und holländische Meister aus Privatbesitz, exhibition by the Kunstvereins Grevenbroich e.V. Haus Hartmann am Alten Schloß, 7 November – 28 November 1993, cat. no. 5.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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