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Old Master Paintings - Part I
Thursday, 24 June 2021

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Jacopo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396

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Jacopo di Mino del Pellicciaio,
1315/19 Siena – vor 1396

MADONNA MIT DEM KINDE Tempera auf Pappelholz.
100,5 x 52 cm.
Ungerahmt.

Catalogue price€ 20.000 - 30.000 Catalogue price € 20.000 - 30.000  $ 24,000 - 36,000
£ 18,000 - 27,000
元 154,200 - 231,300
₽ 1,805,800 - 2,708,700

 

Beigegeben ein Gutachten von Emilio Negro vom 16. Dezember 2003, in Kopie. Negro, der in seiner Ausführung die Maße der Darstellung (82 x 51 cm), nicht aber die Maße des Malgrundes nennt, weist nicht nur auf die unten genannten Details hin, sondern nennt auch Vergleichsbeispiele, welche seine Zuschreibung stützen. So findet sich der Korallenanhänger bereits im Frühwerk des Malers wieder („Madonna mit dem Kinde“, 1342, Chiesa di San Martino, Sarteano), weitere als vergleichbar empfundene Gemälde nennt Negro in der Pinacoteca Nazionale zu Siena („Polyptychon mit der Mystischen Vermählung der Heiligen Katharina“).
 
In den Anfangsjahren folgte der Maler Abrogio Lorenzetti (1290-1348) und später Simone Martini (1284-1344) und wirkte in Siena und Umbrien. Sein erstes datierbares Werk ist die „Madonna col Bambino“ von 1342 in der Chiesa di San Martino in Sarteano.

Hochrechteckiger Bildträger mit oben getrepptem, konisch zulaufendem Abschluss. Bildfläche mittels eines (partiell verlustigem) Pastiglia-Bogens nach oben hin begrenzt, wie es bei dem genannten vergleichbarem Polyptychon noch heute vollständig mit Architekturrahmung zu sehen ist. Darunter, über punziertem Goldgrund, von floral-ornamental punzierten Gloriolen bekrönt, die halbfigurig dargestellte Maria in ihrer Linken das Jesuskind haltend. Ein weißer Schleier und ein rotes Untergewand mit Goldspitzenbordüren schauen unter dem blauen Übergewand hervor. Das Jesuskind mit ähnlichem Gewand trägt eine Korallenkette und hält in seiner Rechten einen Vogel, welcher sinnfällig vor dem roten Untergewand Mariens platziert ist. Seine rote Zeichnung im schwarzen Gefieder ist traditionell in Zusammenhang zu sehen mit der Passion Christi. Es ist nicht nur so, dass die rote Koralle als Anhänger den Kindern Schutz bringen sollte, es war auch Symbol für die Plazenta – so auch das rote Unterkleid Mariens. Dergestalt verstand es der Maler der hier angebotenen Tafel, Geburt und Tod Christi miteinander bildlich zu verknüpfen. Besch. Rest.

Literatur:
Zur Plazentasymbolik in Darstellungen von Maria mit dem Kinde: Ralph Frenken, Symbol Plazenta: Pränatalpsychologie der Kunst, Wiesbaden 2016, S. 238 ff. (1150601) (13)


Jacopo di Mino del Pellicciaio,
1315/19 Siena – before 1396
MADONNA AND CHILD
Tempera on poplar panel.
100.5 x 52 cm.
Unframed.

A copy of the expert’s report by Emilio Negro, dated 16 December 2003, is enclosed. It lists comparable examples supporting his attribution. The coral pendant can already be found in an early work by the artist (Madonna and Child, 1342, Chiesa di San Martino, Sarteano) and Negro also lists further similar works held at the Pinacoteca Nazionale in Siena (Polyptych of Mystical Marriage of Saint Catherine).

Literature:
Regarding placenta symbolism in depictions of the Holy Virgin and Child, please see: R. Frenken, Symbol Plazenta: Pränatalpsychologie der Kunst, Wiesbaden 2016, pp. 238.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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