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Old Master Paintings
Thursday, 9 December 2021

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Hendrik Frans van Lint, 1684 Antwerpen – 1763 Rom

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Hendrik Frans van Lint,
1684 Antwerpen – 1763 Rom

KLASSISCHE LANDSCHAFT MIT DEM TEMPEL DER SYBILLA Öl auf Leinwand. Doubliert.
83 x 141 cm.
In vergoldetem Prunkrahmen.

Catalogue price€ 40.000 - 50.000 Catalogue price € 40.000 - 50.000  $ 48,000 - 60,000
£ 36,000 - 45,000
元 302,400 - 378,000
₽ 3,406,800 - 4,258,500

 

Beigegeben eine Expertise von Dario Succi, Gorizia, ohne Datum (in Kopie vorliegend).

Von erhöhtem Standpunkt Blick auf eine herrliche Ideallandschaft, eingetaucht in ein klares Morgenlicht, unter hohem Himmel mit großen weißen Wolkenformationen. In der Mitte des Vordergrunds, eingerahmt jeweils links- und rechtsseitig von hohen begrünten schmalen Bäumen, die in den Himmel reichen, eine Gruppe von Frauen vor einem Podest mit Steinvase im Gespräch, vor sich am Boden eine Schale mit Trauben und eine stehende Amphore. Rechtsseitig ein bärtiger Mann in einfacher Kleidung, der auf seinem Kopf einen Korb mit herabhängenden Weintraubenrispen heranträgt. Linksseitig führt eine alte römische Brücke über einen breiten blauen Fluss, der sich zum Horizont schlängelt und dabei zunehmend die helle Farbigkeit des Himmels annimmt; an seinen Ufern rechtsseitig eine kleine Stadt, während auf der linken Seite ein herrschaftliches Gebäude und ein Rundturm zu erkennen sind. Auf der Brücke selbst eine reitende Dame im Gespräch mit einem Mann sowie eine weitere Figur. In der Mitte auf einem Hügel ein mittelalterliches Dorf mit runden Türmen, einem Tor und dem Marmortempel der Sybilla. Im Hintergrund zudem die Profile der türkisfarbenen Berge am Horizont. Klassische Landschaft, in der der Bezug zu Claude Lorrains (1600-1682) Erfindungen spürbar ist und von dem einige Elemente aufgegriffen werden, einschließlich der charakteristischen römischen Brücke, die parallel zur Beobachtungsebene angeordnet ist, um die Landschaftsöffnung zu verstärken. Malerei in zurückhaltender Farbgebung, die zusammen mit der Komposition Harmonie und Ruhe ausstrahlt. Wenige Retuschen.

Anmerkung:
Als Sohn des Malers Pieter van Lint (1609-1690) erhielt er seine künstlerische Ausbildung durch den Meister Pieter van Bredael (1629-1719), der sein Interesse an der römischen Landschaftsmalerei weckte und ihn veranlasste, nach Italien zu gehen. Um 1700 ließ sich der Künstler in Rom nieder. Er arbeitete im Atelier des Gaspar van Wittel (1653-1736), dem erfolgreichsten und gefragtesten Landschaftsmaler der Zeit. Um 1715 wurde van Lint in die „Schildersbent“ von Rom aufgenommen, eine Art lokale Gilde, die 1627 von einer Gruppe Nordländer gegründet wurde. In seiner bildnerischen Produktion, die sich hauptsächlich auf die Ansichten von Rom und der Landschaft des Latium konzentrierte, spielten die vom Klassizismus von Claude Lorrain (1600-1682) inspirierten Ansichten eine relevante Rolle. (1291701) (18)


Hendrik Frans van Lint,
1684 Antwerp – 1763 Rome
CLASSICAL LANDSCAPE WITH TEMPLE OF SYBILOil on canvas. Relined.
83 x 141 cm.

Accompanied by an expert’s report by Dario Succi, Gorizia n.d. (copy enclosed).

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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