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Wednesday, 26 September 2018

14th - 18th Century Paintings

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Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Detailabbildung: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Detailabbildung: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Detailabbildung: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Detailabbildung: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Detailabbildung: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Detailabbildung: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.
Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.

Lot 656 / Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.

Details: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug. Details: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug. Details: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug. Details: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug. Details: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug. Details: Hans Memling, um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.

656
Hans Memling,
um 1433 Seligenstadt – 1494 Brügge, zug.

BILDNIS EINES JUNGEN MANNES MIT KAPPE Öl auf Holz.
32,5 x 23,5 cm.

Catalogue price€ 70.000 - 90.000 Catalogue price € 70.000 - 90.000

 

Memlings Werk lässt erkennen, dass er sich an Arbeiten Rogier van der Weydens (1400-1464) orientiert hat, vielleicht unter seiner Anleitung arbeitete. Jedoch zeigen sich seine Werke in milderer Ausdrucksform, die Figuren weniger lang gestreckt, die Gesichter anmutiger. Auch Einflüsse des Jan von Eyck (1390-1441) lassen sich in seinen Werken erkennen.

Das Bildnis zeigt den jungen Mann in Körperhaltung nach links, der Kopf geneigt, nur in Dreiviertelansicht mit Blick nach links in die Ferne. Der Mund mit sensiblen Lippen wiedergegeben, geschlossen, die Augen aufmerksam, aber leicht verinnerlicht. Das dunkle Haar zieht rechts den Nacken herab, bedeckt durch eine Kappe, einer typischen Hutmode der Zeit, wobei einige Haare in die Stirn hineinziehen. Kinn und Wangen rundgezogen geben dem Gesicht insgesamt eine weiche Formulierung, die ganz dem Malstil Memlings entspricht. Über dem auberginfarbenen Wamstkragen ein dunkelgrüner, an den Ärmeln leicht gepuffter Überrock, dessen oberer Saum mit spiraliger Bordüre dekoriert ist. Hier zieht sich ein Pelzkragen über die Schulter.
Der Hintergrund zeigt eine nach rechts ansteigende Hügellandschaft mit Büschen und Bäumen bewachsen, links im Tal die Gebäude eines Städtchens mit Kirche und höher stehendem Gebäude in Art eines Rundtempels mit Kuppel und Laterne. Rechts im Bild eine Burganlage mit Ecktürmen, die mit Zinnen und Haube bekrönt sind.

Das Gemälde ist durchaus vergleichbar mit ähnlichen männlichen Portraitbildnissen, etwa dem Bildnis eines Mannes (um 1470/75) Frick Collection, New York, wo wir in ähnlicher Weise Landschaft und Turm im Hintergrund finden. Auch das Portrait eines Mannens mit einer römischen Medaille, das sich im Königlichen Museum in Antwerpen befindet, entstanden um 1480 (31 x 23,2 cm) weist Ähnlichkeit mit unserem vorliegendem Gemälde auf, auch hier trägt der Portraitierte eine Kappe der nämlichen Art.

Untersuchungsbericht:
Dem Gemälde ist ein naturwissenschaftlicher Untersuchungsbericht von Prof. Manfred Schreiner, Wien, ausgeführt Mai 2018, beigegeben. Im Fazit des Berichtes wird vermerkt "Zusammenfassend kann festgestellt werden, das in dem Tafelgemälde "Portrait eines jungen Mannes", datiert in die Zeit Hans Memling (1433-1494), 32,5 x 23,5 cm, überwiegend Farbmittel nachzuweisen sind, welche seit der Antike bekannt und in der europäöischen Malerei in Verwendung sind: Bleiweiß, Zinnober, roter Ocker, Umbra und Kreide. Typisch für ein Gemälde des 15. Jh. ist auch der Nachweis von Blei-Zinngelb, jedoch ist in diesen grün erscheinenden Himmelspartien auch Kobaltblau nachzuweisen, welches erst ab dem 19. Jh. in der Malerei Verwendung findet" Demgemäß ist nicht auszuschließen, dass das Gemälde in späterer Zeit überarbeitet wurde. (1150841) (11)


Hans Memling,
ca. 1433 Seligenstadt – 1494 Brugge, attributed

PORTRAIT OF A YOUNG MAN WITH CAP

Oil on panel.
32.5 x 23.5 cm.

Pigment analyses by Prof. Manfred Schreiner, Vienna, May 2018, enclosed, defining mainly colourants, which are known since ancient times as well as colourants from the 19th century.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.