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Old Master Paintings – Part I
Thursday, 4 December 2025

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Giuseppe Bernardino Bison, 1762 Palmanova – 1844 Mailand

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Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Mailand

DER TRIUMPHALE EMPFANG NAPOLEONS IN
VENEDIG 1807
Öl auf Leinwand.
51 x 84,2 cm.

Catalogue price € 80.000 - 100.000 Catalogue price € 80.000 - 100.000 (†)  $ 93,600 - 117,000
£ 69,600 - 87,000
元 658,400 - 823,000
₽ 7,181,600 - 8,977,000

 

Napoleon Bonaparte stand 1807 auf dem Höhepunkt seiner Macht. Russland hatte er besiegt, mit dem Zaren Alexander I ein Bündnis geschlossen und damit Preußen geschwächt. Im selben Jahr endete mit dem Beginn der französischen Herrschaft die Republik Venedig. Dies feierte Napoleon vom 28. November bis zum 8. Dezember mit seinem Einzug die Lagunenstadt. Ein gewaltiger hölzerner Triumphbogen wurde errichtet, der Imperator zog auf einer Gondel in Venedig ein, von unzähligen geschmückten Schiffen begleitet.
Giuseppe Borsato (1770–1849) und viele andere Maler haben das Ereignis dokumentiert. Hier hat Giuseppe Bison einen Betrachterstandpunkt abseits der Hauptansichten Venedigs eingenommen, und damit einen selteneren Einblick verschafft. Mit der Kabinengondel im Bildzentrum ist wohl die des Herrschers gemeint, gefolgt von einer unübersehbaren Fülle weiterer Schiffe, während die Ufer und Fenster mit Schaulustigen besetzt sind.

Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus, er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87–1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697–1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Mit seinen Venedigveduten begründete Bison ein kommerzielles Genre, um der Nachfrage von Touristen und Sammlern nachzukommen. Neben zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Gian Antonio Selva zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte Werke von Francesco Guardi (1712–1793) und Gian Domenico Tiepolo (1727–1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.

Provenienz:
Cohen & Sons, London.
Sotheby’s London, 24. Juni 1970, Lot 49 (als G. B. Bison).
Dort erworben von Georges Bernier (1911 – 2001), Paris.
Trafalgar Galleries, London, August 1978.
Dort erworben von letztlichem Besitzer.

Literatur:
Vgl. Lina Urban, Processioni e feste dogali, Vicenza 1998.
Timken Museum of Art (Hrsg.), Gallery Guide. European paintins, American paintings and Russian Icons in the Collection of the Putnam Foundation, San Diego 1991, S. 10 (abgebildet als Giacomo Guardi).
Filippo Pedrocco, Visions of Venice. Paintings of the 18th Century, London 2002, S. 220 f. mit Farbreproduktion S. 14 und 222 f. (als Giacomo Guardi).

Ausstellungen:
Timken Museum of Art, San Diego, Leihgabe 1987 – 2001. A.R. (1462332) (11)



Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Milan

NAPOLEON’S TRIUMPHANT RECEPTION IN VENICE IN 1807

Oil on canvas.
51 x 84.2 cm.

Provenance:
Cohen & Sons, London.
Sotheby’s London, 24 June 1970, lot 49 (as G. B. Bison).
Acquired there by Georges Bernier (1911 – 2001), Paris.
Trafalgar Galleries, London, August 1978.
Acquired there by previous owner.

Literature:
cf. Lina Urban, Processioni e feste dogali, Vicenza 1998.
Timken Museum of Art (ed.), Gallery Guide. European paintings, American paintings and Russian Icons in the Collection of the Putnam Foundation, San Diego 1991, p. 10 (ill. as Giacomo Guardi).
Filippo Pedrocco, Visions of Venice paintings of the 18th Century, London 2002, p. 220f., with ill. in colour on p. 14 and 222f. (as Giacomo Guardi).

Exhibitions:
Timken Museum of Art, San Diego, loan 1987– 2001.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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