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Gemälde Alte Meister - Teil I
Donnerstag, 31. März 2022

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Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562

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Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562
Detailabbildung: Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562
Detailabbildung: Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562
Detailabbildung: Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562
Detailabbildung: Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562
Detailabbildung: Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562
Girolamo Romanino, 1484/87 – 1562

262
Girolamo Romanino,
1484/87 – 1562

ECCE HOMO ZWISCHEN APOSTEL UND
EINEM FOLTERKNECHT
Öl auf Leinwand.
86 x 76 cm.

Katalogpreis € 50.000 - 70.000 Katalogpreis€ 50.000 - 70.000  $ 54,000 - 75,600
£ 45,000 - 63,000
元 391,000 - 547,400
₽ 4,974,500 - 6,964,300

Beigegeben eine Expertise von Prof. Giancarlo Sestieri, Rom, 23. Dez. 2021.

Das Gemälde ist ein noch unpubliziertes Werk des genannten Künstlers. Wie auch in der beigegebenen Expertise beobachtet, stimmen die figurativen und stilistischen Elemente mit dem bekannten Werk Romaninos überein. Das gilt etwa auch für das betont bräunlich gehaltene Inkarnat, aber auch für die Komposition, wie wir sie etwa in jenem „Ecce Homo“- Gemälde sehen, das sich im Niedersächsischen Landesmuseum befindet.
Jesus ist auch hier im Halbbildnis mit Dornenkrone und Spottzepter dargestellt. Der Oberkörper bereits für die Kreuzigung entkleidet, leicht nach vorne gebeugt, was den Eindruck des Aufbruches nach Golgatha vermittelt.
Links ist ein bärtiger Mann zu sehen, in einen Mantel gehüllt. Dabei dürfte es sich um einen Apostel Jesu handeln. Im Gegensatz zu der Auffassung in der beiliegenden Expertise könnte man der Meinung sein, dass die rechte Begleitfigur nicht als ein weiterer Jünger zu sehen ist, sondern vielmehr ein Foltergehilfe, der soeben dabei ist, sich mit dem Lösen der Handfesseln zu beschäftigen. Dabei blickt er nach rechts oben, wohl um Anweisungen zu erhalten. Dem entspricht auch das herabgeglittene Hemd, das seine Schulter freigibt. Sein offener Mund ist auch nur in diesem Zusammenhang zu sehen: Die Darstellung zeigt demnach jenen Moment, da die Verurteilung des Pilatus nun zur Vollstreckung kommt. Der Blick im Gesicht des Apostels links zeigt daher Fassungslosigkeit und Entsetzen. Jesus hingegen hält den Kopf geneigt und scheint sich der Tragik ergeben zu haben. Allein diese psychologisch fein aufgefasste Wiedergabe der Situation beweist hier den hohen Rang des Malers.


Von Girolamo da Romano, genannt Romanino, der auch als Girolamo Brescia oder Hieronymus de Brescia bekannt wurde, ist über Ausbildung und frühe Biografie wenig überliefert. Ein Aufenthalt in Venedig ist höchst wahrscheinlich, zeigen sich doch auch in dem vorliegenden Gemälde Einflüsse von Tizian und vor allem von Giorgione. Mit seinem Schwiegersohn Lattanzio Gambara (1530-1574), der im ähnlichen Stil wirkte, arbeitete er häufig zusammen.
Bedeutende Werke seiner Hand befinden sich in der Kirche San Francesco in Brescia, wo er auch den gesamten Chorraum freskierte. Des Weiteren wirkte er im Castello del Buonconsiglio Trient, im Valcamonica oder im Duomo Vecchio seiner Heimatstadt. Zu seinen Schülern zählen Girolamo Muziano oder Callisto da Lodi.
Zusammen mit Savoldo und Moretto da Brescia zählt der Maler zu den drei bedeutendsten Meistern der Lombardo-Venezianischen Schule seiner Stadt.
Das Gemälde lässt im unteren Teil Pentimenti und Freilegungen erkennen. A.R.

Literatur:
Lia Camerlengo, Romanino. Un pittore in rivolta nel Rinascimento italiano, Ausstellungskatalog, Castello del Buonconsiglio, Monumenti e Collezioni Provinciali, Trient, 29. Juli-29. Oktober 2006, Cinisello Balsamo u.a. 2006. (1301453) (11)


Girolamo Romanino,
1484/87 - 1562
ECCE HOMO BETWEEN APOSTLE AND A TORTURER Oil on canvas.
86 x 76 cm.

Accompanied by an expert’s report by Professor Giancarlo Sestieri, Rome, dated 23 December 2021.

Literature:
Lia Camerlengo, Romanino. Un pittore in rivolta nel Rinascimento italiano, exhibition catalogue, Castello del Buonconsiglio, Monumenti e Collezioni Provinciali, Trient, 29 July-29 October 2006, Cinisello Balsamo a.o. 2006.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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