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Thursday, 27 June 2019

Old Master Paintings

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Frans Francken d. J., 1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.
Detailabbildung: Frans Francken d. J., 1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.
Detailabbildung: Frans Francken d. J., 1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.
Detailabbildung: Frans Francken d. J., 1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.
Detailabbildung: Frans Francken d. J., 1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.
Detailabbildung: Frans Francken d. J., 1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.

671
Frans Francken d. J.,
1581 Antwerpen – 1642 ebenda, zug.

DIE LIEDERLICHE GESELLSCHAFT Öl auf Kupfer.
50 x 66,5 cm.
Verso abgedeckt, mittig frei gelassen zur Einsicht auf die Prägemarke der Kupferplatte mit Datierung „1608“.

Catalogue price€ 25.000 - 30.000 Catalogue price € 25.000 - 30.000  $ 28,249 - 33,900
£ 21,250 - 25,500
元 189,500 - 227,400
₽ 1,813,500 - 2,176,200

 

Der für das Bild hier gewählte Titel ist im wahren Wortsinne zu verstehen, da hier, neben der sich verlustierenden Gesellschaft an gedecktem Tisch, auch das Thema der Musik miteingebracht ist. Die mehrfigurige Szene ist in einem einer Loggia ähnlichen Innenraum gezeigt. Um den Tisch haben sich mehrere Pärchen gruppiert, in gegenseitiger Umarmung bei Wein und üppigen Speisen. Auf dem Tischtuch mehrere Platten mit Austern, Pasteten, Geflügel, Brot und Zitronen, ein ebenso höfisches Speiseangebot wie auch die Gesellschaft selbst in nobler Kleidung gezeigt wird. Ein Jüngling hat sich im Übermut über den Tisch gestellt und erhebt ein Glas, während ein Liebhaber links am Tisch einer alten Frau seine Geldstücke darreicht um sich der Zuneigung der jungen Dame zu versichern. Die ausgelassene höfische Szenerie findet jedoch hier im Bild in verstecktem Hinweis eine Entsprechung links oben in der nächtlichen Szene eines Hinauswurfes eines betrunkenen Bauern aus einem Wirtshaus. Im zentralen Hintergrund ist bei geöffnetem Vorhang die Küche zu sehen, wo sich soeben einer der noblen Gäste mit zwei Damen beschäftigt. Einzig die Musikerin am Clavichord rechts im Bild sowie der dahinterstehende Lautenspieler blicken aus dem Bild heraus, dem Betrachter entgegen, in ernster Miene, was ihre kritische Haltung gegenüber der Ausgelassenheit der noblen Gesellschaft zum Ausdruck bringen soll. Auch das Pudelhündchen am Boden scheint zu den beiden musizierenden Figuren zu gehören und ist ebenfalls von der Gesellschaft abgewandt wiedergegeben.
So ist das Gemälde als ein Sittenbild zu den gesellschaftlichen Verhältnissen der Zeit zu lesen, nicht ohne moralischen Anspruch und dem Hinweis darauf, dass die Musik überhalb des Handelns der Gesellschaft steht. Äußerst detailreich gemalt, feinpinselig auch das Clavichord mit offenem Deckel auf dem eine weitere Landschaft zu sehen ist.  AR (1190488) (11)


Frans Francken t. Y.,
1581 Antwerp – 1642 ibid, attributed

THE GATHERING

Oil on copper.
50 x 66.5 cm.
Copper plate with hallmark “1608” on reverse.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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