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Old Master Paintings – Part 2
Thursday, 24 September 2026

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Francesco Guardi und Werkstatt, 1712 Venedig – 1793 ebenda, zug.

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Francesco Guardi und Werkstatt,
1712 Venedig – 1793 ebenda, zug.

VENEZIANISCHES CAPRICCIO MIT RUINENÖl auf Leinwand. Doubliert.
33 x 40,5 cm.
In vegetabil reliefiertem bronziertem Rahmen.

Catalogue price € 12.000 - 15.000 Catalogue price € 12.000 - 15.000  $ 13,679 - 17,100
£ 10,320 - 12,900
元 91,680 - 114,600
₽ 1,159,080 - 1,448,850

 

Die Lagune von Venedig ist im Hintergrund gut sichtbar und wird durch zwei weiße Segel markiert, die sich ihren Weg bahnen. Von links, repoussoirhaft in das Bild hineinragend, ein rudimentär vorhandener Rundbogen, dessen gedrungene Säule mit ihrem Kapitell die ganze Last der Welt zu tragen scheint. Dicht hingegen erscheinen im Mittelgrund die ruralen Gebäude mit ihren für die Zeit typischen Schornsteine. Eine steinerne Heiligenstatue steht auf einer korintischen Säule, windgeschützt im Winkel eines der Gebäude. Das tonale Ergebnis, das der Maler uns präsentiert, wird durchbrochen durch die polychrome Figurenstaffage, die Zeugnis ablegt vom Alltagsgeschehen an der Lagune Venedigs. Annähernd identische Maße (33 x 51 cm) hat eine ähnliche, leicht variierende Komposition, welche im Museo Castelveccio in Verona verwahrt wird. Hinsichtlich der Vegetation und den Architekturen rechts weist sie Unterschiede auf, die den Variantenreichtum Guardis und seiner Werkstatt, sowie auch die Beliebtheit seiner wiederholenswerten Kompositionen beweist.

Francesco Guardi war der jüngere Sohn des aus dem Trentino stammenden Domenico Guardi (1678–1716) und der Maria Claudia Pichler aus Neumarkt. Er war Bruder des älteren Giovanni Antonio Guardi (1698/99–1760). Nach seiner Geburt zog die Familie nach Venedig, wo auch seine Brüder wirkten. Bis 1760, dem Todesjahr seines Bruders Antonio, wirkte er in der Familienwerkstatt. Zunächst schuf er Altarbilder, verlegte sich jedoch als Schüler von Canaletto (1697–1768) auf die Vedutenmalerei. Mäzene, darunter insbesondere der Doge Alvise IV Mocenigo, förderten ihn durch zahlreiche Aufträge, vor allem für Ereignisbilder anlässlich des Besuchs von Papst Pius VI in der Stadt, aber auch des russischen Großfürstenpaares. Werke seiner Hand befinden sich heute in zahlreichen internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen.

Provenienz:
Französische Privatsammlung.

Literatur:
Vgl. Antonio Morassi, L‘opera completa di Antonio e Francesco Guardi. 2 Bände, Venedig 1973, Kat.Nr. 840 (hier die Version im Museo di Castelvecchio) und Kat.Nr. 841 (eine späte leichtere Version in der Galerie Cramer, ehemals aus der Sammlung H.E. ten Cate, die dem vorliegenden Gemälde hinsichtlich der Dunstigkeit der Konturen ähnelt, sodass auch für das angebotene Gemälde eine Entstehung in der Spätzeit angenommen werden kann, wenngleich das Motiv an die Veroneser Version angeglichen ist). (1491043) (13)



Francesco Guardi and workshop,
1712 Venice – 1793 ibid., attributed

VENETIAN CAPRICCIO WITH RUINS

Oil on canvas. Relined.
33 x 40.5 cm.

A similar variant of the composition, measuring 33 x 51 cm, is held in the Museo di Castelvecchio, Verona. Differences in the vegetation and in the architecture on the right illustrate the considerable variety of Guardi’s compositions and those of his workshop, as well as the popularity of his compositions which were repeatedly revisited.

Provenance:
Private collection, France.

Literature:
cf. Antonio Morassi, L’opera complete di Antonio e Francesco Guardi, 2 volumes, Venice 1973, cat. no. 840 (the version in the Museo di Castelvecchio) and cat. no. 841 (a later, lighter version in the Galerie Cramer, formerly from the H.E. ten Cate collection, which resembles the present painting in terms of the haziness of the contours, so that the painting on offer can also be assumed to date from the late period, even though the motif is modelled on the Veronese version).

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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