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Gemälde Alte Meister
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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Francesco Guardi, 1712 Venedig – 1793 ebenda

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Francesco Guardi,
1712 Venedig – 1793 ebenda

Venedig - Piazza di San MarcoÖl auf Leinwand.
83,8 x 116,8 cm.

Katalogpreis€ 90.000 - 120.000 Katalogpreis € 90.000 - 120.000  $ 89,100 - 118,800
£ 81,000 - 108,000
元 631,800 - 842,400
₽ 5,463,000 - 7,284,000

 

Beigegeben eine Expertise von Dario Succi, Gorizia.

Von Guardi ist diese Ansicht in mehreren Variationen bekannt. Der Blick wird über den weiten Platz geführt, gerahmt von den verschattet stehenden Gebäuden, wie der Bibliotheca rechts, die einen weiten Schatten auf einen großen Teil des Platzes wirft. Die raffinierte Erfassung der Verschattungen durch das Spätlicht zeigt sich auch am Fuß des Campanile, der wiederum einem Teil der Kirche San Marco das Licht nimmt. Im Kontrast dagegen leuchten die Kuppeln, der Oberteil des Campanile und der Uhrturm links auf. Die Wolkenbildung greift das malerische Motiv von hellen und dunkleren Partien auf.
Die gesamte Platzfläche zeigt zahllose Passanten, in den zeitentsprechenden Kostümen des 18. Jahrhunderts. Besonders im Vordergrund gilt die Aufmerksamkeit den zusammenstehenden Gruppen, die hier in ihren Gesprächen zu beobachten sind, was das Bild zu einer authentischen Mitteilung des Lebens in dieser Stadt zur Zeit des Rokoko macht.
Weiter im Hintergrund vor der Domfassade sind etliche Verkaufskioske im Licht zu sehen, am Fuß des Campanile überdachte Buden.
Francesco Guardi war der jüngere Sohn des Domenico Guardi (1678-1716) aus dem Trentino und der Maria Claudia Pichler aus Neumarkt. Er war Bruder des älteren Gianantonio Guardi. Deren Schwester ehelichte den Maler Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770). Nach seiner Geburt zog die Familie nach Venedig, wo auch seine Brüder wirkten. Bis 1760, dem Todesjahr seines Bruders Antonio, wirkte er in der Familienwerkstatt. Zunächst schuf er Altarbilder. Doch als Schüler von Canaletto verlegte er sich auf die Vedutenmalerei, nachdem Canaletto Venedig verließ. Mäzene, darunter vor allem der Doge Alvise IV Mocenigo förderten ihn durch zahlreiche Aufträge, vor allem für die Ereignisbilder anlässlich des Besuches der Stadt von Papst Pius VI, aber auch des russischen Großfürstenpaares. So ist Francesco Guardi als wohl der erste Maler zusehen, der Erinnerungen an aktuelle Ereignisse schuf.
Werke seiner Hand in zahlreichen internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen. A.R. (†)

Literatur:
Vgl. Cornelia Friedrichs, Francesco Guardi. Venezianische Feste und Zeremonien. Die Inszenierung der Republik in Festen und Bildern, Berlin 2006.
Vgl. Francesco Guardi, hrsg. von Alberto Craievich und Filippo Pedrocco, Ausstellungskatalog, Museo Correr, Venedig, 29. September 2012-06. Januar 2013, Mailand 2012. (1341344) (11)



Francesco Guardi,
1712 Venice – 1793 ibid.

VENICE– PIAZZA DI SAN MARCO
Oil on canvas.
83.8 x 116.8 cm.

Accompanied by an expert’s report by Dario Succi, Gorizia.

Several variations of this veduta painted by Guardi are known. The veduta is drawn across a wide square, framed by shadowy buildings, such as the Bibliotheca on the right, which casts a wide shadow over a large part of the square. He was active in the family workshop until 1760, the year his brother Antonio died. He initially created altarpieces, however, as a student of Canaletto, he switched to painting vedutas after Canaletto’s departure from Venice. Patrons, particularly the Doge Alvise IV Mocenigo, supported him with numerous commissions, above all for the event pictures on Pope Pius VI’s visit to the city, and the visit of the Russian Grand Ducal couple. Francesco Guardi is probably the first painter to create mementos of current events. His works are held in numerous international private and public collections.(†)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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