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Gemälde Alte Meister
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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Flügelaltar einer Hauskapelle

520
Flügelaltar einer Hauskapelle

Höhe: 140 cm.
Gesamtbreite: 149 cm.
Sockelbreite: 120 cm.
Wohl aus Meienberg, Kanton St. Gallen.

Katalogpreis€ 100.000 - 140.000 Katalogpreis € 100.000 - 140.000  $ 105,000 - 147,000
£ 90,000 - 126,000
元 733,000 - 1,026,200
₽ 6,605,000 - 9,247,000

 

Die Altaranlage dreiflügelig, die Seitenflügel klappbar. Noch erhalten auch die Predella. Die Mitteltafel oben halbrund geschlossen, dementsprechend schließen die Seitentafeln im Viertelrund. In der Mitteltafel die „Krönung der Maria“. Die Szene in Wolken, Maria in rosafarbenem Kleid zwischen Gottvater und Jesus, die das Haupt Mariens krönen. Die Gottvaterfigur trägt eine Papsttiara, in der Linken die Weltkugel mit Kreuz, Jesus hält ein Zepter. Über der Dreiergruppe die Heiliggeisttaube, darüber Putten in Wolken. Sämtliche Häupter mit Scheibennimben versehen.
Die beiden Seitenflügel zeigen die Namensheiligen der Stifter des Altars, Jakobus und Sebastian.
In der linken Seitentafel: Heiliger Jakobus mit Wanderstab und Tasche. Demgemäß darunter das Stifterwappen mit Namensnennung des Stifters: „Fendreich Jacob Meienberg“, in gotischen Lettern.
Die rechte Tafel zeigt den Heiligen Sebastian, ebenfalls mit entsprechendem Namen im Schriftband darunter: „Fendreich Bastian Gotschall“.
In der Predella präsentieren zwei Engel das Schweißtuch der Veronika, darüber die Aufschrift „ECCE HOMO“.
Die gefassten Rahmungen mit goldenen Rosetten und Sternen bemalt, die Tafelbilder wurden im 19. Jahrhundert mit geschnitztem gotischem Maßwerk besetzt. Die Hochrelieffiguren des Heiligen Petrus und Paulus an den Tafelaußenseiten, sowie die Beschriftungen dazu, ebenfalls Ergänzungen des 19. Jahrhunderts.
Nach Recherche könnte es sich aufgrund der Stifternamen um einen Altar aus der Schweizer Gemeinde Meienberg/ Jona handeln, Kanton St. Gallen. Ab 1828 wurde dort ein klassizistisches Schloss erbaut.

Anmerkung:
Das Klosterarchiv Einsiedeln bewahrt eine Liste von Bestallungsbriefen. Darin ist für einen Jakob Meienberg ein solcher Bestallungsbrief von 1596 als Amtmann zu Menzingen eingetragen.
Es ist höchstwahrscheinlich, dass der Klappaltar von diesem genannten Amtmann gestiftet wurde. Damit hätten wir hier ein seltenes Beispiel eines Schweizer Hausaltars. Dem entspricht auch die Malerei, die auf einen Künstler dieser Zeit im schwäbisch-schweizerischen Raum hinweist. (1340304) (11)



Winged Altar of a private chapel 

Height: 140 cm.

Total width: 149 cm.
Width of base: 120 cm.
Probably from Meienberg, Canton St Gallen.

The polychrome frames are painted with golden rosettes and stars, the panel paintings were decorated with carved gothic tracery in the 19th century. Research suggests that based on the names of the donors, it could be an altar from the Swiss community of Meienberg / Jona in the Canton of St Gallen. A classical castle was built there from 1828 onwards.

Notes:
The Einsiedeln monastery archive holds a list of appointment letters, including a letter of appointment from 1596 where a Jakob Meienberg is listed as a district magistrate. It is very probable that the folding altar was donated by this named magistrate. The work on offer for sale in this lot is therefore a rare example of a Swiss house altar. This also corresponds to the painting, which points to an artist of this period in the Swabian-Swiss area.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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