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Clocks
Thursday, 26 March 2026
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Gehäuse:
Über gestelzten Füßen die perlbandumrandete Basis mit gekehltem Fuß und fruktalen Festons. Zentrales Zifferblatt mit aufsitzender Figur, daneben stehender Palme sowie einem Krokodil zu ihren Füßen liegend.
Zifferblatt:
Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden, arabischen Minuten, Stabindizes und Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII.
Funktionen:
À jour gearbeitete Zeiger für Stunden und Minuten, Hilfszifferblatt über der XII mit Vorrichtung für ehemals vorhandenen Zeiger, Schlossscheibenschlagwerk mit Schlag auf Glocke zur halben und zur vollen Stunde. Ein Pendel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.
Uhren mit figürlichen Gestalten dieser Thematik sind sehr selten. Sie entstanden vorwiegend in der Epoche des Directoire, in einer Zeit also, die erstmals einer übersättigten Gesellschaft ein Idealbild der Zivilisation der unverdorbenen Naturvölker bot. Auch die Literatur, etwa „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe, oder „Paul et Virginie“ (1788) von Bernardin de Saint Pierre haben das Interesse an exotischen Themen geweckt. So waren es vor allem diejenigen Staaten, die an der Kolonialisierung Amerikas und Afrikas beteiligt waren, für die dieses Thema nun von Bedeutung wurden. In Frankreich war es vor allem der Philosoph Jean-Jacques Rousseau, der im Hinblick auf manche fragwürdigen Errungenschaften der Zivilisation die Natürlichkeit des Lebens ursprünglicher Kulturen als Idealvorstellung publik machte. Auch galt es, der bereits damals als ungerecht empfundene Behandlung der kolonisierten Völker ein Gegenbild zu präsentieren. Gleichzeitig jedoch galt die Präsentation solcher Uhren in den Gesellschaftsräumen Wohlhabender als Hinweis auf noble Gesinnung. Mehrere Künstler haben sich der Gestaltung solcher Uhren gewidmet. Zu den berühmtesten zählt Jean-Simon Deverberie (1764–1824), zu dessen Arbeiten die hier angebotene Uhr in engem Zusammenhang zu sehen ist. (1470729) (13)
Directoire mantle clock with noble savage
Height: 44 cm.
Dial signed “Druyer”.
France, first half of the 19th century.
Functions:
Openwork hands for hours and minutes, subdial above the 12 o'clock position with a provision for a previously installed hand, striking mechanism with a bell on the half and full hour. With one pendulum. Working order not tested.
Several artists designed such clocks. Among the most famous is Jean-Simon Deverberie (1764 – 1824), whose work is closely related to the clock offered here.
This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.
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