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Wednesday, 25 September 2019

Old Master Paintings

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Corrado Giaquinto, 1703 Molfetta – 1765 Neapel, zug.
Detailabbildung: Corrado Giaquinto, 1703 Molfetta – 1765 Neapel, zug.
Detailabbildung: Corrado Giaquinto, 1703 Molfetta – 1765 Neapel, zug.

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Corrado Giaquinto,
1703 Molfetta – 1765 Neapel, zug.

DIE VISION DER HEILIGEN THERESA VON ÁVILA  Öl auf Leinwand.
81 x 61,5 cm.
In profiliertem und ornamental vegetabil verziertem Goldrahmen. 

Catalogue price€ 30.000 - 40.000 Catalogue price € 30.000 - 40.000  $ 34,200 - 45,599
£ 26,700 - 35,600
元 234,300 - 312,400
₽ 2,148,300 - 2,864,400

 

Die Gestalt der Heiligen im Zentrum des Bildes, in einem Innenraum mit links stehendem Tisch, darauf Schreibzeug und Kreuz, rechts hinten eine Antreppung zu  einem Hausaltar mit Marienbild in der Retabel. Die Heilige in einen beigefarbenen Mantel gekleidet, das Haupt bedeckt, der Hals in weißes Tuch gehüllt, entsprechend ihrer Klostertracht der Karmeliterinnen. Das Gesicht hat sie emporgerichtet, blickt hoch zur weißen Taube des Hl. Geistes. Mit der linken Hand an der Brust, hält sie in der Rechten eine Schreibfeder.
Als Teresa de Ahumada 1515 in Àvila geboren, wurde sie Klostergründerin und als große Mystikerin, aber vor allem als Kirchenlehrerin 1622 heiliggesprochen. Ihre mystischen Visionen wurden in der Kunst vielfach Thema, die berühmteste Darstellung ist wohl das Marmorwerk des Bernini in Rom. So hat sie auch Peter Paul Rubens mit einer Schreibfeder in der Hand verewigt, und ebenfalls mit Blick auf eine Lichterscheinung. Diesen Gedanken hat auch der Maler des vorliegenden Bildes thematisiert. Ob es sich bei der auf den Altarstufen rechts in Unterwerfung liegenden Gestalt in nämlicher Kleidung synchronoptisch ebenfalls um Theresa handelt, oder um eine ihrer Klosterschwestern, lässt sich nicht beantworten.
Corrado Giaquinto, der ursprünglich, gemeinsam mit Giuseppe Bonito in den neapoletanischen Malerateliers von Francesco Solimena wirkte, widmete sich bereits früh überwiegend religiösen Themen in seinen Gemälden, bevor er auch als Freskant tätig wurde. 1753 folgte er einem Ruf des Ferdinand VI von Spanien und hatte alsbald in Madrid großen Erfolg. Möglicherweise ist auch das vorliegende, genuin spanische Bildmotiv in dieser Zeit entstanden, also als Spätwerk. Auch der Malstil beweist hier bereits die Hinwendung zu klassizistischer Bildauffassung.
A. R.  (12014216)  (11)


Corrado Giaquinto,
1703 Molfetta – 1765 Naples, attributedTHE VISION OF SAINT THERESA OF ÁVILA Oil on canvas.
81 x 61.5 cm.
In profiled frame with ornamental and vegetal décor.

Together with Guiseppe Bonito, Corrado Giaquinto was originally active in the Neapolitan workshop of Francesco Solimena. He specialised early in religious subjects before working as a fresco painter. In 1753 he was invited to Spain on behalf of Ferdinand VI of Spain and was soon very successful in Madrid. The image motif on offer for sale in this lot may also date to this period, i.e. the artist’s late work. The painting style already shows an orientation towards a more classical image concept.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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