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Clocks
Thursday, 26 March 2026
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Claude Galle,
1759 Villepreux/ Versailles – 1815 ebenda, zug.
GROSSE, FIGÜRLICH GESTALTETE UND VERGOLDETE UHR – METAMORPHOSE DER KLYTIAHöhe: 92 cm.
Breite: 35 cm.
Paris, nach 1788.
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€ 40.000 - 50.000
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Gehäuse:
Die weibliche Gestalt, in antiken Peplos gewandet, steht auf hohem Rundsockel in Form eines Säulenstumpfes, mit umziehenden Festons. In der Blüte der hochgehaltenen Sonnenblume das Zifferblatt. Klytia war gemäß der griechischen Mythologie die Geliebte des Musengottes Apollo. Der römische Dichter Ovid schildert in seinen „Metamorphosen“, dass sich die Schöne aus Liebeskummer in eine Sonnenblume verwandelt habe. Das Sonnenmotiv, das auch für Apollo gilt, wurde zum Symbol des Sonnenkönigtums, und dementsprechend in den französischen Schlössern allgegenwärtig. So müsste der Entwurf bereits in der Zeit Louis XVI entstanden sein.
Zifferblatt:
Zifferblatt mit römischen Stunden, Breguetzeiger gebläut.
Funktionen:
Werk mit Halb- und Stundenschlag. Schlüssel vorhanden.
Anmerkung:
Claude Galle war einer der erfolgreichsten französischen Bronzegießer der späten Louis XVI-Periode, was auch hier das Thema erklärt. Im Empire setzte er seine Tätigkeit erfolgreich fort. Als Lehrling des Pierre Foy heiratete er 1784 dessen Tochter, und nach Foys Tod übernahm er 1788 die Leitung der Werkstatt am Quai de la Monnaie (später Quai de l'Unité) und 1805 in die Rue Vivienne 9. Er beschäftigte etwa 400 Handwerker und erwarb sich den Ruf einer der führenden Pariser Bronze-Werkstätten. Bereits 1786 erhielt er den Status eines maître-fondeur. Auch mit bedeutenden Zeitgenossen arbeitete er zusammen, vor allem mit Pierre-Philippe Thomire (1751–1843). Er war maßgeblich an der Ausstattung des Châteaus de Fontainebleau beteiligt. Seine Werke schmückten auch andere Paläste, wie Saint-Cloud, die Trianons, die Tuilerien, Compiègne und Rambouillet. Seine Arbeit reichte über Frankreich hinaus und er lieferte exquisite Bronzearbeiten für italienische Paläste, wie Monte Cavallo in Rom und Stupinigi bei Turin. 1806 erhielt er bei der Ausstellung „Exposition des Produits de l'Industrie“ für die Pendule „Diogenes und Napoleon“ eine Silbermedaille zweiter Klasse. Seine Werke gingen in bedeutende Museen weltweit, darunter das Musée National du Château de Malmaison, das Musée Marmottan in Paris, das Museo de Relojes in Jerez de la Frontera, die Residenz in München oder das Victoria and Albert Museum in London. Ein entsprechendes Exemplar befindet sich Ehrenburg-Schloss Coburg (Abgebildet in Hans Ottomeyer, siehe Literatur).
Literatur:
Vgl. Charles Joseph Plante und Richard Garnier, Designs for Gilt Bronze Objects from the French Restoration 1814–1830, London 2002, S. 25–26.
Vgl. Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen. Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus, München 1986, S. 371. A.R. (1471601) (1) (11)
Claude Galle,
1759 Villepreux/ Versailles – 1815 ibid., attributed
LARGE FIGURAL AND GILT CLOCK
– METAMORPHOSES OF CLYTIA
Height: 92 cm.
Width: 35 cm.
Paris, after 1788.
According to Greek mythology, Clytia was the lover of Apollo, the god of the Muses. The Roman poet Ovid, in his Metamorphoses, recounts how the beautiful woman transformed herself into a sunflower out of lovesickness. The sun motif, which also applies to Apollo, became a symbol of the Sun King and was therefore ubiquitous in French palaces. Thus, the design must have originated during the reign of Louis XVI.
Literature:
cf. Charles Joseph Plante and Richard Garnier, Designs for Gilt Bronze Objects from the French Restoration 1814 – 1830, London 2002, pp. 25-26.
cf. Hans Ottomeyer and Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen. Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus, Munich 1986, p. 371.
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