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Impressionisten & Moderne Kunst
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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César Baldaccini, 1921 Marseille – 1998 Paris

558
César Baldaccini,
1921 Marseille – 1998 Paris

Animal imaginaire, 1955Eisen.
Höhe: 38 cm.
Länge: 63 cm.
Tiefe: 29 cm.
Monogrammiert „CB“.

Katalogpreis€ 120.000 - 150.000 Katalogpreis € 120.000 - 150.000  $ 118,800 - 148,500
£ 108,000 - 135,000
元 842,400 - 1,053,000
₽ 7,284,000 - 9,105,000

 

Der französische Bildhauer wurde international als Vertreter des „Nouveau Réalisme“ bekannt und gelangte weltweit zu Anerkennung. Als Sohn toskanischer Einwanderer in Marseille geboren, begann er sein Studium an der École des Beaux-Arts, ging dann 1942 nach Paris. Noch weitgehend mittellos, arbeitete er in einer allgemeinen Bildhauerklasse in der École nationale supérieur des beaux-arts de Paris. César durchlief also die grundlegende handwerkliche Ausbildung. Er wohnte im Atelier von Alberto Giacometti und wurde alsbald mit Preisen ausgezeichnet. Sein Zusammentreffen mit Pablo Picasso und Constantin Brâncusi hatte entscheidenden Einfluss.
Dem losen Künstlerkreis des Nouveau Réalisme schloss sich César ein Jahr nach Gründung der Vereinigung 1961 an. 39-jährig begann er mit der Herstellung von Plastiken aus geschweißtem Alteisen, was großes, aufgeregtes Interesse hervorrief und Einladungen zu internationalen Ausstellungen zur Folge hatte. So etwa 1956 auf der Biennale di Venezia, 1957 auf der Biennale von São Paulo und in Carrara sowie in der Hanover Gallery in London. 1958 war er im Carnegie Institute Pittsburgh und auf der Weltausstellung in Brüssel vertreten, 1959 auf der documenta II in Kassel 1964 auf der documenta III, 1968 auf der documenta IV vertreten. In der Galerie Claude Bernard in Paris verstopfte das Vernissage-Publikum die Rue des Beaux Arts.
Nach seiner Meinung erfüllte auch die industrielle Press-Verschrottung von Autowracks alle Kriterien für ein modernes Kunstwerk, ganz im Sinne des Ready-made als „modernste Geste der Plastik des Jahrhunderts“ (Pierre Rostany, Kunstphilosoph und -kritiker, 1930-2003).

César entwarf die Trophäe für den nationalen Filmpreis Frankreichs, der erstmals 1975 verliehen wurde,
Das Ludwig-Museum Koblenz zeigt im Freigelände seine Skulptur „Le Pouce (Der Daumen), das Hessische Landesmuseum Darmstadt zeigte in „Ein Wald der Skulpturen“ Werke der Sammlung Simon Spierer.
In „La Gazette Drouot“ wurde von Caroline Legrand 2020 das vorliegende Objekt als „Einzigartiges Stück von César“ gewürdigt.

Provenienz:
Martha Jackson Gallery, New York.
Sammlung Marc Moyens, Alexandria, Virginia, USA.

Literatur:
Vgl. César, in: Hans Vollmer (Hrsg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 1: A-D, Leipzig 1953, S. 371-372.
Vgl. César, in: Internationales Biographisches Archiv 12/1999 vom 15. März 1999, Artikelanfang online abrufbar unter http://www.munzinger.de/document/ 00000022717 (abgerufen am 7.11.2022).
Vgl. Rainer Michael Mason (Hrsg.), César. Rétrospective des sculptures. Overzichtstentoonstelling van sculpturen, Ausstellungskatalog, Musée Rath, Genf, 26. Februar 1976-11. April 1976, Genf 1976.
Vgl. Ina Busch, Simon Spierer, Ina Boike, Lutz Fichtner, Valentina Anker, Ernst Wegener, Wolfgang Fuhrmannek, Ein Wald der Skulpturen. Sammlung Simon Spierer, Ausstellungskatalog, Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Ostfildern-Ruit 2005.
Vgl. Denyse Durand-Ruel, César. Catalogue Raisonné, Bd. I 1947-1964, Paris 1994, Nr. 99.
A.R. (1341241) (11)



César Baldaccini,
1921 Marseille – 1998 Paris

ANIMAL IMAGINAIRE, 1955
Height: 38 cm.
Length: 63 cm.
Depth: 29 cm.
Monogrammed “CB“.

Iron. César designed the trophy for France’s national film prize, which was first awarded in 1975. The Ludwig Museum in Koblenz displays his sculpture Le Pouce [The Thumb] outside, and the Hessisches Landesmuseum in Darmstadt showed works from the Collection Simon Spierer in the exhibition The Forest of Sculptures. Caroline Legrand described the present sculpture in La Gazette Drouot in 2020 as a “unique piece by César“.

Provenance:
Martha Jackson Gallery, New York.
Marc Moyens collection, Alexandria, Virginia, USA.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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