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Impressionists & Modern Art
Thursday, 9 December 2021

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Cecil de Blaquière Howard, 1888 Clifton, Kanada – 1956 New York

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Cecil de Blaquière Howard,
1888 Clifton, Kanada – 1956 New York

TIREUSE A L‘ARC, 1926-28 93 x 44 cm.
Signatur auf der Plinthe.

Catalogue price€ 55.000 - 70.000 Catalogue price € 55.000 - 70.000  $ 66,000 - 84,000
£ 49,500 - 63,000
元 415,800 - 529,200
₽ 4,684,350 - 5,961,900

 

Beigegraue Steinfigur eines stehenden Frauenaktes in Haltung beim Bogenschießen. Der Körper frontal zum Betrachter, der Kopf nach rechts gerichtet, der Pfeilarm abgewinkelt. Ein gerafftes Tuch zieht vom Bogenarm über den Rücken, die Schulter und dann zum Boden. Der Bogen in Holz gearbeitet.
Der amerikanisch-kanadische Bildhauer entstammt einem englisch-französischen Familienhintergrund mit mehreren in verschiedenen Bereichen bekannt gewordenen Mitgliedern. Bereits 16-jährig ging Howard an die Académie Julian in Paris, war alsbald mit Rembrandt Bugatti (1884-1916) eng befreundet, mit dem er zusammen in Antwerpen Tierfiguren schuf. Die kräftige, sportliche, aber stämmige Körperform tradiert den bildhauerischen Stil von Aristide Maillol (1861-1944, der später auch Freund von Howard wurde.
Die Skulptur weist eine extrem feine Oberflächenbehandlung auf. Das Ziel höchste Ästhetik zu erreichen, lässt die Erinnerung an die Antike ebenso wachrufen, wie die Suche nach einer Direktaussage, die stilistisch hier ganz zum Art Déco gehört. So hatte der Bildhauer – ähnlich wie Maillol – den Idealismus vollkommener Körperformen angestrebt. Sein Werk „The artist“ hatte 1913 angelegentlich der Armory Show bereits großes Aufsehen erregt, was bereits damals als Beginn der Moderne in Amerika gesehen wurde.
1917 mit dem französischen Modell Céline Louise Coupet verheiratet, hielt er sich bis 1939 in Paris, in den Sommermonaten bis zum Zweiten Weltkrieg mit Familie in der bretonischen Künstlerkolonie Ploubazlanec auf, um alsbald wieder nach New York zu ziehen. Später ging er in seinen Bildern zu einem abstrakten Kubismus über, angeregt durch den mit ihm befreundeten Guillaume Apollinaire (1880-1918).
Werke seiner Hand finden sich in zahlreichen internationalen öffentlichen Sammlungen und Museen, vor allem in Paris, Whitney Museum N.Y., Chicago oder Pennsylvania. A.R.

Literatur:
Janis Conner, Joel Rosenkranz, Rediscoveries in American Sculpture. Studio Works. 1893-1939, Austin 1989.
Christine Rohrschneider, Howard, Cecil, in: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL), Bd. 75, Berlin/Boston 2012. (1291013) (11)


Cecil de Blaquière Howard,
1888 Clifton, Canada – 1956 New York
TIREUSE A L’ARC, 1926-2893 x 44 cm.
Signature on plinth.

Beige-grey stone figure of a standing female nude in archery posture. The body is facing the observer, while her head is pointing to the right with the arrow arm angled. A gathered cloth is pulled from the bow arm over her back and shoulder and down to the floor. The bow is made of wood.

Literature:
Janis Conner, Joel Rosenkranz, Rediscoveries in American Sculpture. Studio Works. 1893-1939, Austin 1989.
Christine Rohrschneider, Howard, Cecil, in: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL), vol. 75, Berlin/ Boston 2012.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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