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Old Master Paintings – Part I
Thursday, 4 December 2025

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Bernardo Bellotto, 1721 Venedig – 1780 Warschau, Nachfolge des

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Bernardo Bellotto,
1721 Venedig – 1780 Warschau, Nachfolge des

ANSICHT VON MÜNCHENÖl auf Leinwand.
82 x 170 cm.
Rechts unten auf Pfosten datiert „1764“.
Ungerahmt.

Catalogue price € 100.000 - 150.000 Catalogue price € 100.000 - 150.000  $ 117,000 - 175,500
£ 87,000 - 130,500
元 823,000 - 1,234,500
₽ 8,977,000 - 13,465,500

 

Beigegeben ein Gutachten von Bozena Anna Kowalczyk, Venedig, 22. November 2015.
Ferner eine kunsthistorische Stellungnahme von Marco Pesarese, München, vom 28. November 2015.

Das Original Gemälde von Bellotto „Ansicht der Stadt München von der Ostseite“ von 1761 befindet sich im Residenzmuseum, genauer gesagt: in den Kurfürstenzimmern über dem Antiquarium. Die hier vorliegende Darstellung ist eine Wiederholung des Themas, bei der auf dem verschattet im Vordergrund stehenden Pfosten die Jahreszahl „1764“ zu finden ist. Jedoch lassen sich mehrfach Abweichungen gegenüber dem Original finden; so fehlt bei der Figurengruppe ein kleines Mädchen, ebenso wie die fehlenden Figuren am unteren rechten Bildrand an der Treppe. Der Vordergrund wird zudem von einem dunklen Schattenstreifen durchzogen, nicht so beim Original, bei dem der Vordergrund heller ist. Durch die dunklere Schattierung und die weggelassenen Figuren wird erreicht, dass der Blick des Betrachters mehr auf die prachtvolle Silhouette der Stadt mit ihren bekannten Bauten gelenkt wird mit den Türmen der Marienkirche, des Alten Peters, der Heilig Geist Kirche und der Theatinerkirche.Bereits 1772 fertigte Franz Xaver Jungwierth einen Kupferstich an, dem als Vorlage zu Bellottos reduzierte eigenhändige Wiederholung seiner Münchner Stadtvedute diente, die sich in der National Gallery in Washington D. C. erhalten hat. Auf diesem fehlen auch das Mädchen links ebenso die Figuren am Treppenaufgang rechts. Das vorliegende Gemälde folgt somit der späteren Version der Ansicht von München, die sich in Washington befindet. Die Ausführung der Figuren, so Bozena, entspricht weitgehend der Beschreibung von Bellotto, aber die Malweise ist strenger. Im Gegensatz dazu sind die Architekturen und die Landschaft in einer malerischeren und lockereren Weise ausgeführt.

Provenienz:
Seit 100 Jahren im Familienbesitz des heutigen Eigentümers.

Anmerkung:
Die Historikerin Bozena Anna Kowalczyk hat sich mit der Erforschung und Authentifizierung der Werke von Bellotto beschäftigt, insbesondere sein Beitrag zur Darstellung europäischer Städte durch seine realistischen Stadtansichten (Veduten) untersucht und sie war an der Zuordnung von Werken, wie beispielsweise einer Zeichnung von Florenz, an Bellotto beteiligt. (1460661) (18)



Bernardo Bellotto,
1721 Venice – 1780 Warsaw, follower of

VIEW OF MUNICH

Oil on canvas.
82 x 170 cm.
Dated “1764” on post lower right.

Accompanied by an expert’s report by Bozena Anna Kowalczyk, Venice, 22 November 2015.
Furthermore, an art-historical assessment by Macro Pesarese, Munich, dated 28 November 2015.

The original painting by Bellotto, View of the City of Munich from the East Side (1761), is held in the Residenzmuseum, specifically in the Elector’s Apartments above the Antiquarium. The present painting is a repetition of this subject. However, several deviations from the original are apparent: for instance, a small girl is absent from the group of figures, as are the figures at the lower right edge of the composition near the stairs. The foreground is also traversed by a dark shadow, in contrast to the original, where the foreground appears brighter.
As early as 1772, Franz Xaver Jungwierth produced a copperplate engraving based on Bellotto’s reduced, hand-drawn repetition of his View of Munich, now preserved in the National Gallery,Washington, D.C. This version likewise omits the girl on the left and the figures on the staircase to the right. The present painting therefore follows the later version of the View of Munich held in Washington. According to Bozena, the treatment of the figures largely corresponds to Bellotto’s manner, although the painting style is notably more rigid.

Provenance:
In family ownership of the current owner for 100 years.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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