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Thursday, 6 December 2018

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Bedeutende französische Kaminuhr
Detailabbildung: Bedeutende französische Kaminuhr
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Detailabbildung: Bedeutende französische Kaminuhr
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Bedeutende französische Kaminuhr

Lot 99 / Bedeutende französische Kaminuhr

Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr Details: Bedeutende französische Kaminuhr

99
Bedeutende französische Kaminuhr

Höhe: 47 cm.
Breite: 54,5 cm.
Tiefe: 20 cm.
Auf dem Ziffernblatt Uhrmachersignatur "Gaston Jolly Fils à Paris".
19. Jahrhundert.

Catalogue price€ 30.000 - 35.000 Catalogue price € 30.000 - 35.000

 

Bronze, feuervergoldet. Mit Figurengruppe nach dem berühmten Gemälde von Jacques Louis David (1748-1825) "Der Schwur der Horatier" von 1784. Die außergewöhnliche Größe der Kaminuhr erklärt sich auch daraus, dass bereits das Gemälde von David schon im Entstehungsjahr eine außergewöhnliche Beachtung und Bedeutung erfuhr. Letztlich hat der Maler mit diesem Gemälde schon zu Lebzeiten König Ludwig XVI.den Stil des Empire begründet. Das Thema, das eigentlich nur die Verteidigungsbereitschaft für Staat und Volk bedeutet hatte, wurde auch in Theateraufführungen gefeiert, wie in dem Stück "Horace" von Pierre Corneille (1606-1684). Auch weit später noch wurde die Darstellung als Revolutionsthema neu interpretiert. Gezeigt ist auf dem längsziehenden Sockel die Szene nach dem antiken Geschichtsschreiber Livius, wonach im 7. Jhr. v. Chr. ein Stellvertreterkampf junger Kämpfer der Römer gegen die Etrusker stattfand. Die Gruppendarstellung zeigt die drei römischen Brüder, die ihrem Vater gegenüber die Waffentreue schwören. Der Kampf, der je drei gegen drei streitenden Jünglinge ist an der Sockelvorderseite wiedergegeben, wobei letztlich nur einer der Horatier als Sieger hervorging, hier im Relief mittig dargestellt. An den Reliefseiten römische bzw. etruskische Architektur. Das Uhrengeäuse insgesamt auf Löwentatzenfüßen, mit leicht vortretendem Grundgesims mit Palmettenfries. Als Aufsatz zwischen den Figuren ein hochrechteckiger altarartiger Aufbau mit Blattapplikationen und Kriegstrophäen, darüber gleichsam als Ehrung der Horatier drei Lorbeerkränze. An den Sockelseiten Kriegstrophäen. Weißes Emailziffernblatt mit römischen Stunden, gebläute Breguettzeiger, Vierzehntagegehwerk, Pendel an Metallfederaufhängung (möglicherweise später nachgerüstet), Schlossscheibenschlag für Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Das Uhrenmodell wurde von verschiedenen Uhrmachern mit Werken ausgerüstet, neben dem hier genannten Uhrmacher wird auch ein Marchand Arturs genannt; entsprechende Exemplare finden sich in den Sammlungen des englischen Königshauses, ein weiteres Exemplar in der Münchner Residenz sowie im Königspalast von Stockholm.

Literatur:
Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la pendule française du Moyen Age au XXe siècle, Paris 1997.
Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen. Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus, München 1986. (1171654) (130800) (11)

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