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Impressionisten & Moderne Kunst
Donnerstag, 31. März 2022

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André Lhote, 1885 Bordeaux – 1962 Paris

724
André Lhote,
1885 Bordeaux – 1962 Paris

BATEAU À ROUE À AUBES Öl auf Leinwand.
23 x 34 cm.
Um 1920. Rechts unten signiert „A. Lhote“.
Im cremefarbenem Passepartout, in Montparnasse-Rahmen.

Katalogpreis€ 40.000 - 60.000 Katalogpreis € 40.000 - 60.000  $ 44,000 - 66,000
£ 36,000 - 54,000
元 283,600 - 425,400
₽ 3,728,000 - 5,592,000

 

Inmitten einer Flusslandschaft, die nach vorn hin von Vegetation in verschiedenen Grüntönen begrenzt wird, sind zwei Schiffe unterschiedlichen Formates zu sehen, deren französische Beflaggung zu einer nationalen Feierlichkeit beitragen mögen. Wie auch die geometrisierte Vegetation im Vordergrund in unterschiedlichen Tönen schimmert und in verschiedenen Richtungen wächst, ist auch das Flussdelta seiner Dichte und seines Nährstoffreichtums gemäß, in verschiedenen Farben dargestellt, die dem Bild ein horizontal gestuftes Gepräge geben, während sich die Dampfwolken des Schaufelraddampfers in den Felsen am Horizont wiederholen.
Die dunklen, rechteckigen Silhouetten der Boote scheinen auf Schienen zu gleiten. André Lhote folgt hier den kubistischen Theorien, um sein Bild zu konstruieren. Die pastellfarbene Farbpalette ist Cézanne zu verdanken, dessen glühender Bewunderer Lhote war.

André Lhote (1885-1962) war ein französischer Maler und Kunsttheoretiker. Nach einer zehnjährigen Lehre in der Kunsttischlerei Courbaterre, besuchte er die Kurse für dekorative Kunst an der Kunstschule in Bordeaux bis 1904. Danach widmete er sich der Malerei, entdeckte Gauguin (1848-1903) und Cézanne (1839-1906), aber auch die afrikanische Kunst. Nach seiner Ankunft in Paris im Jahr 1907 nahm er am Salon d‘Automne teil und veranstaltete 1910 seine erste Ausstellung in der Galerie Eugène Druet. Mit seinem Gemälde „Paysage français“ trat er 1912 der kubistischen Bewegung bei.
Er lehnte jedoch die abstrakte Seite der Bewegung ab und blieb den romanischen Fresken und der traditionellen Kunst verbunden. Er versuchte stets, eine Verbindung zur klassischen Malerei zu bewahren. Ab 1918 unterrichtete er Malerei an verschiedenen Akademien, bis er 1925 seine eigene Akademie in Montparnasse gründete, an der viele Maler der Pariser Schule studierten, wie Hans Hartung (1904-1989) oder Tamara de Lempicka (1898-1980). Im Jahr 1919 wird er Kunstkritiker in der Nouvelle Revue française. In der Zeit von 1920 bis 1930 war Lhote sehr aktiv und nahm an zahlreichen Ausstellungen in Frankreich und im Ausland teil.
Als wichtiger Initiator von Reflexionen über die Entwicklung der Kunst beteiligte er sich an den großen Polemiken der Kunstszene der Zwischenkriegszeit. Er verfasste u.a. die „Traité du paysage“ (1939) und „Traité de la figure“ (1950). Lhote organisierte auch ab 1926 Sommerkurse für seine Schüler in seinem Haus in Mirmande in der Drôme. 1938 kaufte er in Gordes ein Haus, in dem während der Besatzung viele Künstler Zuflucht fanden, darunter auch Marc Chagall (1887-1985). 1958 ist das Jahr der großen Retrospektive seines Werks im Musée National d’Art Moderne in Paris, gefolgt von einer zweijährigen retrospektiven Ausstellung in der Juster Gallery in New York. (†) (13013321) (13)


André Lhote,
1885 Bordeaux – 1962 Paris
BATEAU À ROUE À AUBES (PADDLE STEAMER)Oil on canvas.
23 x 34 cm.
Ca. 1920. Signed lower right “A. Lhote”.
In Montparnasse frame with crème-coloured mount. (†)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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