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Skulpturen & Antiken
Donnerstag, 27. Juni 2024

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Agathon Léonard, 1841 Lille – 1923 Paris

535
Agathon Léonard,
1841 Lille – 1923 Paris

DANSEUSE AU COTHURNEHöhe: 42 cm.
Gesamthöhe: 60 cm.
Rückseitig signiert „A. Léonard Sclp.“ mit dem runden Gießerstempel „SUSSE FRÈRES PARIS“.

Katalogpreis € 25.000 - 35.000 Katalogpreis € 25.000 - 35.000  $ 26,750 - 37,450
£ 20,000 - 28,000
元 194,000 - 271,600
₽ 2,337,250 - 3,272,150

 

Bronzeguss, in Kaltarbeit nachziseliert, mit Goldpatina. Vergoldete Bronzefigur aus dem Zyklus „Le jeu de l’echarpe“, Entwurf 1898. Die Tänzerin in langem, am Boden aufstehendem Faltenkleid mit weiten, ausschwingenden Ärmeln. Der besondere Aspekt der Gestaltung ist die Erfassung eines kurzen Augenblicks in der Bewegung, was der Figur trotz aller Ruhe die Spannung verleiht. Das über die Figur weit ausschwingende Tuch hat den Einsatz einer Glühbirne erlaubt, die den zurückgeneigten Kopf wirkungsvoll beleuchtet. Elektrifiziert.
Die Figur entstand als Teil einer Tänzerinnen-Gruppe „Jeu de l’Echarpe“, zunächst konzipiert als Wandreliefs für ein Theaterfoyer. Alexandre Sandier, Leiter der Porzellanmanufaktur Sèvres, sah die Modelle 1897 auf der Ausstellung der Société nationale des Beaux-Arts in Paris und beauftragte den Künstler, einen mehrteiligen Tafelaufsatz in Porzellan mit zwölf Tänzerinnen und Musikerinnen zu realisieren, bis 1901 um drei Figuren erweitert. So wurden die Figuren der Gruppe auch in Sèvres-Porzellan in verschiedenen Größen hergestellt.
Die Figurengruppe weithin anerkannt zu den schönsten Werken der Jugendstil-Plastik.
Die Gießerei Susse Frères sicherte sich schon 1901 die Rechte an der Bronzeproduktion. 

Der Künstler Agathon Léonard van Weydefeldt entstammte einer belgischen Familie, erhielt die französische Staatsbürgerschaft, nachdem er 1870 auf der französischen Seite gekämpft hatte. Er begann das Studium an der Akademie in Lille, danach an der École nationale supérieur des beaux-arts de Paris, unter anderem bei Eugène Delaplanche. 1868 nahm er am Salon teil, wurde 1887 Mitglied der Société des Artistes Français. Bei dem berühmten Jean-Baptiste Carpeaux war er als Praktikant beteiligt am Bau der „Fontaine de l’Observatoire“ in Paris (1867-1874). Anlässlich der Pariser Weltausstellung 1889 erhielt er die Silbermedaille, 1900 den Orden der Ehrenlegion, 1901 die Goldmedaille. A.R.

Literatur:
Vgl. Ingeborg Böstge, Emmanuelle Héran, Agathon Léonard. Le Geste Art Nouveau, Paris 2003.
Vgl. Alberto Shayo, Statuettes of the Art Deco period, Woodbridge/ Suffolk 2016. (1401587) (11)



Agathon Léonard,
1841 Lille – 1923 Paris

DANSEUSE AU COTHURNE

Height: 42 cm.
Total height: 60 cm.
Signed “A. Léonard Sclp.” on the reverse with round foundry mark “SUSSE FRÈRES PARIS”.

Bronze; cast, cold work with gold patina. Gilt-bronze figure from the cycle “Le jeu de l’écharpe”, designed in 1898. The figure was created as part of a group of dancers titled “Le jeu de l’écharpe”, initially conceived as a wall relief for a theatre foyer. Alexandre Sandier, director of the Sèvres porcelain manufactory, saw the models in 1897 at the exhibition of the Société nationale des Beaux-Arts in Paris and commissioned the artist to create a multi-part porcelain centrepiece with twelve dancers and musicians, which was expanded by three figures by 1901. The figures of the group were also manufactured in Sèvres porcelain in various sizes. This group of figures is widely recognized as one of the most beautiful works of Art Nouveau sculpture. The Susse Frères foundry secured the rights to the bronze production as early as 1901. Electrified.

Literature:
cf. Ingeborg Böstge, Emmanuelle Héran, Agathon Léonard. Le Geste Art Nouveau, Paris 2003.
Alberto Shayo, Statuettes of the Art Deco period, Woodbridge/ Suffolk 2016.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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