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Kunsthandwerk, Waffen & Jagd
Samstag, 28. März 2009

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Jean Marc Nattier, 1685 - 1766 Paris, Werkstatt
Detailabbildung: Jean Marc Nattier, 1685 - 1766 Paris, Werkstatt
Detailabbildung: Jean Marc Nattier, 1685 - 1766 Paris, Werkstatt
Detailabbildung: Jean Marc Nattier, 1685 - 1766 Paris, Werkstatt
Detailabbildung: Jean Marc Nattier, 1685 - 1766 Paris, Werkstatt

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Jean Marc Nattier,
1685 - 1766 Paris, Werkstatt

BILDNIS DES HERZOG LOUIS PHILIPPE VON ORLEANS (12.5.1725 - 18.11.1785)
Öl auf Leinwand. Doubliert.
129 x 96 cm

Katalogpreis € 18.000 - 20.000 Katalogpreis€ 18.000 - 20.000  $ 19,800 - 22,000
£ 16,200 - 18,000
元 129,060 - 143,400
₽ 1,499,400 - 1,666,000

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Äußerst fein gemaltes, großformatiges Kniestück des französischen Herzogs im Feldkürass, mit kurzer, gepuderter Perücke, am roten Band der Orden vom Goldenen Vlies, an der blauen Moiré-Schärpe der Orden vom Heiligen Geist. Der Herzog ist stehend dargestellt, die linke Schulter leicht dem Betrachter zugewandt, die linke Hand am Degen. Die rechte Hand hat er auf den mit Straußenfedern geschmückten Helm aufgelegt. Die Persönlichkeit des Herzogs hat der Maler durch einen überlegen-stolzen Gesichtsausdruck wiedergegeben, mit hochgezogenen Brauen und einem leicht nach unten gerichteten, kritisch durchschauenden Blick über die Schulter. Insbesondere vor dem gemalten Hintergrund, der Rauchschwaden eines Kampfgeschehens zeigt, sollte ein solcher Gesichtsausdruck der Überlegenheit den Dargestellten auch als Kriegsheld und Sieger erscheinen lassen.

Provenienz:
Im Gegensatz zu einer bekannten weiteren Wiederholung dieses Themas weist dieses Gemälde die erstrangige Provenienz - königlichen Besitz - auf. Das Bild befand sich bis 1848 in der Sammlung des gleichnamigen Enkel des Dargestellten, des Königs von Frankreich, Louis Philippe (geb. 1773, gest. 1850), der zwischen 1830 und 1848 regierte und als “Bürgerkönig” in die europäische Geschichte einging. Die Inventarnummer der Sammlung - “274bis” - sowie die Besitzmarkierung mit der Krone und den Initialen des Königs “L.P.O.” - Louis Philippe d’Orléans - wurden auf die vorher schon doublierte Leinwand rückseitig aufgebracht. Derselbe Leinwandstempel ist auch von anderen Gemälden bekannt, z.B. einem Porträt der Rubensschule, versteigert 1995 bei Sotheby’s N.Y. als Lot 26, der Stempelabdruck wurde im Katalog ebenfalls abgebildet.

Des Weiteren ist auf der Rückseite gelegentlich der Inventarisierung die Beschriftung erfolgt, die den Dargestellten als den Großvater des königlichen Besitzers nennt: “Louis Phillippe, Duc d’Orléans, né
à Versailles le 12 Mai 1725, mort à Saint Assise le
18 Novembre 1785”.

Auf der Vorderseite des Gemäldes ist links am Unterrand eine weitere Inventar-Nummer “355.4” in Ölfarbe aufgebracht worden. Auf dem hölzernen Spannrahmen befindet sich ein Brandstempel mit Krone und den noch nicht geklärten Initialen “L.P.D.”
Der rote Gummistempel dokumentiert die Versteigerung des Gemäldes vom 5. Juni 1956 “Chateau de Tourronde”.

Der Dargestellte ist von Jean-Marc Nattier bekanntermaßen wenigstens zweimal portaitiert worden - entsprechend wurden wenige hochrangige Atelierwiederholungen - wie die hier vorliegende - erstellt, wie die Inventar-Nummern in Versailles (MV 3815 und MV 5585) belegen, im Katalog der Museen von Versailles, 1995, als Nr. 3817 und 3825 aufgeführt.

Das Bildnis ist zeitlich durch zwei Eckdaten einzuordnen:
Es kann nur nach der Verleihung des Ordens vom Goldenen Vlies im Jahre 1752 - aber noch vor Auflösung der Werkstatt Nattiers im Jahre 1766 gemalt worden sein.

Dem Gemälde ist ein dokumentiertes Gutachten von Ludwig Meyer, Archiv für Kunstgeschichte - München - vom 21. Oktober 2001 beigegeben, das auch die historische Bedeutung des Gemäldes kommentiert: „Durch die bedeutende Provenienz aus dem Hause Orléans bekommt das Gemälde historisches Gewicht. Die schöne Malkultur kommt nur noch hinzu. Das Gemälde steht gleichrangig neben den schon erwähnten Bildern im Schloss von Versailles.“ (682521)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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