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Max Liebermann
Donnerstag, 22. September 2005

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Detailabbildung: Max Liebermann, 1847-1935 Berlin

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Max Liebermann, 1847-1935 Berlin

47
Max Liebermann,
1847-1935 Berlin

SELBSTBILDNIS MIT BRILLE UND SKIZZENBUCH (1913)

Katalogpreis € 7.000 - 8.400 Katalogpreis€ 7.000 - 8.400  $ 7,700 - 9,240
£ 6,300 - 7,560
元 49,630 - 59,556
₽ 652,400 - 782,880

Bleistift und blauer Korrigierstift auf Papier
29,2 x 22,8 cm
Bez. links unten (mit Bleistift): M Liebermann

SELF-PORTRAIT WITH GLASSES AND SKETCHBOOK (1913)

Pencil and blue correcting crayon on paper
11,5 x 9 in.
Sign. lower left (with pencil): M: Liebermann

Zustand:
Papier etwas vergilbt.

Provenienz:
Dr. Othmar Fritsch, Hamburg-Wien-New York (wohl vom Künstler erworben); Graphisches Kabinetts Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen; Sammlung Hans-Georg Karg, Geschenk des Graphischen Kabinetts Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen (1990); Sammlung Hans-Georg Karg, Bad Homburg-Gut Sossau/Gräbenstatt (1990 erworben als Geschenk des Graphischen Kabinetts Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen).

Nur selten hat Max Liebermann sich selbst mit Brille dargestellt. Offenbar brauchte er diese nur zum Lesen. Fotos aus späteren Jahren belegen, daß er beim Vorlesen seiner Manuskripte eine Brille trug (wie z. B. bei seinen Eröffnungsreden als Präsident der Akademie der Künste), aber nicht beim Zeichnen. Auch der Gratulationsbrief, den er 1932 Gerhart Hauptmann zu dessen 70. Geburtstag schrieb, und auf dem er sich selbst mit Brille beim Schreiben gezeichnet hat, deutet darauf, daß er dieses Accessoire nur als Lesehilfe brauchte (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Nachlaß GH, Br. NL, ML an GH, Blatt 24). Vielleicht hatte der Künstler, als er die vorliegende Zeichnung machte, die Augengläser gerade bekommen und wollte er ausprobieren, ob es sich damit auch besser zeichnen ließ. Oder vielleicht wollte er einfach sein neues Aussehen dokumentieren. Da die Zeichnung im Vorfeld der Radierung “Selbstbildnis stehend und zeichnend“ aus dem Jahr 1913 (Schiefler 148) entstanden ist, ist dieses Blatt, in dasselbe Jahr zu datieren. 1913 wurde Liebemann 66 Jahre alt. Beiliegend vier Autographen Max Liebermanns (vom 15. 8. 1924, 17. 9. 1924, 23. 12. 1924 bzw. 12. 3. 1925) an Dr. Othmar Fritsch, aus dessen Besitz dieses Blatt stammt. In den ersten zwei Briefen bedauert Max Liebermann, zurzeit kein Selbstbildnis zu haben, das er Herrn Fritsch verkaufen könnte: “Kunst wird nicht “gemacht“ (oder sollte wenigstens nicht gemacht werden), sondern das Werk entsteht gleichsam unbewußt, ich möchte fast sagen, zwecklos: was selbstredend nicht ausschließt, daß ein Künstler einen Auftrag ausführt. Aber er führt ihn aus, wenn er dazu getrieben wird und zwar von innen“. (5906030)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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