Your search for Max Liebermann in the auction

 

Max Liebermann
Thursday, 22 September 2005

» reset

Max Liebermann, 1847-1935 Berlin

20
Max Liebermann,
1847-1935 Berlin

KINDERSPIELPLATZ IM BERLINER TIERGARTEN (1899)

Catalogue price ‚ā¨ 280.000 - 340.000 Catalogue price‚ā¨ 280.000 - 340.000  $ 336,000 - 408,000
£ 252,000 - 306,000
元 2,116,800 - 2,570,400
₽ 23,847,600 - 28,957,800

You would like to sell a similar artwork in auction?

Consign now Private Sale Service FAQ


Your consignments are always welcome.

Our staff will be happy to personally assist you every step of the way. We look forward to your call.
Get in touch with our experts

 

Further information on this artwork

Pastell auf Papier √ľber einem Keilrahmen
56 x 77 cm
Bez. und datiert links unten (mit schwarzer Kreide): M. Liebermann 99
Das Pastell wird von Margreet Nouwen aufgenommen in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Pastelle, Aquarelle und Gouachen Max Liebermanns.

CHILDREN’S PLAYGROUND IN THE TIERGARTEN OF BERLIN (1899)

Pastel on paper over canvas stretcher
22 x 30 in.
Sign. and dated lower left (with black chalk):
M. Liebermann 99
The pastel painting will be included in the catalogue raisonné of pastels, watercolors and gouaches by Max Liebermann being prepared by Margreet Nouwen

R√ľckseitige Notizen:
Oben auf der r√ľckseitigen Holzplatte: Wei√ües Etikett (der Kunsthandlung Paul Cassirer) mit (links, rechts und oben) gezahnten R√§ndern (handschriftlich mit Feder): ‚Äú16237 / Max Liebermann / Kinderspielplatz im / Tiergarten (1899)‚Äú.

Zustand:
Farben sehr frisch, rechts oben ein kleiner Einriß.

Provenienz:
Wer [ner?] Weisbach; am 3.10.1917 an P. Cassirer verkauft; Paul Cassirer, Berlin (PC-Nr. 16.237: “Kinderspielplatz im Tiergarten 1899“, Pastell, am 3.10.1917 von Wer [ner?] Weisbach gekauft; am 3.10.1917 an E. Arnold verkauft; E. Arnold (Kunsthandlung Ernst Arnold in Dresden?) (am 3.10.1917 bei Paul Cassirer gekauft); Kunst des 20. Jahrhunderts, Kunsthaus Lempertz, Auktion 465, Köln 3.6.1961, Kat. Nr. 269, Abb. auf Taf. 29; Privatbesitz, Hamburg; Galerie Pels-Leusden, Berlin 26.2.1996; Sammlung Hans-Georg Karg, Bad Homburg-Gut Sossau, Nr. 20 (erworben 1996 bei Galerie Pels-Leusden, Berlin); Karg’sche Familienstiftung.

Ausstellungen:
Max Liebermann zu Ehren. Ged√§chtnisausstellung, Galerie Dr. B√ľhler, M√ľnchen 22.3.-26.4.1985, Kat. Nr. 16 (Leihgabe aus Schweizer Privatbesitz).

Literatur:
Eberle (1995), S. 478 (unter Nr. 1897/27), erwähnt.

Vom Berliner Tiergarten sagte man zu Recht, er sei ein echter Volksgarten gewesen. Frei zug√§nglich, war er der Treffpunkt f√ľr alle sozialen Schichten der Gro√üstadt. Jedermann sch√§tzte diesen f√ľr alle so nahe gelegenen Erholungsort. Hier sah man die Reiter der oberen Zehntausend ebenso wie zahllose Droschken den Park durchkreuzen. Pension√§re, Liebespaare und Kinderm√§dchen mit den Spr√∂√ülingen der ‚Äúbesseren‚Äú Leute bev√∂lkerten die Alleen und Pl√§tze. An sonnigen Tagen sollen sich die B√§nke unter dem Gewicht der Ammen, Bonnen und Gouvernanten gebogen haben, die auf die ihnen anvertrauten Kinder achteten. Der Tiergarten lag von Max Liebermanns diversen Wohnungen in Berlin jeweils nur Schritte entfernt. Hier hatte er schon als Knabe gespielt, hier war er als J√ľngling ausgeritten, hier f√ľhrte er als reifer Mann seinen Dackel spazieren.
Das vorliegende Pastell ist wieder einmal ein Beispiel daf√ľr, da√ü Max Liebermann bereits gefundene Motive mit Hilfe dieser Technik publikumswirksamer gestalten m√∂chte. Zugrunde liegt der Komposition ein √Ėlbild aus dem Jahre 1882 ‚ÄúKinderspielplatz im Tiergarten‚Äú (Eberle 1882/2). Hier wie dort blickt man zwischen zwei dicken Baumst√§mmen auf eine Lichtung, in deren Mitte kleine Jungen und M√§dchen sich an einem gro√üen Sandhaufen zu schaffen machen. Auf den B√§nken ringsherum sitzen die Kinderm√§dchen. Im Prinzip achten sie auf ihre Sch√ľtzlinge, nebenbei ergibt sich hier aber auch Gelegenheit zum Austausch. Von den drei Frauen rechts im Vordergrund sind zwei im lebhaftem Gespr√§ch, w√§hrend die Frau in ihrer Mitte mit einem Kleinkind auf dem Scho√ü aufmerksam ein anderes Kind beobachtet. Weiter im Hintergrund sitzt eine g√§nzlich in Wei√ü gekleidete Amme mit einem S√§ugling. Der junge Mann in Uniform daneben l√§√üt sie nicht aus den Augen.
Die beiden - f√ľr Berlin so typischen - Spreew√§lder Ammen, die uns auf dem Weg entgegenkommen, geben dem Motiv Lokalkolorit. Mit ihren blendendwei√üen gro√üen Hauben und bauschigen R√∂cken bilden sie - genau im Fluchtpunkt der Komposition - einen wahren Blickfang. Alle Einzelheiten werden aber vereint und zusammengefa√üt durch das Licht, das sanft gefiltert durch das Laub der B√§ume auf die Menschen, die Bank, den Kinderwagen, die St√§mme und den Boden f√§llt. M√∂gen die Kinderm√§dchen den Fluchtpunkt besetzen, den Vordergrund der Szene beherrschen zweifellos die Kinder, die f√ľr den Maler eine immer neue Quelle der Faszination waren. ‚ÄúLiebermann bewunderte immer aufs neue, wie solch ein Kind spielen kann - als w√§re das Leben ringsum versunken. Und eben diese Spielversonnenheit, dieser unbeirrte, gefa√üte Trieb, diese isolierte Beweglichkeit [...].‚Äú (Julius Elias: Max Liebermann zu Hause, [Paul Cassirer] Berlin 1918, S. 52) haben ihn immer wieder begeistert, wovon auch die zahlreichen Darstellungen seiner spielenden Tochter und Enkelin zeugen. (590606)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

further catalogues Max Liebermann

HAMPEL FINE ART AUCTIONS — one of the leading auction houses in Europe