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Gemälde 16. - 18. Jahrhundert
Donnerstag, 22. September 2016

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Guido Reni, 1575 Bologna – 1642 ebenda
Detailabbildung: Guido Reni, 1575 Bologna – 1642 ebenda
Detailabbildung: Guido Reni, 1575 Bologna – 1642 ebenda
Detailabbildung: Guido Reni, 1575 Bologna – 1642 ebenda
Detailabbildung: Guido Reni, 1575 Bologna – 1642 ebenda
Detailabbildung: Guido Reni, 1575 Bologna – 1642 ebenda

898
Guido Reni,
1575 Bologna – 1642 ebenda

JOSEPH UND POTIPHARS WEIB Öl auf Leinwand.
213 x 190 cm.
Auf der Rückseite erkennt man eine mit Tinte geschriebene Unterschrift: „G.R.F.“ (Guido Reni Fecit).

Katalogpreis € 60.000 - 80.000 Katalogpreis€ 60.000 - 80.000  $ 66,000 - 88,000
£ 54,000 - 72,000
元 430,200 - 573,600
₽ 4,998,000 - 6,664,000

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Weitere Informationen zu diesem Werk

Expertisen von Prof. Federico Zeri (1987), Stephen Pepper (1990) und Emilio Negro (2005). Alle Experten schreiben das Werk übereinstimmend Guido Reni zu. Eine chemische Schichtanalyse, die durch „Diagnostica per l’arte, Davide Bussolari“ erfolgte, bestätigt die Authentizität der verwendeten Pigmente.

Das Gemälde zeigt jene Legende des Joseph - Sohn von Jakob und Rachel - die im 17. Jahrhundert viele Künstler inspirierte, nämlich wie er als Sklave des Potiphar, dem Kommandanten der Garde des Pharao, von dessen Frau umgarnt wird. Joseph verweigerte sich der Frau und floh, wobei er seinen Mantel zurückließ. Die Frau rächte sich, indem sie den Mantel als Beweis vorzeigte, um so Joseph der Belästigung zu bezichtigen und ihn einsperren zu lassen (Gen, 39, 7-20). Wir wissen von Cesare Malvasia (Falsina pittrice, Bologna 1678), dass Guido Reni diesem Thema zumindest drei Fassungen gewidmet hat, von denen – außer der vorliegenden – zwei bekannt sind, diejenige im Pushkin Museum in Moskau und die der Sammlung des Vicomte von Coke, Holkam Hall (Norfolk). Alle drei Gemälde weisen einen ähnlichen Aufbau auf (auch wenn es durchaus Abweichungen gibt), so zum Beispiel die bewusste Theatralik, die weichen, erlesenen Farben, die üppigen Faltenwürfe und die sorgfältig ausgearbeiteten Stoffe. Reni wählt hier eine undramatische, ja nüchterne Darstellungsweise und schafft so eine fast unnahbar dekorative, klassizistische Version des Geschehens.
Das vorliegende Werk entstand wahrscheinlich, ebenso wie die anderen beiden erwähnten Gemälde, um die Mitte der dritten Dekade, als Reni „Lucrezia“ malte (Neues Palais, Potsdam), aber auch „Lucrezia mit dem Haupt des Holofernes“ (Sammlung Sedlmayr, Genf), „Cleopatra“ (Privatbesitz, Florenz) oder „Nino und Seramide“ (vormals Gemäldegalerie Dresden, 1945 zerstört).

Provenienz:
Privatsammlung. (1070891) (21)


Guido Reni,
1575 Bologna – 1642 ibid.

JOSEPH AND POTIPHAR'S WIFE

Oil on canvas.
213 x 190 cm.
An inscription in ink is visible on the reverse: “G.R.F.” [Guido Reni Fecit].

Accompanied by expert reports from Professor Federico Zeri (1987), Stephen Pepper (1990) and Emilio Negro (2005). All experts agree in their attribution of the work to Guido Reni. Pigment analysis carried out by Davide Bussolari of Diagnostica per l’arte Fabbri, has confirmed the authenticity of the paints used.

The work depicts a story that inspired many 17th century artists: Joseph, son of Jacob and Rachel, has become a slave of Potiphar, the commander of Pharaoh’s guard, and is being ensnared by Potiphar’s wife. We know from Cesare Malvasia (Falsina pittrice, Bologna 1678) that Guido Reni painted at least three versions of this subject; aside from the offered painting, two of these are known and are held in the Sate Pushkin Museum of Fine Arts, Moscow and the Collection of Viscount Coke at Holkham Hall in Norfolk. All three paintings have a similar design. Just as the other two aforementioned works, the present painting was probably created in the middle of the third decade when Reni painted Lucrezia (Neues Palais, Potsdam), Lucrezia with the head of Holofernes (Sedlmayr Collection, Geneva); Cleopatra (Private Collection, Florence) and Nino and Seramide (formerly Gemäldegalerie Dresden, destroyed 1945).

Provenance:
Private Collection.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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