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Büstenpaar der Stammhausbegründer der lombardischen Familie Visconti
Detailabbildung: Büstenpaar der Stammhausbegründer der lombardischen Familie Visconti
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Büstenpaar der Stammhausbegründer der lombardischen Familie Visconti

Höhe der Büsten: jeweils ca. 74 cm.
Sockelhöhe: 22 cm.
Gesamthöhe: ca. 96 cm.

Prezzo del catalogo € 120.000 - 140.000 Prezzo del catalogo€ 120.000 - 140.000  $ 144,000 - 168,000
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Die beiden überlebensgroß gearbeiteten Terrakotta-Büsten, später gesockelt, stellen den Begründer der lombardischen Herrscherfamilie Visconti, Ottone Visconti, dar, sowie Guido Visconti. Die im 18. Jahrhundert geschaffenen Büsten sind retrospektive Ahnenbildnisse des Adelshauses. Ottone Visconti, 1207 - 1295, war Begründer der Macht der Familie in Mailand und der Lombardei. Er begann seine Karriere als Kanoniker und wurde von Papast Urban IV. als Anführer der Ghibellinen (Waiblinger) zum Erzbischof von Mailand ernannt. Siegreich über die Guelfen begründete er die Macht der Visconti als Herrscher über Lombardei und Mailand. Ottone Visconti mit seitlich hochgestülpter Mütze dargestellt, das Barthaar über eine Halskrause gelegt, der Kragen offen, der Mantel in bewegte Falten gelegt.
Das Gegenstück zeigt Guido Visconti, den Vater des Ottone, ebenfalls bärtig wiedergegeben, barhäuptig, das Haar in bewegten Locken vorgestellt, im Brustharnisch, der auf der Vorderseite reich im Relief ornamentiert ist, darüber Feldherrnmantel in Art der Antike. Über die Büste gelegte Kette mit einem lorbeerbekröntem Cäsarenbildnis. Erscheinung und Kostüm der beiden Ahnenfiguren in für das 18. Jahrhundert altertümlicher Auffassung in einer Mode, die zur Entstehungszeit der Büsten bereits lange zurücklag. Noch ohne Genauigkeit der Kostümkunde, die erst im 19. Jahrhundert geläufig war. Die beiden Büsten stammen aus einem Herrschersitz der Familie Visconti und wurden Ende des 19. Jahrhunderts veräußert, neben weiteren Ahnenbüsten der Dynastie, die im 18. Jahrhundert Bestandteil einer Ahnengalerie waren. Außerordentlich qualitätvolle Bildhauerarbeit des 18. Jahrhunderts, in feiner Detailgestaltung, markant auf Fernwirkung gearbeitet, in ausgezeichneter Erhaltung. Die gebrannten Büsten im 19. Jahrhundert auf runde, oben sich verjüngende Tonsockel gestellt, verso die originalen, in den Ton der Büste eingearbeiteten Eisenverankerungen erhalten. (721424)

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