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Gedenk-Schmuckgeleucht aus Bein, datiert „1810“
Detailabbildung: Gedenk-Schmuckgeleucht aus Bein, datiert „1810“

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Gedenk-Schmuckgeleucht aus Bein, datiert „1810“

Höhe: 14,5 cm.
Durchmesser Stand: 7,5 cm.
Deutschland/ Sachsen, Annaberg, um 1810.

Prix de catalogue € 8.000 - 10.000 Prix de catalogue€ 8.000 - 10.000  $ 9,600 - 12,000
£ 7,200 - 9,000
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Bein beschnitzt. Die Lampe nimmt die Form eines bergmännischen Öl-Frosches auf. Die Grundfläche ist oval, wobei der leicht gerissene Boden in die Seitenwände wohl mittels eines Falzes eingelassen ist. Die Seitenflächen zeigen zwischen mäandernden Bändern reliefartige Darstellungen von Bergknappen vor Ort, Edelsteine und vorne einen Löwen. Der schmale obere Rand wird von einem sternartigen Ornament durchzogen. Der noch vorhandene Dochtrest ragt aus dem vorderen Teil leicht hervor und ist von einem feuernachahmenden Strahlenkranz umgeben. Auf dem abschraubbaren Deckel ein Gesteinssockel mit bärtigem, vor seinem Herrgott kniendem Bergmann in Arbeitstracht mit Arschleder, Kappe und sog. „Annaberger Blende“, den Schlägel in der rechten Hand haltend, aber auf dem Knie ruhend, die linke Hand auf dem Rücken, als Symbol der nun für immer ruhenden Arbeit, das dort wohl ehemals vorhandene Eisen fehlend. Der Griff rückwärtig in Pfostenform mit geschnitzten Edelsteinen, Tasche und Fackeln, seitlich kanneliert nach oben strebend. Dort ein bogiger Haltegriff, gestiftet und mit falschen Riemen „angebunden“, in einer Maske auslaufend. Oben mäanderndes Band mit Text „NEC SOLI CEDIT“ (ICH WEICHE NICHT DER SONNE).
Innen gravierter Text: III DCCCX (=März 1810 ?). IN MEMORIAM SKT ANENBERG und Initialen L O R D, wahrscheinlich das Monogramm eines verunglückten Bergmanns. Im Deckel das ligierte Monogramm „TvK“, wahrscheinlich eines Berghauptmanns.
Wohl Gedenklampe für einen verunglückten Bergmann, der wahrscheinlich durch die Figur des Bergmannes als Person wiedergegeben wird.
Leicht besch., fehlende Teile, mit reicher Patina, die auf ein tatsächliches Alter aus der Zeit um 1810 schließen lässt, wofür nicht zuletzt die auch einheitliche, streng klassizistische Formensprache des Objekts Zeugnis spricht. Unterhalb ein älterer Zettel mit Zuschreibung.

Vgl. Literatur:
Meisterwerke bergbaulicher Kunst vom 13. bis 19. Jahrhundert. Ausstellungskatalog. Rainer Slotta und Christoph Bartels. Bochum, 1990, S. 368, Nr. 149. (8422120)

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