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 Seltener Münchner Rokokoschrank um 1740

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Seltener Münchner Rokokoschrank um 1740

Zweitüriger Schrank. Die Türfront in der Mitte leicht vorgezogen, die Türen nach der Seite zu in leichtem Schwung nach hinten geführt. Das Gebälk in Form eines kräftigen Hohlkehlenprofils entsprechend nach oben und vorne in leichter Schweifung, überhöht von einem späteren durchbrochen geschnitzten Rocaille-Aufsatz mit Kartusche, die eine Ansicht von München wiedergibt. Die Ecken abgeschrägt. Die Seiten des Schrankes in origineller Weise flügelartig teilweise nach vorne ausklappbar. Der Sockel ebenfalls leicht konvex vortretend. In der Mitte unterhalb des Schließbandes und an den abgeschrägten Ecken durch eine leichte Verkröpfung betont. Auf gequetschten Kugelfüßen. Der Schrank ist aus Weichholz aufgebaut und in Nussbaum, Nusswurzel und helleren Edelhölzern furniert. Die beiden Türen, die breite Schließleiste und die dazu entsprechenden Seiten-Ecklisenen, sowie die ausklappbaren Seitenteile des Schrankes in reicher Bandwerk- und Kassettenmarketerie. Die Türen in drei Kassettenfelder gegliedert: die größeren, hochrechteckigen oberen und unteren Felder durch dunklere Bandeinlagen gerahmt, mit Nußwurzelfurnier belegt, darin in helleren Hölzern ein hochovaler Kranz von C- und S-bogigen Verschlingungen von Rocaille-Ornamenten, durchsetzt von Blütenintarsien. In der Mitte von vier C-Bogen gerahmter, eingelegter Stern. Die mittleren, querliegenden Kassettenfelder, schlicht gerahmt, tragen die gesägten Bandwerkapplikationen in Messing mit großem, rosettenförmigem Türknauf. An den Seitenlisenen ähnlich gearbeitete Bandverschlingungen, die in der Mitte je ein hochoval gestaltetes Medaillonbild mit Landschafts- und Architekturdarstellungen aufweisen. Die ausklappbaren Seiten sind an der Vorderseite durch Scharniere türartig mit dem Lisenenband verknüpft. Hinten in geschweifter Sägung nach unten breiter werdend und in den Sockel einziehend, der an den Seiten ebenfalls mit ausgeschwenkt wird. Die Gesamterscheinung des Möbels besticht durch die Farbigkeit der Marketerie, ebenso wie durch den raffinierten Ausbau, insbesondere mit den ausschwenkbaren Seiten, die das Möbel zu einem seltenen Beispiel des süddeutschen Barocks ausweist. H.: ca. 250 cm. B.: 240 cm. T.: 60 cm. Süddeutsch, Mitte 18. Jhdt. (362864)

Prix de catalogue € 125.000 - 150.000 Prix de catalogue€ 125.000 - 150.000  $ 131,250 - 157,500
£ 112,500 - 135,000
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₽ 8,256,250 - 9,907,500

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