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jeudi, 27 juin 2019

Vente Tableaux de Maîtres anciens Partie I

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Anton Heusler, um 1500 – 1522, zug.
Detailabbildung: Anton Heusler, um 1500 – 1522, zug.
Detailabbildung: Anton Heusler, um 1500 – 1522, zug.
Detailabbildung: Anton Heusler, um 1500 – 1522, zug.
Detailabbildung: Anton Heusler, um 1500 – 1522, zug.
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Detailabbildung: Anton Heusler, um 1500 – 1522, zug.

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Anton Heusler,
um 1500 – 1522, zug.

BATSEBA ERHÄLT DIE BOTSCHAFT DES KÖNIGS DAVID Öl auf Lindenholz. Parkettiert.
45,5 x 37 cm.
Ungerahmt.

Prix de catalogue € 15.000 - 20.000 Prix de catalogue€ 15.000 - 20.000  $ 16,350 - 21,800
£ 13,200 - 17,600
元 117,450 - 156,600
₽ 1,057,350 - 1,409,800

 

Die Legende aus dem zweiten Buch Samuel (Kapitel 11) wird in der Bildkunst in der Regel so erzählt, dass die sich beim Bade befindliche Batseba aus einem Palast von Ferne von dem jungen, sie begehrenden David beobachtet wird. Hier dagegen hat der Maler den Moment gezeigt, in dem ein Bote ein Werbungsschreiben überbringt. Die biblische Legende schildert eine der dunklen Seiten König Davids, der seinen Feldherren Urija in den Krieg geschickt hatte, um sich ungestört dessen Frau nähern zu können. Hier zeigt das Gemälde Batseba, umgeben von drei weiteren Frauen, von denen eine ein Badetuch hält, an einem Brunnenbecken sitzend, wie sie die Füße ins Wasser hält. Auf einem Steinblock links vorne eine goldene Schüssel sowie eine Handbürste. Rechts tritt aus einem Rundbogen, flankiert von Pfeilern, ein dunkel gekleideter, nobler Bote herein, der ein Schriftstück in Händen hält. Batseba wiederum scheint die Botschaft willig zu empfangen, indem sie selbst ihre Hand danach ausstreckt. Dem Maler ging es nicht zuletzt auch darum, ganz im Sinne der Cranach-Malerei, die Pracht und Eleganz der höfischen Kleidung zum Ausdruck zu bringen. Eine Eleganz, die bewusst in Gegensatz gestellt wird zu den ruinösen Bauten im landschaftlichen Hintergrund. Der Auftrag der Farben in dem roten Kleid der Frauengestalt links ist ganz dem Malrepertoire Cranachs entnommen. Kleiner Ausbruch der linken unteren Holzplatte. A.R.

Nach Meinung des Experten Dr. Michael Hofbauer handelt es sich um ein Werk von Anton Heusler (um 1500 – 1562) aus der Zeit um 1556.
Der Künstler Anton Heusler ist seit 1525 anlässlich eines Hauskaufs in Annaberg nachgewiesen und erscheint in den dortigen Registern bis 1562. Als einzige voll signierte Arbeit Heuslers ist das Bildnis des Annaberger Ratsherrn Nicolaus Seidel (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Nr. 225) erhalten. Der Künstler ist wahrscheinlich auch identisch mit dem Monogrammisten A. H., worauf Hentschel in Thieme/Becker 1924 erstmals hinwies.
Es bestehen deutliche Übereinstimmungen mit der Auferweckung des Lazarus in Leipzig, das in CORPUS CRANACH unter Anton Heusler führen (Stadtgeschichtliches Museum, Inv. Nr. Kirchliche Kunst 39). Auf diesem Werk finden sich mehrfach die Frauenköpfe der vorliegenden Tafel wieder. Auch die Architektur im Hintergrund zeigt Übereinstimmungen in Form und technischer Ausführung. Gut vergleichbar sind die Ausführung der Sträucher im Bildhintergrund sowie die Anordnung der Gräser im Vordergrund mit der Tafel Christus und die Samariterin, Stuttgart, die mit „AH“ (Anton Heusler) signiert ist (Stuttgart, Staatsgalerie, Inv. Nr. 1013, 82,3 x 98,2 cm, Erlenholz, am unteren Bildrand unter dem Krug signiert AH (Anton Heusler) und datiert 1546). Die Hauben entsprechen der auf Cleopatra, Christies 2006 (Corpus Cranach Werkverzeichnis-Nr.: CC-MHM-057-001, Christie‘s, London, 8. Dezember 2006, Lot 138, 32,3 x 24 cm, Holz).
Eine Eingrenzung des Entstehungszeitraums ermöglicht ein Vergleich mit der Salome, Royal Collection (Werkverzeichnis-Nr.: CC-BNT-160-036, London, Royal Collection, Inv. Nr. RCIN 404683, 34,2 x 25,7 cm, Holz. Aus der Slg. von Öttingen-Wallerstein, vor 1854 von Prince Albert erworben), die zwar nicht datiert ist, doch ihrerseits evidente Übereinstimmungen mit der bei Koller, Zürich, 14. September 2010, als Lot 3023 angebotenen Salome, datiert 1556, Koller 2010 (Werkverzeichnis-Nr.: CC-BNT-160-034) zeigt.

Wir danken Herrn Dr. Michael Hofbauer, Cranach Research Institute (cri; Forschungsprojekt CORPUS CRANACH der Universitätsbibliothek) für seine Meinung und die freundlichen und umfassenden Hinweise. (1192172) (11)

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