mercredi, 7 décembre 2016

Vente Tableaux du XVIe - XVIIIe siècle

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Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna
Detailabbildung: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna
Detailabbildung: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna
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Detailabbildung: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna
Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna

Lot 1247 / Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna

Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna Detail images: Antonio Gionima, 1697 Venedig - 1732 Bologna

1247
Antonio Gionima,
1697 Venedig - 1732 Bologna

GASTMAHL VON ANTONIUS UND KLEOPATRA Öl auf Leinwand. Doubliert.
86 x 111 cm.

Prix de catalogue € 80.000 - 140.000 Prix de catalogue€ 80.000 - 140.000  $ 91,199 - 159,600
£ 71,200 - 124,600
元 624,800 - 1,093,400
₽ 5,728,800 - 10,025,400

 

Beigegeben eine Expertise von Prof. Massimo Pulini.

Antonio Gionima wurde in Venedig geboren, ist aber eindeutig einer der wichtigsten Maler der Bologneser Schule des beginnenden 18. Jahrhunderts. Er war Schüler und begeisterter Anhänger von Giuseppe Maria Crespi (1665-1747). Typisch für seine Herkunft aus dem Veneto sind bei Gionima die leuchtenden Farben, die jedoch in einer rigiden Form, gemäß seiner klassizistischen „forma mentis”, eingebettet werden.
Das Gemälde zeigt den Höhepunkt des Gastmahls von Antonius und Kleopatra, wie es Plinius der Ältere in seiner „Naturalis Historia” beschreibt. Hier wird berichtet, dass die ägyptische Königin dem römischen Feldherrn ihre Interesselosigkeit an weltlichen Gütern bewies, indem sie einen Perlenohrring in einem Kelch auflöste und daraufhin diesen Wein trank. Gionima gelingt hier eine bewundernswerte erzählerische und psychologische Synthese, indem er sowohl den jugendlichen Übermut und die Charakterstärke der Königin, als auch deren Wirkung auf den römischen Soldaten zeigt. Der Maler wählt hier eine bewusst theatralische Darstellungsweise und verwendet gekonnt Lichteffekte und Schattenwürfe. Besonders virtuos spielt er damit bei der Figur und dem Gesicht des Antonius. Sorgfältig gestaltet der Maler die Lichtreflexe auf den spiegelnden Oberflächen, den Perlen und der Rüstung, dem Kelch, den Kleopatra für ihre verführerische Geste nutzt. Dieses Gemälde stellt einen Schaffenshöhepunkt von Gionima, und somit der Bologneser Schule der ersten Dekaden des 18. Jahrhunderts dar. Es besitzt Eleganz und Leichtigkeit, außerdem gelingt es Gionima darin den Stil Guercinos (15911666) und Giuseppe Maria Crespis (1665-1747) zu verknüpfen und sich so mit seinem Konkurrenten Donato Creti (1671-1749) gleichzustellen.
Man kann das vorliegende Werk gut mit weiteren Gemälden von Antonio Gionima vergleichen, so zum Beispiel mit „Tarquinius und Lucrezia” (National Gallery of Art, Washington). Vor allem jedoch mit jener schönen Darstellung, die im Institute of Art in Minneapolis zu sehen ist und herkömmlich als „Judith und Holofernes” interpretiert, von Massimo Pulini jedoch als ‘Antonius und Kleopatra’ gesehen wird, wie man der dem Gemälde beiliegenden Expertise entnehmen kann. (1080072) (21)


Antonio Gionima,
1697 Venice - 1732 Bologna

BANQUET OF ANTONY AND CLEOPATRA

Oil on canvas. Relined.
86 x 111 cm.

Accompanied by an expert’s report by Professor Massimo Pulini.

Although born in Venice, Antonio Gionima is clearly one of the most important painters of the Bolognese School of the early 18th century. He was a student and keen follower of Giuseppe Maria Crespi (1665 - 1747). The present work compares closely with other paintings by Gionima such as Tarquin and Lucretia (National Gallery of Art, Washington) and, in particular, with a beautiful composition at the Institute of Art in Minneapolis which has traditionally been thought to depict Judith and Holofernes but has been re-interpreted as Antony and Cleopatra by Professor Pulini as explained in the enclosed expert's report.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.