Donnerstag, 12. Dezember 2013

Auktion Silber, Glas, Elfenbein, Porzellan

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Bedeutende Silberkanne
Detailabbildung: Bedeutende Silberkanne
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Detailabbildung: Bedeutende Silberkanne
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203
Bedeutende Silberkanne

Höhe: 27,5 cm.
Breite: max. 15,5 cm.
Gewicht: 894 g.
Portugal, Ende 16. Jahrhundert.

Katalogpreis € 65.000 - 85.000 Katalogpreis€ 65.000 - 85.000  $ 72,150 - 94,350
£ 54,600 - 71,400
元 507,650 - 663,850
₽ 4,594,850 - 6,008,650

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Ovaloider Vasenkörper, der sich nach oben leicht weitet, auf eingezogenem Rundfuß, mit zweifacher, gewölbter Antreppung und mittlerer, umziehender Kehle. Auf der Schulter aufgesetzter, konisch sich verjüngender, gekehlter Hals, mit hochziehender, im Schwung nach vorne ziehender Tülle, randbesetzt mit kräftigem Perlstab. Der Henkel zieht in gegenläufigen C-Bögen von einer Maskaron-Attasche an der Schulter hoch zur Tülle, mit Volute am Tüllenansatz. Der obere Teil des Henkels in Form einer jugendlichen, weiblichen, nackten Halbfigur, der Unterleib zieht in Blätter ein, darunter Fortsetzung des Perlstabes, der sich hier nach unten verjüngt. Die Maske nahezu vollplastisch gearbeitet, zeigt einen bärtigen Männerkopf mit seitlich mähnenartig aufgefasstem Haar, flankiert von zwei Vögeln. An der Vorderseite ebenfalls Applikation in ovaler, nach unten spitz zulaufender Schildform mit jugendlichem Frauenkopf, mit seitlicher Andeutung von Flügeln sowie einer nach unten ziehenden Rollwerkdekoration mit Hängering, die Treppenwölbungen des Fußes umziehend mit Lanzettblattdekoration, ziseliert, darüber florales Band, im Fond punziert. Am Fuß sowie an der Schulter der glatten Silberwandung graviertes Arabeskendekor mit im Rapport hochziehenden, passigen, spitz zulaufenden Formen aus einer Flechtbandornamentik sich entwickelnd. Auch hier ist der Fond unterhalb den überschlungenen Bänderungen punziert. Entsprechende Dekoration auch an der Tülle. Die Silberkanne ist in den dekorativen und plastischen Details vergoldet, die Arabeskenornamentik zeigt die Vergoldung in den punzierten Tiefen. Die äußerst seltene und höchst qualitätvolle Henkelkanne dürfte ins Ende des 16. Jahrhunderts zu datieren sein, jedoch nicht gemarkt. Tadelloser Zustand.

Anmerkung:
Ein ähnliches Werk der portugiesischen Silberschmiedekunst findet sich im Nationalpalast von Johann III.
Als Vergleichsbeispiel könnte ein Werk genannt werden, ausgestellt während der Silberausstellung portugiesischer und französischer Arbeiten, Frees (Hrsg.), Katalog, Lissabon, 1955, Katalognummer 82.
Was das Maskaron an der Kanne betrifft, so ist es nahezu identisch mit einem von Philipes Roos geschaffenen Werk, Barcelona, um 1597.
Ein weiteres Vergleichsbeispiel findet sich im Historischen Museum Barcelona, publiziert durch J. F. Hayward, Virtuoso goldsmiths and the triumph of mannerism, 1540 - 1620, London, Sotheby's Parke Bernet 1976, Abb. 117.
Ferner findet sich ein weiteres Vergleichsbeispiel im Victoria & Albert Museum in London, ungemarkt und einer spanischen Silberwerkstatt in Aragon oder Castera zugeschrieben, ebenfalls wie vorliegendes Objekt ins 16. Jahrhundert datiert. Das vorliegende Werk wird am besten beurteilt, wenn man es auch im Zusammenhang mit Nürnberger Arbeiten sieht, von denen die besten Objekte von Wenzel Jamnitzer beeinflusst waren und von denen auch ein Objekt im Victoria & Albert Museum in London ausgestellt ist. Zitiert bei J. F. Hayward, Abb. 129 - 130.

Literatur:
Charles Oman, The golden age of hispanic silver, London 1968, Katalog 129, Abb. 225. (952251)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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