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Adam Weisweiler, zug.
Detailabbildung: Adam Weisweiler, zug.
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Adam Weisweiler, zug.

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Adam Weisweiler, zug.

Klassizistischer Guéridon mit BiskuitporzellanreliefHöhe: 76 cm.
Durchmesser: 46 cm.
Ungestempeltes Exemplar.

Katalogpreis € 90.000 - 120.000 Katalogpreis€ 90.000 - 120.000  $ 108,000 - 144,000
£ 81,000 - 108,000
元 680,400 - 907,200
₽ 7,665,300 - 10,220,400

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Über drei vergoldeten Bronzesabots die säbelförmigen Beine, die in ein dreieickiges Tableau zusammengeführt werden, mit eingezogenen Seiten und überhöhtem Mitteltableau, mit à jour gearbeiteter Galerie. Die Beine fortgeführt in abstrahierten Bambusstabbeinen, welche paarweise angeordnet sind und die kreisrunde Zarge mit Pilastervorsätzen tragen. Überkragende, fein ziselierte gauchierte Umrandung der hölzernen Deckplatte. Mit zentral eingelegtem und verglasten Biskuitporzellanrelief, vermutlich von Wedgwood, mit weißem Basrelief über hellblauem Fond, Amor und Psyche darstellend.

Der Tisch kann Adam Weisweiler (1744-1820) zugeschrieben werden, für den dieser Möbeltypus, speziell mit den Bambusbeinen und dem erhöhten Mitteltableau sowie der eingelegten Biskuitporzellanplatte mehrfach belegt ist. So wurde am 12. Juni 2003 ein ähnlicher Guéridon unter Lot 5 für über 100.000 britische Pfund verkauft, der, ebenso wie der hier angebotene Tisch, den begehrten Louis XVI-Stil etwa einer Madame du Barry wiedergibt, welche einen ähnlichen Tisch von Lignereux und Daguerre 1791 geliefert bekommen hat. In dem Inventar von Daguerre findet sich folgende Beschreibung des Tisches: „Une petite table ronde forme de guéridon en racine de bois d‘acajou poli sur trois pieds doubles en bronze doré façon de bambous avec entrejambe à tablettes et camé de porcelaine ornant la tablette supérieure prisée trois cent francs“ (zitiert nach: Patricia Lemonnier, Weisweiler, Paris 1983, S. 162). Es ist daher wahrscheinlich, dass Daguerre sowohl für das Design als auch für die Vermarktung dieser Art von Tischen verantwortlich war und in der Tradition der mit Sèvres Porzellan besetzten Möbel steht, die dank Simon-Philippe Poirier (um 1720-1785) in den 1760er-Jahren aufkamen. Der Händler Granchez brachte die Wedgewood-Plaketten nach Frankreich, wo sie seither auch für die Möbelproduktion genutzt wurden. Seit 1787 war Daguerre der Wedgwood-Repräsentant in Paris. Vergleichbare Objekte befanden sich in der Sammlung Alcochette, verkauft in Paris am 09. Februar 1896, Lot 708. Des Weiteren Galerie Charpentier, 24. März 1955, Lot 96 (gestempelt Weisweiler). Ein weiterer im Palais Galliera, Paris, 26. November 1974, Lot 104. Des Weiteren Christie‘s, London, 03. Dezember 1981, Lot 55 (gestempelt Weisweiler). Des Weiteren Galerie Aveline, Paris, mit Abbildung in Kunst und Antiquitäten, Dezember 1986 und im Palais Galliera, Paris, 28. November 1972, Lot 144. Ein vergleichbarer Tisch befindet sich in der Eremitage Sankt Petersburg.

Provenienz:
Château des Roches en Champagne.

Anmerkung:
Der deutschstämmige Adam Weisweiler hatte seine Werkstatt in der Rue du Faubourg Saint-Antoine in Paris, wo er eng mit Julliaut und Daguerre sowie den Ebenisten Risonaire und Benneman zusammenarbeitete. Zu seinen Kunden, und Dank der Vermittlung von Daguerre, gehörten das französische, das neapolitanische, russische und englische Königshaus.

Literatur:
Vgl. Pierre Kjellberg, Mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989, S. 868, Tafel A.
Vgl. Patricia Lemonnier, Weisweiler, Paris 1983, S. 162. (1270003) (13)


Adam Weisweiler, attributed
Classical guéridon with bisque porcelain reliefHeight: 76 cm.
Diameter: 46 cm.
Unstamped copy.

Sabre-shaped legs on three gilt bronze sabots, joining for a triangular table with pulled in sides and superelevated central table with an openwork gallery. A glazed bisque porcelain relief, probably from Wedgwood with white bas relief on light blue fond depicting Cupid and Psyche is inlaid at the centre. The table can be attributed to Adam Weisweiler (1744-1820), of whom several other pieces of furniture of this type, especially with bamboo legs and raised central table and inlaid bisque porcelain plaques are known. On 12 June 2003 a similar guéridon was sold with lot 5 for 100,000.00 GBP. Similar objects were also held at the Alcochette Collection, sold in Paris on 9 February 1896, lot 708. Furthermore, at Galerie Charpentier, 24 March 1955, lot 96 (stamped Weisweiler). Another at Palais Galliera, Paris, 26 November 1974, lot 104; Christie’s London, 3 December 1981, lot 55 (stamped Weisweiler) and Galerie Aveline, Paris, with ill. in Kunst und Antiquitäten, December 1986 and at Palais Galliera, Paris, 28 November 1972, lot 144. A similar table is also held at The State Hermitage in Saint Petersburg.

Provenance:
Château des Roches en Champagne.

Notes:
The cabinetmaker Adam Weisweiler, who is originally from Germany, had a workshop in the Rue du Faubourg Saint-Antoine in Paris, where he collaborated with Julliaut und Daguerre and cabinetmakers such as Risonaire and Benneman. Thanks to the introduction of Daguerre, the French, Neapolitan, Russian and English Royal families were among his clients.

Literature:
Compare P. Kjellberg, Mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989, p. 868, plate A.
Compare P. Lemonnier, Weisweiler, Paris 1983, p. 162.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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