Donnerstag, 27. Juni 2019

Auktion Antiken, Skulpturen & Kunsthandwerk

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Bedeutende, lebensgroße römische Marmorfigur des Kriegsgottes Mars
Detailabbildung: Bedeutende, lebensgroße römische Marmorfigur des Kriegsgottes Mars
Detailabbildung: Bedeutende, lebensgroße römische Marmorfigur des Kriegsgottes Mars
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Bedeutende, lebensgroße römische Marmorfigur des Kriegsgottes Mars

Höhe: 182 cm.
Breite: 90 cm.
Tiefe: 43 cm.
Römisch, 2. Jahrhundert n. Chr.
Aus der Sammlung des Künstlers Claudio Bravo (1936 – 2011).

Katalogpreis € 750.000 - 1.200.000 Katalogpreis€ 750.000 - 1.200.000  $ 832,500 - 1,332,000
£ 630,000 - 1,008,000
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Keiner Erwähnung bedarf, dass römische Marmorstatuen in dieser Größe von allergrößter Seltenheit sind. Lediglich zwei weitere Exemplare dieses Figurentypus finden sich – einmal in den Museen des Vatikans, (Museo Gregoriano Profano, Inv. Nr. 9981) – sowie im Museo Archeologico Nazionale in Formia, wie in Abbildungen hier wiedergegeben.

Die Statue in weißem, feinkristallinem Marmor, in Einheit mit der einer kräftigen Plinthe gemeißelt, zeigt die im Kontrapost stehende jugendlich-männliche Gestalt, unbekleidet, nur die Schultern mit einer drapierten Chlamis, dem antiken Umhang bedeckt. Der aufrecht hochziehende Oberkörper lastet ganz auf dem rechten Standbein, dagegen ist das linke Spielbein leicht abgewinkelt und seitlich ausgestellt. Der Kopf sowie beide Arme fehlen.
Die Chlamis wird an der rechten Schulter zusammengehalten, zieht in gebogtem Faltengebilde über die Brust und deckt die linke Schulter ab. An der Rückseite weiter herabgezogen, bildet das Tuch nahezu ein nach links ziehendes Dreieck aus, zwischen den Falten glatt anliegend. Wie bei Standfiguren in fragilem Marmor üblich, bietet der rechts daneben ansetzende Baumstumpf größere statische Sicherheit, dient bildkünstlerisch jedoch vor allem die Möglichkeit, das Attribut, den abgelegten Harnisch aufzunehmen, aus dessen Bruststück lambrequinförmige Lappen und darunter der Soldatenrock hervorziehen. Obschon die abgeflachte Rückseite des Baumstumpfes nicht im Sinne einer Rundplastik ausgearbeitet wurde, hat der Bildhauer hier das Schulterstück des Harnisch vereinfacht wiedergegeben. An der Rückseite ist oberhalb des Gesäßes eine schmale Einkerbung zu sehen, wohl einer ehemals hier eingelassenen Stütze für den inzwischen fehlenden Arm. Bräunliche Verfärbungen hier, wie auch an den erhabenen Stellen von Gesäß oder Baumsockel, lassen auf die ehemalige Verschüttungslage vor Auffindung der Figur schließen.
Stilistisch geht die Figur – wie beinahe sämtliche der bedeutenden römischen Plastiken – auf griechische Vorbilder zurück. Pate stand hier der berühmte Bildhauer Praxiteles mit seinen um 370 – 360 v. Chr. geschaffenen Werken. So wären hier etwa das Standbild des Hermes (Museum Olympia) oder dessen „Satyr“ (Walter Arts Museum Baltimore) zu nennen. Die größere Ähnlichkeit weist die hier in der Auktion angebotene Statue allerdings mit dem oben genannten Exemplar im Vatikan auf, während der „Mars“ im Museo Gregoriano einen leicht nach rechts geneigenden Oberkörper, sowie einen völlig anders gestalteten Harnisch zeigt. Von Interesse ist, dass uns eine Zeichnung des Jacques Louis David (1748–1825) eine „Statue imperiale“ zeigt, die nahezu identisch ist mit den hier genannten „Mars“-Statuen. (Sérullaz, 1991, pp. 200-201).
Die Marmorstatue ist in auffallend hoher Bildhauerqualität geschaffen. Dies zeigt sich in den ausgewogenen Proportionen ebenso wie in der zum Teil geglätteten Oberfläche des Körpers. Die Bauchmuskulatur, die Rippenbögen, wie auch die weich modellierten Beckenkämme zeigen einen klassischen Künstler von Rang. Der Vergleich selbst mit den wenigen in dieser Qualität ausgeführten Werken in bedeutenden Sammlungen verweist auf eine Entstehung im 2. Jahrhundert. Die Ausführung solcher „Mars“-Statuen erfolgte in der Regel für die Ausstattung eines entsprechenden Tempels oder aber als Teil einer Serie von Göttergestalten des römischen Pantheons in einer höchst herrschaftlichen römischen Villa, wie wir die Aufstellung solcher Statuen etwa in der Villa Hadriana in Tivoli sehen.

Provenienz:
Um 1800 wohl in europäischer Privatsammlung, als Jacques-Louis David eine Zeichnung hiernach anfertigte (Sérullaz, 1991, S. 200 - 201.)
Laut Vorbesitzertradition Ende der 1940er Jahren in Paris erworben, danach alte französische Privatsammlung bis in die 1950er Jahre.
Sammlung Claudio Bravo (eigentlich Claudio Bravo Camus (1936 Valparaíso – 2011 Taroudannt, Marokko)). Bedeutendster chilenischer Maler, der mit fotorealistischer Genauigkeit Stillleben und Portraits schuf. Die Skulptur in dessen Villa de Taroudant in Marokko aufgestellt, wo er die letzten 30 Jahre seines Wirkens verbrachte. (1192154) (11)


Important life-size Roman marble sculpture of Mars, god of war
Height: 182 cm.
Width: 90 cm.
Depth: 43 cm.
Roman, 2nd century AD.
From the collection of the artist Claudio Bravo (1936 – 2011).

It is needless to say that Roman marble sculptures of this size are very rare. There are only two further versions of this type of figuration known – one held at the Vatican Museums, (Museo Gregoriano Profano, inventory no. 9981), the other at the Museo Archeologico Nazionale in Formia.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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