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Mittwoch, 4. Juli 2018

Gemälde 16. - 18. Jahrhundert

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Prospero Fontana, 1512 Bologna – 1597 Rom
Detailabbildung: Prospero Fontana, 1512 Bologna – 1597 Rom
Detailabbildung: Prospero Fontana, 1512 Bologna – 1597 Rom

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Prospero Fontana,
1512 Bologna – 1597 Rom

DAMENBILDNIS – TOCHTER DES MALERS LAVINIA FONTANA Öl auf Holz. Parkettiert.
60 x 46 cm.

Katalogpreis € 12.000 - 15.000 Katalogpreis€ 12.000 - 15.000  $ 14,400 - 18,000
£ 10,800 - 13,500
元 94,560 - 118,200
₽ 1,094,160 - 1,367,700

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Der bedeutende Maler – bis heute zu wenig im allgemeinen Bewusstsein – wirkte bereits als Assistent von Giorgio Vasari (1511-1574) und Zuccaro (1529-1566) in Rom, um dann 1560 kurzzeitig nach Fontainebleau zu gehen, wo er vom dortigen Manierismus beeinflusst wurde, um sich schließlich in Bologna niederzulassen. Hier wurde er der erste Lehrer von Ludovico Caracci (1555-1619). Prospero war Vater der Malerin Lavinia Fontana (1552-1614).
Neben den naturgemäß zahlreicheren sakralen Bildmotiven widmete er sich auch dem Portrait. Hierbei erreichte er eine äußerst realistische Wiedergabe auch der seelischen Befindlichkeit der Portraitierten. Dies ist, in dem vorliegenden Gemälde als auch in dem Portrait einer Edeldame zu erkennen, das sich im Museo Civico in Montepulciano befindet, oder dem Bildnis im Musée des Beaux Arts in Straßburg.
Das vorliegende Gemälde zeigt die Dargestellte in mittlerem Alter, in weißem Seidenkleid mit leicht gepufften Ärmeln und spitzenbesetztem Kragen über schwarzer Weste. Das zurückgekämmte Haar weist betonte Stirnecken auf.
Prosperos Tochter Lavinia Fontana, wurde als Schülerin ihres Vaters ebenfalls eine bedeutende Malerin. Nach Mitteilung des Kunsthistorikers Alexander Rauch handelt es sich bei dem vorliegenden Portrait um das Bildnis der Tochter des Malers. Dies ließe sich durch Vergleich mit Selbstbildnissen der Lavinia Prospero erhärten. Ihr frühes jugendliches Selbstbildnis, das sie am Tisch mit Zeichenpapier und einer Figur zeigt, aber auch das spätere, in dem sie an einem Cembalo sitzend wiedergegeben ist, weisen die entsprechende Physiognomie auf, sowohl was den Haaransatz, die Fülle des Gesichtes, als auch die unverwechselbare, leicht füllige Mundpartie betrifft. Von hohem Interesse ist jedoch der runde, bislang nicht gedeutete Gegenstand, in Art einer Lupe, den sie in der Hand hält. In einem goldenen Rähmchen ist außer verschwommener Figuration eines Gewandknopfes lediglich eine weiße Taube zu sehen. Nach Meinung von Rauch handelt es sich hier um ein aus früherer Restaurierung verändertes Bilddetail. Der Gegenstand wurde als Attribut wohl abgeändert, nachdem für Lavinia 1611 von Antonio Cassone eine Ehrenmedaille geschaffen wurde, das sie auf der Vorderseite im Profilbildnis, auf der Rückseite als Malerin an der Staffelei zeigt. Diese Beobachtung dürfte nach Rauch hinreichend Indiz dafür sein, dass das Gemälde zwar laut beigegebenem Artikel von Vera Fortunati (s.u.) von Prospero geschaffen sein kann, jedoch nach 1611 in diesem Detail abgeändert worden sein muss, später wohl noch einmal verunklärt. In künftiger Forschung könnte auch Lavinia Fontana selbst als Autor des Bildes zum Gegenstand werden.

Beigegeben: Artikel von Vera Fortunati, S. 19 ff. m. Abb. (1150643) (11)


Prospero Fontana,
1512 Bologna – 1597 Rome

PORTRAIT OF A LADY – DAUGHTER OF THE PAINTER: LAVINIA FONTANA

Oil on canvas. Parquetted.
60 x 46 cm.

Besides the numerous holy image motifs he also painted portraits. Prospero's daughter, Lavinia Fontana (1552 Bologna - 1614 Rome), studied with her father and also became an important painter. According to the art historian Alexander Rauch the portrait on offer for sale in this lot is a portrait of the artist's daughter. A comparison with self-portraits by Lavinia Prospero would confirm this.

Article by Vera Fortunati, p. 19 ff. with illustrations enclosed.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

 

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