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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Auktion Gemälde 16. - 18. Jahrhundert

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Vincent Sellaer, Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544
Detailabbildung: Vincent Sellaer, Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544
Detailabbildung: Vincent Sellaer, Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544
Detailabbildung: Vincent Sellaer, Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544
Detailabbildung: Vincent Sellaer, Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544
Detailabbildung: Vincent Sellaer, Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544

1248
Vincent Sellaer,
Italo-flämischer Maler, tätig um 1538 - 1544

SUSANNA UND DIE BEIDEN ALTENÖl auf Holz. Verso breite Parkettierleisten.
103 x 83 cm.

Katalogpreis € 100.000 - 200.000 Katalogpreis€ 100.000 - 200.000  $ 109,000 - 218,000
£ 88,000 - 176,000
元 783,000 - 1,566,000
₽ 7,048,999 - 14,097,999

 

Das Thema des Alten Testaments hier in hoher malerischer Qualität vorgeführt. Susanna im Vordergrund mit entblößtem Oberkörper, das Kleid bedeckt lediglich den Ansatz der Scham und zieht zum rechten Knie herab. Ihre S-bogig leicht gedrehte Haltung zeigt sich gänzlich im Stil des Manierismus. Das Inkarnat in betonter Leuchtkraft hervorgehoben vor dem Hintergrund und den etwas dunkler wiedergegebenen beiden bärtigen Männergestalten links im Bild. Links unten ein Alabaster-Badegefäß, rechts die Bronzewandung eines Brunnens mit Löwenmaskaron, aus dem Wasser in ein tieferes Becken rinnt. Darüber Rosenblüten zwischen Strauchblättern sowie ein in kleinen Kaskaden herabführender Wasserlauf. Susanna legt ihre rechte Hand mit betont langen Fingern über die Brust, ihre linke hält ein Badetuch. In Gesichtsausdruck und Körperhaltung ist sie gezeigt, als ob sie nachdenklich innehält, bevor sie das drängende Angebot der Alten - dem Bibeltext gemäß - ablehnt. Der Malstil steht durchaus in Nähe der so bedeutenden Maler wie Jan Massys oder Jan und Cornelis Quentin. Wie so häufig ist auch hier bei dem flämischen Maler neben seiner stilistischen flandrischen Herkunft der Einfluss Italiens stark spürbar. Letztlich ist das Gemälde eines der bedeutenden Beispiele der italo-flämischen Malerei des ausgehenden 16. Jahrhunderts.

Anmerkung:
Das Gemälde ist beschrieben, dokumentiert und abgebildet im Katalog:
Stanze Bolognese/La Collection Lavoro/Nuova Alfa Editoriale, S. 63 ff.
Im Text wird vermerkt, dass es sich hier um eine qualitativ höherstehende Variation zu einem Gemälde seiner Hand in der Sammlung Zuttere in Antwerpen handelt (vgl. J. Bousquet, La Peinture Manièriste, Neuchâtel 1964, S. 326, Abbildung S. 184). Des Weiteren werden stilistische Vergleichswerke des Meisters angeführt, wie etwa die „Heilige Familie mit Heiligen“ im Königlichen Museum in Kopenhagen.

Literatur:
Katalog: Old foreign paintings, Kopenhagen 1961, Nr. 659, S. 290.
G.J. Hoogewerff, Vincent Sellaer en zijn verblijf te Brescia, in: Königliches Museum für schöne Künste in Belgien, 1940-42, S. 17-27. (1081541)


Vincent Sellaer,
Italo-Flemish painter, active ca. 1538 - 1544

SUSANNA AND THE TWO ELDERS

Oil on panel. Broad parquetting slats on the reverse.
103 x 83 cm.

The Old Testament subject is painted in high-quality. The painting’s style is close to important painters such as Jan Massys or Jan and Cornelis Quentin . As is often the case, the painting style of this Flemish master does not only show his Flemish origin but also the influence of Italian art. This is ultimately an important example of Italo-Flemish painting of the late 16th century.

Note:
The painting is described, documented and illustrated in the catalogue:
Stanze Bolognese/La Collection Lavoro/Nuova Alfa Editoriale, pp. 63.
The catalogue text notes that the painting offered in this lot is a better quality variation of a painting of his hand held at the Zuttere Collection in Antwerp. (see J. Bousquet, La Peinture Manièriste, Neuchâtel 1964, p. 326, ill. p. 184). Furthermore, examples for stylistic comparison are listed such as The Holy Family with the infant St John , St Elizabeth and St Anne held at the Statens Museum for Kunst in Copenhagen.

Literature:
Old foreign paintings, catalogue, Copenhagen 1961, no. 659, p. 290.
G.J. Hoogewerff, Vincent Sellaer en zijn verblijf te Brescia, in Königliches Museum für schöne Künste in Belgien, 1940-42, pp. 17-27.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.