Friday, 26 June 2009

Auction Paintings 19th - 20th Century

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Thomas Couture, 1815 Senlis - 1879 Villiers-le-Bel, Umkreis
Detailabbildung: Thomas Couture, 1815 Senlis - 1879 Villiers-le-Bel, Umkreis
Detailabbildung: Thomas Couture, 1815 Senlis - 1879 Villiers-le-Bel, Umkreis
Detailabbildung: Thomas Couture, 1815 Senlis - 1879 Villiers-le-Bel, Umkreis

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Thomas Couture,
1815 Senlis - 1879 Villiers-le-Bel, Umkreis

DES ROMAINS DE LA DÉCADENCE (DIE RÖMER DER VERFALLSZEIT)Öl auf Leinwand.
73,5 x 116 cm.

Catalogue price € 7.000 - 8.000 Catalogue price€ 7.000 - 8.000  $ 7,630 - 8,720
£ 6,160 - 7,040
元 54,810 - 62,640
₽ 493,429 - 563,920

 

Die Szene zeigt ein vielfiguriges Weinfest im Säulenhof eines Palastes in der Vorstellung des 19. Jahrhunderts, das die Dekadenz der römischen Spätzeit in dieser Weise illustriert hat. Dem Gemälde liegt die Sechste Satire Juvenals (85 - 138 n. Chr.) zugrunde, in der es heißt: “Jetzt erleiden wir die Übel des langen Friedens; schlimmer als Waffen bedränget uns der Überfluss und rächt den besiegten Erdkreis an uns.” Die Darstellung des römischen Gelages richtet sich wohl gegen das reich gewordene Frankreich.

Anmerkung:
Couture wollte ein modernes Gegenstück zu älteren großen Historienbildern - etwa Raffaels “Schule von Athen” - schaffen. Das Gemälde galt im 19. Jahrhundert als das bedeutendste, epochemachende Werk der französischen Schule. Junge deutsche Maler begeisterten sich für den Künstler. So war z.B. auch der Maler Anselm Feuerbach (1829 - 1880) von dem Gemälde sehr beeindruckt: “Angeregt durch Coutures ‘Romains de la décadence’ trat ich sofort in sein Atelier ...”
Die Vorskizze, entstanden um 1847, Öl auf Leinwand, 52 x 84 cm, befindet sich im Louvre, Paris, Inventarnummer 1937-117.
Das vorliegende Bild, ebenfalls mit skizzenhaftem Vorentwurfcharakter zum monumentalen Gemälde, wurde 1928 bei Rudolf Lepke, Berlin, verauktioniert.

Literatur:
Katalog Louvre, Paris, 1958 - 1961, Band 1, Nr. 492, Tafel CLII.

Provenienz:
Sammlung Gräfin Londron, Salzburg. Auktion Lepke, Berlin 1928, Nr. 21. (740161)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.