Friday, 5 December 2008

Auction Collection Paintings & Sculpture

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Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts
Detail images:  Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts

Lot 188 / Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts

Detail images: Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts Detail images: Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts Detail images: Südniederländischer Meister des 16. Jahrhunderts

188
Südniederländischer Meister
des 16. Jahrhunderts

FIGURENGRUPPE

Catalogue price € 9.000 - 12.000 Catalogue price€ 9.000 - 12.000  $ 10,260 - 13,679
£ 8,010 - 10,680
元 70,290 - 93,720
₽ 644,490 - 859,320

 

Höhe: 45 cm.
Breite: 34 cm.
Tiefe: 7 cm.
Südliche Niederlande, um 1500.


Im Hochrelief geschnitzt, aus einem größeren - wohl religiösen - Zusammenhang. Vier männliche Figuren. Drei davon eng hintereinander nach rechts stehend, die vierte davon frontal zum Betrachter gewandt. Als Hochrelieffigurengruppe aufgefasst, zum Teil in Vollplastik übergehend, in Eichenholz geschnitzt und ehemals gefasst. Im Zentrum ein nach rechts schreitender Mann mit geschlitzten Pluderhosen des Zeitstiles des 16./17. Jahrhunderts, mit Barrett und Knebelbart sowie umgebundenem Schwert. Hinter ihm zwei Figuren mit langen Mänteln, einer ebenfalls mit gepluderten Ärmeln und mit einem kugelbesetzen hohen Hut. Die letzte Figur mit einer Spitzkappe. Die rechts stehende Figur im Gegensinn etwas zurückgewandt, die Hand aufrecht gerichtet, an die Brust gelegt. Der Hintergrund zeigt ein Felsgebilde mit Bäumen. Am Boden Felsgestein oder Rasensockel. Die Vorderseite der Unterkante ist abgearbeitet, was darauf schließen lässt, dass die Figurengruppe in einer zweiten vorderen Ebene durch eine weitere Gestaltung fortgesetzt wurde. Zudem ist die Figurengruppe als linke Flügelseite einer rechten Ergänzung zu verstehen, die Figuren sind wohl als Begleitfiguren einer mehrfigurigen Kreuzabnahme aufzufassen. Die Hüte sowie die Körperhaltung weisen darauf hin, dass mit der Personengruppe Juden gemeint sind, die der Kreuzigung zugegen sind. Eichenholz, in den Schnitztiefen noch vereinzelt Reste der ehemaligen Farbfassung.

Anmerkung:
In ähnlicher Weise hat sich ein solches Gruppenfragment aus einer Kreuzabnahme von Tilman Riemenschneider, um 1500, in der Sammlung des Fürsten Öttingen-Wallerstein, Maihingen erhalten.

Literatur:
Robert Wilm: Die gotische Holzfigur. Leipzig, 1923, Tafel 117. (7200758)

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