Thursday, 15 September 2011

Auction Furniture

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Seltene, museale Tapisserie
Detailabbildung: Seltene, museale Tapisserie
Detailabbildung: Seltene, museale Tapisserie
Detailabbildung: Seltene, museale Tapisserie
Seltene, museale Tapisserie

Lot 19 / Seltene, museale Tapisserie

Detail images: Seltene, museale Tapisserie Detail images: Seltene, museale Tapisserie Detail images: Seltene, museale Tapisserie

19
Seltene, museale Tapisserie

Höhe: 297 cm.
Breite: ca. 303 cm.
Breite der Rahmenbordüren: 42 cm.
Zweite Hälfte 16. Jahrhundert.

Catalogue price € 25.000 - 30.000 Catalogue price€ 25.000 - 30.000  $ 28,249 - 33,900
£ 21,250 - 25,500
元 189,500 - 227,400
₽ 1,813,500 - 2,176,200

 

Große Decke in Applikationsstickerei. In Woll- und Leinenstoff, mit zentralem Wappenfeld, von Rollwerkrahmen und in Voluten einlaufenden Ranken umgeben. Der ovale Rahmen in Dunkelblau und Grün, von rotem Innenband durchzogen, erscheint an einer schleifenartigen Hängung oben und unten in die Arabeskendekoration eingebunden. Breite Außenrahmung in Form eines Ornamentbandes, gebildet aus verschlungenen Band- und Blütenmustern, in den Ecken Rosenblüten, eingefasst von blauen Bandapplikationen, die in den Ecken Quadrate mit vierpassigen Rosetten bilden. Die Applikationsstickerei mit leicht reliefierter Wirkung durch aufgenähte Schnüre, die dunkleren Bänder flankierend. Der Gewebegrund in Leinen, die Farben verblichen bzw. verschossen, Schnüre in Leinen. Das Wappen mit französischen Lilienmotiven, als Allianzwappen zu deuten, mit einem Turm, Wellen- und Baummotiv, Steinen und Halbmond. Bislang keine Zuordnung des Wappens. Die Tapisserie diente ursprünglich wohl zu Repräsentationszwecken, möglicherweise auch als ein dekoratives Tafeltuch oder als Festtuch bei höfischen Feierlichkeiten verwendet.
Die Technik der Applikationsstickerei entspricht der beiliegenden Expertise gemäß der Stickart des 16. Jahrhunderts in Europa, wie sie seit etwa 1530 üblich war. Trotz der Farbveränderung im Laufe der Jahrhunderte ist das Tuch von guter Erhaltung und äußerster musealer Seltenheit, da solche Exemplare damals geringen Materialwerts wegen eher untergegangen sind.

Dokumentation:
Der Tapisserie ist eine kunsthistorische Dokumentation von Dr. Uta-Christiane Bergemann, Bochum, beigegeben.
Ferner Fotokopie einer aus dem Jahre 1916 ausgestellten Rechnung der "Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk AG, München", die die Tapisserie neben anderen Kunstobjekten als "Teppich für das Herrenzimmer" mit dem damaligen Preis von 534 Reichsmark auflistet. (830491)


Rare tapestry
Height: 297 cm.
Width: ca. 303 cm.
Second half of the 16th century.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.