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Nürnberger Bildschnitzer in der Nachfolge des Veit Stoss (um 1415-1533)
Detailabbildung: Nürnberger Bildschnitzer in der Nachfolge des Veit Stoss (um 1415-1533)
Detailabbildung: Nürnberger Bildschnitzer in der Nachfolge des Veit Stoss (um 1415-1533)
Detailabbildung: Nürnberger Bildschnitzer in der Nachfolge des Veit Stoss (um 1415-1533)
Detailabbildung: Nürnberger Bildschnitzer in der Nachfolge des Veit Stoss (um 1415-1533)
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Nürnberger Bildschnitzer in der Nachfolge
des Veit Stoss (um 1415-1533)

GEKRÖNTE MONDSICHELMADONNA MIT DEM JESUSKIND Höhe: 110 cm.
Nürnberg, um 1520.

In Lindenholz, ungefasst, vollplastisch und allseitig geschnitzte Gewandfigur, in leicht S-bogiger Standhaltung, das Kind in Sitzposition, in der rechten Hand der Madonna. Die linke vorgestreckte Hand der Madonna fasst den Ärmelbausch des Mantels und hielt ehemals einen Zepterstab, an dessen oberem Teil auch das Kind die Hand anlegt. Das Zepter fehlt jedoch. In der rechten Hand des Kindes eine Weltkugel auf den Knien gehalten, die Beine des Kindes X-förmig übereinandergelegt, als alte, herkömmlich verstandene Geste des thronenden Herrschers. Das Gesicht der Madonna mit kontemplativem Gesichtsausdruck. Der Mund, wie auch der des Kindes, mit ganz leichtem Lächeln wiedergegeben, über der hohen Stirn Krone mit kurzen Bogenzacken, die dem Ornamentgeist der Gotik entsprechen. Das Haar seitlich, lockig über die Schulter herabgeführt, am Rücken in zwei lange herabziehende Strähnen fein geschnitzt. Das eng anliegende Kleid hochgegürtet, mit betonten vertikalen schlanken Röhrenfalten. Darüber ein gebauschter Mantel, dessen Faltenschwünge aus dem linken Arm nach unten ziehen, die größere Mantelfalte, die von links unten nach rechts oben am Arm zieht, bildet eine Kompositionsdiagonale, unmerklich unterbrochen durch eine kleine Krüppelfalte, etwa in Kniehöhe, von der der Mantelsaum im Bogen wieder nach rechts zieht, um sich über die Fußspitze zu legen. Der Mantelsaum, der vom rechten Arm ausgeht, zieht nahezu gerade in nur leichtem Bogen zur Mondsichel und bedeckt dort das linke Horn der Sichel. Dadurch kommt lediglich das markant geschnitzte Mondgesicht unterhalb des Gewandes zur Geltung, unterfangen von einer gekräuselten Wolkenbank. Während der Blick der Madonna eher nachdenklich in sich gekehrt ist, nimmt das Jesuskind Blickkontakt mit dem Betrachter auf.
Bekanntlich erfreute sich der Typus der Mondsichelmadonna im 15. Jahrhundert großer Beliebtheit, nach der damals aufflammenden Bedrohung durch die osmanische Herrschaft. Hier sollte Maria als Schutzpatronin des Christentums dieser Bedrohung gegenüber schützend stehen. Die ungefasste Figur zeigt eindeutig Stilmerkmale des Wirkens des Meisters und der Werkstatt des Nürnberger Meisters Veit Stoss. Als Vorbilder können hier dessen Schnitzwerke der früheren bis mittleren Nürnberger Zeit genannt werden, etwa der Figuren aus Sankt Sebald in Nürnberg, oder der Hausmadonna vom Haus in der Wunderburggasse, Nürnberg, dem Wohnhaus des Künstlers. In jedem dieser Vorbildbeispiele ist der Kontrast zwischen der ruhigen Haltung der Madonna und der starken Bewegung des Kindes festzustellen.

Catalogue price € 25.000 - 35.000 Catalogue price€ 25.000 - 35.000  $ 30,000 - 42,000
£ 22,500 - 31,500
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Further information on this artwork

Provenienz:
Sammlung Dr. Weißmantel. (1140171) (10)


Nuremberg carving artist, circle of Veit Stoß

Height: 110 cm.
Nuremberg, circa 1520.

Provenance:
Dr Weißmantel Collection.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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