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Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts
Detailabbildung: Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts
Detailabbildung: Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts
Detailabbildung: Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts
Detailabbildung: Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts
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Detailabbildung: Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts
Musealer Silberner Doppelkopf des 14. Jahrhunderts

499
Musealer Silberner Doppelkopf des
14. Jahrhunderts

H├Âhe: 8,8 cm.
Gewicht: 385 g.
Unter dem Griff eine verschlagene Punze.
S├╝ddeutschland, um 1350.

Catalogue price ÔéČ 55.000 - 75.000 Catalogue priceÔéČ 55.000 - 75.000  $ 66,000 - 90,000
£ 49,500 - 67,500
元 415,800 - 567,000
₽ 4,684,350 - 6,387,750

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Silber, getrieben, ziseliert. Zwei gleich geformte, bombierte Kuppafromen als Deckel und Korpus ineinandergreifend. Der konische Fu├č des einen Gef├Ą├čes mit entsprechender gravierter Einlage bei einer H├Ąlfte noch vorhanden. Jeweils mit horizontal in den Raum greifendem C-Henkel, welcher mit dem C-Henkel des Gegenparts bei zusammengef├╝hrtem Zustand einen Ringhenkel bildet. Dieser an den R├Ąndern durch Doppelrillung akzentuiert. Der Perlstabdekor an M├╝ndung und Fu├č mit Resten einer alten Vergoldung. Gedellt. Soweit wir wissen, befindet sich kein weiterer solcher silberner Doppelkopf in Privatbesitz bzw. auf dem Kunstmarkt.

Provenienz:
Laut Einlieferertradition ist der hier angebotene Doppelkopf bei einer Ausgrabung in den 1960er-Jahren nahe der Donau und in der N├Ąhe von Donauw├Ârth zu Tage getreten.

Anmerkung:
Der Gef├Ą├čtypus des Doppelkopfes, bei welchem der Deckel eines Trinkgef├Ą├čes bei umgedrehter Handhabung selbst als Trinkgef├Ą├č fungiert, wurde bereits im sp├Ąten 13. Jahrhundert entwickelt. Der Doppelkopf kam zum Beispiel bei Hochzeiten zur Anwendung, worauf auch die hier dargestellte Gravur einer festlich gekleideten Frau, einen Baumstamm umfassend, anspielen mag. Als Gegenst├╝ck kann man sich also einen entsprechend dargestellten Mann vorstellen. Der Hintergrund dieser Tradition liegt in der uralten Tradition des Minnetrinkens, wobei an bestimmten Festtagen zu Ehren des jeweiligen Heiligen geweihter Wein gereicht wurde, welchem Wunder beigemessen wurden - M├Ąnner wurden gest├Ąrkt, Frauen versch├Ânert, Krankheiten geheilt und der Trinkende vor Zauberei und Gift besch├╝tzt.

Vergleiche:
Ein Exemplar eines Doppelkopfes befindet sich im Victoria & Albert Museum, London, ein weiteres in der Cloisters Collection im Metropolitan Museum in New York. Besonders gut l├Ąsst sich ein Exemplar vergleichen, welches im Museum f├╝r Ur- und Fr├╝hgeschichte Th├╝ringens (aus der Alten Synagoge Erfurt) verwahrt wird und in Form und Dekor weitestgehend mit dem vorliegenden Exemplar ├╝bereinstimmt. W├Ąhrend der Erfurter Doppelkopf stark verformt ist, hat das vorliegende Objekt seine Form ├╝ber die Jahrhunderte -wenn auch ein Fu├č und die gravierte Plakette fehlt- bewahrt. Weitere Doppelkopfgef├Ą├če befinden sich im Historischen Museum der Pfalz in Speyer, im Historischen Museum in Basel, im Nationalmuseum in Z├╝rich und im Rijksmuseum in Amsterdam. (1251533) (13)


Silver double-headed drinking vessel, 14th century

Height: 8.8 cm.
Weight: 385 g.
Mis-struck hallmark beneath handle.
Southern Germany, ca. 1350.

Silver; wrought, chased.

Provenance:
According to the tradition of the current owners, this double-headed cup was discovered in an excavation near the River Danube, near Donauw├Ârth during the 1960s.

Notes:
This type of double-headed vessel, where the lid can be used as a drinking vessel when used upside down, was developed as early as the late 13th century.

Examples of comparison:
An example of a double head can be found at the Victoria & Albert Museum, London, a further in the Cloisters Collection at the Metropolitan Museum of Art in New York. It compares especially well to an example held at the Museum for Prehistory and Early History of Thuringia in Th├╝ringen (from the Old Synagogue in Erfurt), which is almost identical in d├ęcor to the example on offer for sale in this lot.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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