Auktion März-Auktion Teil I.

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Marketerie-Schatulle, Abraham Roentgen, Neuwied, um 1765/70

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Marketerie-Schatulle, Abraham Roentgen, Neuwied, um 1765/70

Rechteckige Deckelschatulle mit flachem Deckel, leicht vertieften Reckabrundungen und allseitiger Marketerie. Furnier in Nussbaum, Berberitze oder Hainbuche, Olive und Veilchenholz auf Nussbaum sowie auf massivem Veilchenholz. Schwenkhenkel auf dem Deckel und Schlüsselschild mit Krone in Messing. Die Marketerie zeigt allseits geomterische Musterung in Parkettfor. Auf dem Deckel dunkleres zentrales Feld mit Würfelparkett, breitere Bandrahmung in Fischgrätverlegung. An den Ecken spitz zulaufender dunkler Einschlag aus den tief versetzten gerundeten Ecken, denen seitlich die Furnierfelder kantig leicht vorgesetzt sind. An den Seiten ebenfalls geometrisches Parkett im dunkleren Mittelfeld mit helleren über Eck gestellten Quadraturlinien in helleren Bandeinlagen. Der relativ hohe Deckel als geschlossenes Fach im Inneren ausgebildet mit einem in der Mitte aufklappbaren Boden aus massivem Nussbaum. Die Innenklappe verschlossen durch eine drehbare profilierte Messingscheibe. Durch Drehen der Scheibe löst sich die Arettierung des Schleppers. In der Schatulle linkes Einlagefach mit Deckel in Nusswurzelholz. Der Boden in massivem Nussholz gefertigt, der schwenkbare Messinggriff auf dem Deckel achtkantig gefeilt, zentralem Nodus und Docken. Die Deckelscharniere an der Rückseite in Form gesägtem Schlagwerkes in Messing gearbeitet mit C-Bogenmotiv und dazwischenliegender Dekoration, die einer quer ovalförmigen Vase ähnelt. Die Innenscharniere des Innendeckels ebenfalls in Messing gesägt mit geschweiften Enden. Das Schlüsselschild in Form einer spanischen Wappenkatusche mit Badischen-Balken, flankiert von C-Voluten, an denen in der Mitte unten ein Ordensstern hängt. Das Wappenschild von einem Fürstenhut gekrönt. Die originale Schüsselkrone durchbrochen gearbeitet in C-Schwüngen mit rundem Holm und gesägtem Bart. Die gesägten C-Voluten an den Scharnieren sowie das Schlüsselschild könnten nach der Lieferung aus Neuwied in Karlsruhe angebracht worden sein und weisen auf die Nutzung durch ein Mitglied des fürstlichen Hauses hin. Auf der Deckelinnenseite nach Öffnung des zweiten Bodens ein quer rechteckiges Klebeetikett mit schwarzer Aufschrift die Zahl 5812. Am Boden ein weiteres Klebeetikett in weissem Papier mit blau-gezacktem Rand, die Zahlen in Tinte nicht mehr leserlich.
Provenienz: Versteigerung der Markgräflich-badischen Sammlungen 1995, Kat. VI, Nr. 2106-süddeutscher Privatbesitz. Literatur: Koeppe, 1996, S. 109, Anm.28. Anmerkung: Die Schatulle war ausgestellt: Badisches Landesmuseum Karlsruhe, 03.10.1898-10.01.1999, “mechanische Wunder, edles Holz, Röntgen-Möbel des 18. Jhdt. in Baden und Württemberg.“ Nr. 7 des Kataloges. (530283)

Katalogpreis € 9.000 - 11.000 Katalogpreis€ 9.000 - 11.000  $ 9,900 - 12,100
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