Wednesday, 25 March 2015

Auction 16th - 18th Century Paintings

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Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460
Detailabbildung: Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460

500
Maler aus Umbrien-Marche um 1455 - 1460

Triptychon mit schließenden AltarflügelnMUTTERGOTTES MIT KIND, AUFERSTEHUNG CHRISTI UND HEILIGER CHRISTOPHORUS, DIE HEILIGEN ANTONIUS, HIERONYMUS UND SEBASTIAN
Tempera und Goldgrund auf Holz.
98 x 88,5 cm (geöffnet). 98 x 44 cm (geschlossen).

Catalogue price € 120.000 - 150.000 Catalogue price€ 120.000 - 150.000  $ 136,800 - 170,999
£ 106,800 - 133,500
元 937,200 - 1,171,500
₽ 8,593,200 - 10,741,500

 

Dem Werk liegt eine Studie von Mauro Minardi bei.

Dieses Triptychon erweckt vor allem deshalb Interesse, weil es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Privatsammlung Napoleons III gehörte. Wahrscheinlich gelangte das Werk in französischen Besitz als der ehemalige Präsident der Republik 1852 zum Kaiser gekrönt wurde.
Die Größe des Triptychons deutet darauf hin, dass dieses Werk ursprünglich den Altar einer Klosterkapelle zierte. Bei den auf den Flügeln dargestellten Heiligen handelt es sich um die Wundertäter Antonius, Sebastian, Hieronymus und Christophorus. Es ist bestimmt kein Zufall, dass hier die beiden Märtyrer den beiden alten und erfahrenen Heiligen Antonius und Hieronymus gegenübergestellt werden. Gewisse stilistische Elemente lassen an einen Maler aus der Umgebung Umbriens oder der Marche denken oder genauer gesagt an einen Künstler, der zu Beginn der Renaissance mit den Malern aus Camerino in Kontakt stand. Die Unausgewogenheit des Körperbaus, der manchmal fast unproportioniert wirkt, besonders der des Jesuskindes und der mädchenhaften Jungfrau Maria, deutet darauf hin, dass der Künstler Spätwerke von Giovanni Boccati kannte wie zum Beispiel die „Madonna del Pergolato“ von 1447 in der Galleria Nazionale dell’Umbria in Perugia und vor allem das 1458 - 1461 gemalte Hauptbild des Flügelaltars der Kirche San Francesco in Tolentino, welches im Museum Palais Fesch in Ajaccio zu sehen ist. Details wie die widerspenstigen, einzeln gemalten Locken des Heiligen Christophorus oder die dicken Bauchfalten des Jesuskindes erinnern an den Stil Boccatis, der um 1450 unter dem Einfluss seines Freundes Giovan Angelo di Antonio da Camerino in dem Bild der „Madonna dell’orchestra“ (heute Galleria Nazionale dell’Umbria, Perugia) eine sehr ausgefeilte Darstellung des Marmorthrons schuf. Bei der Datierung dürfen gewisse Elemente der Spätgotik nicht außer Acht gelassen werden. Hinzu kommt der rein empirische Versuch, Marias Heiligenschein und den Faltenwurf ihres Kleides perspektivisch in Blattgold darzustellen. Denkbar für eine Datierung wäre daher die Zeit vor 1460. Da viele Holzgemälde von Künstlern aus Camerino für umbrische Adelige aus Perugia, Gualdo Tadino und Umgebung gemalt wurden, dürfte auch dieses Werk von einem lokalen Künstler stammen. Miklós Boskovits empfahl daher, Matteo da Gualdo genauer in Augenschein zu nehmen, besonders seine frühen Werke. In diesem Sinne besteht ein enger Zusammenhang zwischen diesem Denkansatz und einem tatsächlichen ersten Lebenszeichen dieses Malers, einem Altarbild von 1462, das für die Kirche Santa Margherita in Gualdo Tadino gemalt wurde und heute im Museo Civico von Rocca Flea zu sehen ist. (1000702)


Painter from the Umbria-Marche region around 1455 - 1460

Triptych with closing wings
ENTHRONED VIRGIN AND CHRIST CHILD,RESURRECTION OF CHRIST AND ST. CHRISTOPHER,THE SAINTS ANTHONY ABBOT, JEROME AND SEBASTIAN

Tempera and gold on panel.
98 x 88,5 cm (wings open). 98 x 44 cm (wings closed).

The work is accompanied by a study by Mauro Minardi.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.